Knapp 2.300 Autos betroffen

Rückruf von BMW: Probleme bei der Türverriegelung nach Teile-Tausch

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BMW ruft weltweit knapp 2.300 Fahrzeuge zurück. Nach dem Tausch eines Elektronik-Bauteils ist eine bestimmte Türfunktion inaktiv – dies kann bei Unfällen zu einer erhöhten Verletzungsgefahr führen.

Rückruf-Aktionen von Autoherstellern können in ganz verschiedenen Dimensionen ausfallen: Teils müssen Hunderttausende oder gar Millionen Fahrzeuge in die Werkstatt – so wie einst beispielsweise bei den fehlerhaften Airbags von Takata oder auch bei General Motors, bei deren Fahrzeugen aufgrund von Zündschlossproblemen unter anderem die Servolenkung und der Bremskraftverstärker nicht mehr funktionierten. Nicht immer ist bei einem Rückruf allerdings tatsächlich ein Werkstatt-Aufenthalt notwendig – Tesla versuchte kürzlich seine Probleme mit dem „Autopilot“ per Over-the-Air-Update zu beheben. Nicht immer betrifft ein Rückruf allerdings gleich eine riesige Masse von Fahrzeugen, so wie nun im Falle von BMW.

BMW-Rückruf: Laut KBA weltweit 2.284 des bayerischen Autobauers betroffen

Der bayerische Hersteller ruft weltweit 2.284 Fahrzeuge der 2er, 3er, und 4er-Baureihen zurück, auch die Modelle i3, i4, M3 und M4. Betroffen sind die Baujahre 2021 bis 2022. Laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) ist bei den Fahrzeugen nach dem Austausch des sogenannten Body Domain Controller Steuergerätes die Funktion „Anfahrtsverriegelung“ nicht mehr aktiv. Dadurch kann es zu einer erhöhten Verletzungsgefahr für die Insassen kommen, wenn sich die Türen bei einem Unfall ungewollt öffnen. Die KBA-Referenznummer zu dem Rückruf lautet „012595“.

Nach einem Teile-Tausch kann bei einigen BMW-Modellen wie dem i4 eine Türfunktion inaktiv sein – nun gibt es einen Rückruf. (Symbolbild)

Rückruf von BMW-Modellen: Rücksetzen der Fahrzeugdaten soll Problem beseitigen

In Deutschland sind von dem BMW-Rückruf mit dem internen Hersteller-Code „0061510700“ laut KBA vermutlich 226 Fahrzeuge betroffen. Vorfälle mit Sach- und/oder Personenschäden aufgrund der Problematik sind bislang nicht bekannt. Als Abhilfemaßnahme werden laut KBA die Fahrzeugdaten zurückgesetzt – durch diesen Vorgang wird die Funktion „automatische Anfahrtsverriegelung der Türen“ wieder aktiv.

Die zehn seltensten Autos der Welt – und was sie kosten

Das wertvollste Auto der Welt: Mercedes-Benz 300 SLR Uhlenhaut Coupé.
Uhlenhaut-Coupé: Teurer als der Mercedes 300 SLR Coupé, benannt nach dem Ingenieur und Daimler-Benz-Vorstand Rudolf Uhlenhaut, ist kein anderes Auto auf der Welt. Es erzielte bei einer Versteigerung 135 Millionen Euro. Ein weiteres Exemplar des für Autorennen konzipierten, aber nie eingesetzten 302-PS-Wagens von 1955 steht (ohne Motor) im Stuttgarter Mercedes-Museum. © Mercedes-Benz AG – Communicati
Ferrari 250 GTO
Ferrari 250 GTO: Gerade mal 39 dieser Rennwagen wurden von 1962 bis 1964 produziert. Damals kostete das Coupe mit 301 PS starkem V12-Motor 18.000 US-Dollar – vor einigen Jahren erzielte ein von Stirling Moss pilotiertes Exemplar bei einer Auktion über 38 Millionen Dollar. Ein anderer Wagen soll sogar für 70 Millionen Dollar privat verkauft worden sein. © Simon West/Imago
Aston Martin DB4 GT Zagato
Aston Martin DB4 GT Zagato: 20 Exemplare der leichteren und verbesserten Version des normalen DB4 wurden Anfang produzierte Aston Martin Anfang der 60er-Jahre. Eines der 314 PS starken Coupés mit viel Alu-Teilen wurde vor Kurzem für 14,3 Millionen Dollar versteigert. © Ingo Wagner
Mercedes 300 SL Flügeltürer
Mercedes 300 SL Flügeltürer: 1.400 Coupés und 1.858 Roadster baute Mercedes von 1954 bis 1963 – die frühere, geschlossene Version mit den charakteristischen, nach oben schwingenden Türen ist also die rarere und auch höher gehandelte. Der bisherige Auktions-Höchstpreis des bis zu 240 PS starken Sechszylinder-Sportlers liegt bei 4,62 Millionen Dollar. © Oscar Gonzalez/Imago
Lamborghini Veneno
Lamborghini Veneno: Der (wie bei der VW-Tochter üblich) nach einem Kampfstier benannte Extremsportler wurde ab 2013 nur fünf mal gebaut. Die Leistung des V12-Motors ist mit 740 PS gar nicht mal besonders spektakulär, trotzdem fand der Roadster für die aufgerufenen 4,5 Millionen Dollar problemlos seine Käufer. © Lamborghini
Maybach Exelero
Maybach Exelero: 2005 war so einiges anders. Die Mercedes-Benz Group hieß noch DaimlerChrysler, Maybach agierte als eigenständige Marke – und baute für den Reifenhersteller Fulda diese Version der Luxus-Limousine mit 700 PS starkem V12-Motor. Gerüchten zufolge kaufte ein US-Rapper das Einzelstück, das immer mal in TV-Serien und Musik-Videos zu sehen war, für acht Millionen US-Dollar. © Mercedes-Benz
Jaguar XKSS
Jaguar XKSS: Nur 16 Exemplare dieses 237 PS leistenden Roadsters bauten die Briten 1956 und 1957. Hollywood-Star Steve McQueen erstand einen für vergleichsweise lächerliche 5.000 Dollar, der Wert dieses speziellen Exemplars wird heute auf 30 Millionen Dollar geschätzt. Schnäppchenjäger können den „Jag“ aber schon für 1,5 Millionen schießen. © Daniel Prest/Imago
Ferrari Testa Rossa
Ferrari 250 Testa Rossa: Der Rennwagen wurde 1957 bis 1961 in verschiedenen Varianten und mit bis zu 390 PS 34 mal gebaut. Der mittlerweile legendäre Name steht für die roten Zylinderköpfe. Das bislang teuerste Exemplar wurde für 39,8 Millionen US-Dollar versteigert. © epa ansa Benvenuti/Ho
BMW 507
BMW 507: Der ikonische Roadster von Designer Albrecht Graf von Goertz wurde 1956 bis 1959 nur 252 mal gefertigt. Mit 150 PS war er seinem direkten Konkurrenten, dem offenen Mercedes SL 300, zwar leistungsmäßig unterlegen, US-Stars wie Elvis Presley griffen trotzdem zu – sein Exemplar ist heute wieder in BMW-Besitz. Der Marktwert für gut gepflegte 507 liegt bei etwa zwei Millionen Dollar. © Imago
W Motors Lykan HyperSport
W Motors Lykan HyperSport: Der durch den Film „Furious 7“ bekannte, 792 PS starke Supersportler ist das einzige nicht europäische Auto dieser Liste – er stammt nämlich aus dem Libanon. Seit 2012 wurde er sieben mal gebaut, im Preis von 3,4 Millionen Dollar sind 420 Diamanten an den Scheinwerfern inbegriffen. © Ali Haider

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Problematisch kann oft die relativ lange Zeitspanne sein, die vergeht, bis ein Rückruf beschlossen wird – gerade bei sicherheitskritischen Themen. Deshalb gibt es in Deutschland nun seit einiger Zeit ein neues Angebot des KBA: den sogenannten Mangelmelder. Dabei handelt es sich um eine Art Online-Formular, auf dem betroffene Autobesitzer ihr Problem schildern können – sofern es sich vermutlich um ein konstruktives Problem beziehungsweise einen Serienfehler handelt.

Rubriklistenbild: © BMW

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