Gefährlicher Trend

Kia-Diebstahl als TikTok-Challenge: Sicherheitslücke soll per Update geschlossen werden

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Autos von Kia und Hyundai wurden in den USA zuletzt häufig gestohlen – eine Sicherheitslücke machte es möglich. Nun soll ein Update das Problem beheben.

Update vom 17. Februar 2022, 14.26 Uhr: Im vergangenen Jahr verbreitete sich in den USA ein kurioser Trend: In einer Social-Media-Challenge wurde zum Klau von Kia und Hyundai aufgerufen. Grund war eine simple Knack-Technik mittels eines USB-Kabels. Mit den gestohlenen Fahrzeugen vollführten die Diebe dann oft wilde Fahrmanöver – teils sehr schwere Unfälle waren die Folge. Laut der US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) kam es zu mindestens 14 gemeldeten Unfällen – dabei verloren acht Menschen ihr Leben. Ein Update soll den Diebstählen nun einen Riegel vorschieben.

Wie die NHTSA berichtet, sei es nach der Installation des Updates erforderlich, dass der Schlüssel im Zündschloss stecke, um das Fahrzeug zu starten. Außerdem werde die Diebstahlalarm-Software aktualisiert und die Dauer des Alarmtons von 30 Sekunden auf eine Minute verlängert. Damit potenzielle Auto-Knacker es gar nicht erst versuchen, bekommen die Kunden einen Aufkleber, der am Fenster angebracht wird, um auf den Diebstahlschutz hinzuweisen.

Erstmeldung vom 04. August 2022, 13.46 Uhr: Auch wenn die Technik immer weiter voranschreitet – vor Dieben ist man als Autobesitzer bis heute nicht wirklich gefeit. Nicht nur komplette Fahrzeuge werden gestohlen, teils werden Autos auch im Rekordtempo ausgeschlachtet – so wie kürzlich ein BMW 3er in Hilden. Besonders beliebt sind wegen der hohen Rohstoffpreise aktuell Katalysatoren. Kurioserweise soll gerade das Parken an dunklen Plätzen vor Langfingern schützen. In den USA verbreitet sich aktuell ein ziemlich irrer Trend: Eine Social-Media-Challenge ruft zum Klau von Kia und Hyundai-Fahrzeugen auf.

Kia-Diebstahl als Social-Media-Challenge – Sicherheitslücke macht’s möglich

Wie Polizeibehörden in den USA berichten, werden vermehrt Kia und Hyundai-Fahrzeuge gestohlen, wie beispielsweise ein Tweet einer Polizeistation in Florida zeigt. Grund dafür ist offenbar eine Schwachstelle einiger Fahrzeuggenerationen, die noch mit einem physischen Schlüsselloch ausgestattet sind. Mithilfe eines USB-Kabels, das man an einen bestimmten Stromkreis in der Lenksäule anschließt, lassen sich die koreanischen Wagen starten. Wagen mit Start-Stopp-Technik scheinen nicht betroffen zu sein.

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Kia-Diebstahl als Social-Media-Challenge – Hack-Anleitung im Internet zu finden

Wie genau der Hack funktioniert, hat sich inzwischen offenbar stark über die sozialen Medien verbreitet. Inzwischen gibt es sogar laut einem Polizei-Post auf Facebook eine Art Social-Media-Wettbewerb namens „Kia Boyz“, der quasi dazu aufruft, die bekannte Sicherheitslücke zu nutzen und die Fahrzeuge zu stehlen.

Zehn Autos mit Verbrennungsmotor, die wir vermissen werden

Audi TT
Audi TT: Einst als Kernmodell der Marke Audi betrachtet, wird der als Coupé und Roadster gebaute Kompakt-Sportler keinen Nachfolger bekommen. Das liegt auch an der mittlerweile schleppenden Nachfrage für die Design-Ikone. Ein vergleichbarer Stromer wird völlig anders aussehen. Bis Ende des Jahres ist der TT aber noch ab 39.700 Euro bestellbar. © Audi AG
Mercdes-Benz A-Klasse
Mercedes A-Klasse: Der Kompaktwagen passt nicht mehr in das neue Konzept von Mercedes-Benz, vor allem hochpreisige Limousinen, SUV und Sportwagen anzubieten. Das überzeugende Konzept der frühen A-Klasse, möglichst viel Platz in einem kompakten Auto zu schaffen, würde dabei gut ins Elektro-Zeitalter passen – ist mittlerweile aber ohnehin verwässert. Noch gibt den Basis-Benz ab 28.393 Euro zu kaufen.  © Mercedes-Benz
Porsche 718 Boxster
Porsche 718 Boxster: Zwar kämpft Porsche weiterhin für den Verbrennungsmotor, aber überleben wird der langfristig wohl nur im 911. Boxster und Cayman werden 2025 erst auf Wunsch, später wohl grundsätzlich elektrifiziert. Dabei bieten gerade die Versionen mit Sechszylinder-Boxer fast schon elektrische Tugenden wie Laufruhe und Durchzugskraft – bei (für Sportwagen) hoher Reichweite und geringem Gewicht. Aktueller Preis: ab 60.061 Euro. © Daniel Wollstein/Porsche
Jeep Wrangler
Jeep Wrangler: Als purer Verbrenner ist die Off-Road-Ikone schon jetzt nicht mehr lieferbar. Der Plug-in-Hybrid wird so lange laufen, wie er darf, aber den Sprung in die Elektro-Ära nicht schaffen. Ein Nachfolger mit Akku dürfte ähnlich modernisiert daherkommen wie der aktuelle Land Rover Defender, aber dank seiner E-Motoren immerhin überragende Gelände-Eigenschaften bieten. Mit 77.500 Euro ist der Klassiker mittlerweile zum Luxus-Auto geworden. © Stellantis
VW Golf Cabrio
VW Golf Cabrio: Im Grunde vermissen wir ihn jetzt schon, nämlich seit 2016. Der offene VW T-Roc kann den Charme des offenen Kompaktwagens, der seine Karriere als „Erdbeerkörbchen“ mit Henkeln startete, nicht ersetzen. Das wird wohl auch für ein elektrisches Cabrio auf Basis des VW ID.3 gelten – wenn ein solches überhaupt kommt, was angesichts der schwächelnden Nachfrage für offene Autos eher zweifelhaft ist. © VW
Fiat 500
Fiat 500: Während die aktuelle Version des Kleinwagens ausschließlich als Elektroauto produziert wird, ist auch der etwas kleinere Vorgänger derzeit noch bestellbar. Im Stellantis-Konzern ist dessen Aus aber beschlossen. Dabei ist gerade die sparsame Hybrid-Version mit 70 PS ein ökologisch sinnvolles Angebot etwa für jene, die partout kein Elektroauto möchten – etwa Städter, die keine schnelle Lade-Möglichkeit haben. Noch ist der Verbrenner ab 15.501 Euro bestellbar. © Stellantis
Mercedes-Benz SLC 300
Mercedes SLC: Der kompakte Roadster startete – als erstes Cabrio mit Falt-Hardtop – unter dem Namen SLK. Nun beendete nicht der Elektro-Boom, sondern die Nachfrage-Flaute seine Karriere als Frauenversteher. Im künftigen Luxus-Stromer-Portfolio von Mercedes sind solche gerade noch bezahlbaren Fahrspaß-Modelle schon gar nicht vorgesehen.  © Mercedes-Benz
Lamborghini Huracan
Lamborghini Huracán: Die italienische VW-Tochter sperrte sich lange gegen die Elektrifizierung, aber kommt natürlich auch nicht drumherum. Der pure, weder von Hybrid noch Turbo verwässertre V10-Saugmotor des Huracán wird seinen Platz als einer der Höhepunkte des Verbrenner-Zeitalters bekommen. Seine 640 PS würden Elektromotoren zwar mit deutlich weniger Aufwand erreichen, aber sei´s drum: Dass es solche Autos nicht mehr geben wird, ist ebenso vernünftig wie schade. Preis: ab 190.274 Euro. © Charlie Magee
BMW Z4
BMW Z4: Ja, er lebt noch! Anders als Mercedes-Benz führt BWM seinen Mittelklasse-Roadster weiter, eine Kooperation mit Toyota machts möglich. Doch auch wenn BMW weiter Verbrenner bauen will, ist ein Nachfolger alles andere als gesichert. Wenn wir uns irren und es künftig einen Z4 mit (wie bei BMW üblich) Verbrenner- und Elektro-Option geben wird: umso besser. Wer sich darauf nicht verlassen mag, muss mindestens 46.200 Euro investieren. © BMW
Tina Ruland auf Opel Manta
Opel Manta: Eigentlich hatten wir den Manta ja schon als Eighties-Unikum abgehakt. Dann weckte Opel mit der Ankündigung eines elektrischen Mantas die Fantasie: Ein zweitüriges, leichtes Coupé, mit genügend Reichweite für den Ausflug in die Diskothek (so hießen Clubs früher) und zum Baggersee, das wäre doch ein schönes Stück Anarchie zwischen all den effizienten, vernünftigen Stromern. Doch heraus wird wieder nur das übliche Akku-SUV kommen, an das ein Marketing-Genie den Manta-Schriftzug klebt. Umso mehr werden wir den Echten vermissen. © Rights Managed/Imago

Kia-Diebstahl als Social-Media-Challenge – Polizei gibt Tipps zur Vorbeugung

Wie das Portal „Jalopnik“ berichtet, folgen vor allem Jugendliche dem Klau-Aufruf. Demnach liefern sich die Diebe mit den gestohlenen Fahrzeugen oft wilde Fahrmanöver, filmen sich dabei und stellen das Ganze wiederum ins Netz. Dass diese Fahrten eine große Gefahr darstellen, steht außer Frage. Schon seit Längerem gibt es in den USA auch einen Trend, ganze Straßen oder Kreuzungen mit Fahrzeugen zu blockieren und anschließend Donuts zu drehen.

Die Polizeistation von Hilliard im US-Bundesstaat Ohio gibt deshalb allen Kia- und Hyundai-Fahrern konkrete Tipps:

  • Das Fahrzeug immer absperren
  • Diebstahlschutz-Produkte wie Lenkradsperren verwenden
  • Alarm aktivieren
  • Am besten in der Garage parken
  • Keine Wertsachen im Wagen lassen

Gegenüber US-Medien erklärte Hyundai, man sei „besorgt“ über den Anstieg lokaler Autodiebstähle. „Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Kunden und der Gemeinschaft ist und bleibt unsere oberste Priorität.“ Alle neuen Hyundai-Fahrzeuge würde über Wegfahrsperren verfügen. Eine konkrete Lösung für das Diebstahl-Problem bei den beiden koreanischen Marken scheint es indes noch nicht zu geben.

Rubriklistenbild: © Silas Stein/IMago

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