VonSebastian Oppenheimerschließen
Die Neuzulassungen in der EU sind im ersten Halbjahr 2025 leicht gesunken, der E-Auto-Anteil leicht angestiegen. Doch welche Modelle waren in Europa am beliebtesten?
Der europäische Automobilmarkt zeigt sich im ersten Halbjahr 2025 in einer Phase des Wandels – geprägt von rückläufigen Gesamtzulassungen und einer beschleunigten Elektrifizierung. Die Neuzulassungen in der EU sanken laut dem Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent auf 5,58 Millionen Fahrzeuge, wobei der Juni mit einem deutlichen Minus von 7,3 Prozent die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie verdeutlicht. Reine Elektroautos kamen auf einen Marktanteil von 15,6 Prozent – ein leichter Anstieg gegenüber den 12,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der kombinierte Marktanteil von Benzin- und Dieselfahrzeugen sank dagegen deutlich: Von 48,2 Prozent auf nur noch 37,8 Prozent. Hybrid-Fahrzeuge sind die derzeit bevorzugte Antriebsform europäischer Verbraucher – sie kamen auf 34,8 Prozent Marktanteil, dazu kommen noch einmal 8,4 Prozent Marktanteil von Plug-in-Hybriden.
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35,1 Prozent mehr E-Auto-Neuzulassungen: Deutschland als Treiber der E-Mobilität
Deutschland positioniert sich als Wachstumsmotor der europäischen E-Mobilität und verzeichnete bei batterieelektrischen Fahrzeugen ein Plus von 35,1 Prozent im ersten Halbjahr 2025. In anderen Märkten war der Anstieg weniger stark: In Belgien legten Elektroautos um 19,5 Prozent zu, in den Niederlanden um 6,1 Prozent – in Frankreich wurden sogar weniger E-Autos neu zugelassen als im Vorjahreszeitraum (-6,4 Prozent). Auch bei Plug-in-Hybriden zeigte Deutschland einen starken Zuwachs von 55,1 Prozent auf 138.905 Fahrzeuge. Stärker zulegen konnten die PHEVs nur in Italien (+56,3 Prozent) und Spanien (+82,5 Prozent)
Skoda und Cupra treiben Absatzzahlen des VW-Konzerns
Der Volkswagen-Konzern bleibt trotz Herausforderungen der dominierende Akteur im europäischen Automobilmarkt und konnte sogar leicht zulegen. Mit 1,52 Millionen Zulassungen im ersten Halbjahr 2025 führt der Konzern weiterhin deutlich und verzeichnete ein Plus von 2,3% gegenüber dem Vorjahr. Die Kernmarke Volkswagen legte um 2,8% zu und erreichte 630.868 Zulassungen, während Skoda mit einem Plus von 7,3% auf 354.536 Fahrzeuge hervorstach. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung von Cupra: die Marke zeigte ein Wachstum von 35,2 Prozent auf 130.432 Zulassungen. Seat hingegen musste deutliche Verluste von 21,5% hinnehmen und fiel auf 99.825 Zulassungen zurück. Tesla musste einen dramatischen Einbruch hinnehmen: Für den US-E-Auto-Hersteller ging es um 43,7 Prozent nach unten, auf nur noch 70.655 Zulassungen im 1. Halbjahr.
Top-10 der Marken in der EU im 1. Halbjahr 2025
Diese zehn Marken kamen in der EU im 1. Halbjahr auf die meisten Neuzulassungen:
| Marke | Neuzulassungen in der EU (Januar bis Juni) | Veränderung zum 1. HJ 2024 |
|---|---|---|
| 1. Volkswagen | 630.868 | +2,8 Prozent |
| 2. Toyota | 427.500 | -8,6 Prozent |
| 3. Hyundai | 414.577 | -6,7 Prozent |
| 4. Renault | 355.650 | +7,7 Prozent |
| 5. Skoda | 354.536 | +7,3 Prozent |
| 6. BMW | 324.667 | +3,3 Prozent |
| 7. Peugeot | 311.112 | +1,1 Prozent |
| 8. Dacia | 288.196 | +1,2 Prozent |
| 9. Mercedes | 276.936 | +1,5 Prozent |
| 10. Kia | 203.731 | -6,1 Prozent |
Quelle: ACEA
Top-10 der Modelle im 1. Halbjahr 2025
Doch welche Modelle sind bei den Europäern am beliebtesten? Laut vorläufigen Zahlen der Marktforscher von Dataforce, die der Automobilwoche vorliegen, sieht die Top-10-Tabelle folgendermaßen aus (Daten für EU, EFTA und Vereinigtes Königreich):
| Marke | Neuzulassungen in Europa (Januar bis Juni) | Veränderung zum 1. HJ 2024 |
| 1. Dacia Sandero | 130.713 | -9,4 Prozent |
| 2. Renault Clio | 123.225 | +8,1 Prozent |
| 3. Peugeot 208 | 108.346 | +2,1 Prozent |
| 4. VW T-Roc | 105.629 | -5,4 Prozent |
| 5. VW Golf | 103.964 | -17,4 Prozent |
| 6. VW Tiguan | 102.482 | +11,4 Prozent |
| 7. Dacia Duster | 95.861 | +6,5 Prozent |
| 8. Toyota Yaris Cross | 94.763 | -4,9 Prozent |
| 9. Peugeot 2008 | 94.753 | +2,3 Prozent |
| 10. Citroen C3 | 94.454 | -9,9 Prozent |
Quelle: Automobilwoche
Den Spitzenplatz sicherte sich der Dacia Sandero, der als billigstes Auto Deutschlands gilt – auch wenn der Kleinwagen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,4 Prozent einbüßte. Unter den Top-3 ist kein deutscher Hersteller vertreten. Dafür sicherte sich VW die Plätze 4, 5 und 6, wobei vor allem der VW Golf mit Minus 17,4 Prozent starke Einbußen hinnehmen musste.
