Häufiger werdendes Insekt

Kiefernwanze: Ob das Insekt ein Schädling ist, den Sie loswerden müssen

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Wanzen sind zwar meist weniger gefürchtet als Spinnen, in der Wohnung möchte man sie trotzdem nicht haben. Dabei ist die Kiefernwanze – wie die meisten Wanzen – völlig ungefährlich.

Ein unbekanntes Insekt in der Wohnung oder auf dem Balkon ist meist kein erfreulicher Anblick. Trifft man es in den eigenen vier Wänden an, fragt man sich, ob der Sechsbeiner womöglich sogar ein Schädling ist, oder doch nur ein harmloses Krabbeltier, das in der Wohnung Wärme und Schutz sucht, ohne dabei Eier abzulegen. Die Amerikanische Kiefernwanze, oder auch Zapfenwanze genannt, sieht gefährlicher aus, als sie ist.

Kiefernwanze: Nicht schön, aber ungefährlich

Seit 1999 ist die Amerikanische Kiefernwanze offiziell auch in Europa nachgewiesen.

Auch wenn die Amerikanische Kiefernwanze (lat. Leptoglossus occidentalis) mit einer Körperlänge von bis zu zwei Zentimetern bedrohlich aussieht, sie ist völlig harmlos, wie ASS-Schädlingsbekämpfung bestätigt. Ihren Namen erlangt das Insekt, da es im Frühjahr Nadelgehölze wie Kiefern und Douglasien, aber auch Fichten, Zedern und Tannen aufsucht und an deren Blüten und Samen saugt. Die Baumnadeln dienen dem Insekt außerdem als Ablageort für ihre Eier. Zwar besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit der verwandten Stinkwanze – an folgenden Merkmalen können Sie die beiden Insekten auseinanderhalten:

  • Während die Stinkwanze zu den Baumwanzen gehört, ist die Amerikanische Kiefernwanze ein Vertreter der Randwanzen.
  • Die Kiefernwanze sondert im Gegensatz zur Stinkwanze kein stinkendes Sekret ab, wenn sie sich bedroht fühlt.
  • Anders als die Kiefernwanze, kann die Grüne Stinkwanze ihre Farbe wechseln: Im Sommer ist sie noch hellgrün gefärbt, wechselt dann im Herbst ihre Nuance in ein dunkles Olivgrün bis Dunkelbraun.
  • Die Stinkwanze ernährt sich von Säften von Beeren und Früchten, seltener auch Nektar, während die Kiefernwanze Samen und Blüten von Nadelgehölzen bevorzugt.
  • Wie die meisten Wanzenarten können sowohl die Stinkwanze als auch die Kiefernwanze fliegen.

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10 Tierchen in der Wohnung, die wirklich harmlos sind – Silberfischchen bis Tausendfüßer

Eine Bernstein-Waldschabe (Ectobius vittiventris) auf einem Stein
Sieht aus wie eine Kakerlake, ist aber keine: Die harmlose Bernstein-Waldschabe ist im Gegensatz zum Schädling auch tagsüber aktiv. © blickwinkel/Imago
Eine Hauswinkelspinne auf einem aufgeschlagenen Buch
Hauswinkelspinnen sind zwar nützlich, aber in den eigenen vier Wänden kein gern gesehener Gast. © blickwinkel/Imago
Eine Gemeine Florfliege (Chrysoperla carnea) auf einem Blatt
Die Florfliege ist sogar ein Nützling: Nur etwa einen Zentimeter groß, aber eine Meisterin im Blattlausvertilgen. © imagebroker/Imago
Eine Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) auf Brombeere
Wespen sollte man sanft nach draußen geleiten – sie sind nur für Allergiker gefährlich © imagebroker/Imago
Ein Silberfischchen (Lepisma saccharina) auf Holz
Das Silberfischchen liebt hohe Luftfeuchtigkeit und huscht bei Licht betrachtet schnell weg. © blickwinkel/Imago
Ein Tausendfüßer auf einem Holzstück in der Nahaufnahme
Solange der Tausendfüßler nicht in Massen auftritt: Den Lästling einfach nach draußen kehren. © Panthermedia/Imago
Eine Grüne Stinkwanze (Palomena prasina), zwischen zwei Fingern
Wenn Stinkwanzen sich bedroht fühlen, geben sie einen fauligen Geruch ab. Darum nicht zerdrücken! © blickwinkel/Imago
Eine Gelbtafel mit Trauermücken
Trauermücken sind schädlich für Zimmerpflanzen, aber nicht für den Menschen. Gelbtafeln helfen am besten. © Panthermedia/Imago
Eine Menge Kellerasseln in Holzritze
Wenn so viele Kellerasseln herumwimmeln, ist dies ein Hinweis auf eine (zu) hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. © blickwinkel/Imago
Ein Gemeiner Ohrwurm (Forficula auricularia) auf einem Holzbrett
Ohrenkneifer oder Ohrwürmer sind für den Menschen vollkommen ungefährlich – sie krabbeln nachts auch nicht in die Ohren. © blickwinkel/Imago

Als effektiver Schutz vor Wanzen in der Wohnung hilft nur ein Fliegengitter. Oder man lüftet nur noch sporadisch.

Rubriklistenbild: © Fotototo/Imago

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