VonStella Henrichschließen
Die strengen Corona-Regeln gelten beim Fliegen zwar inzwischen nicht mehr, dennoch sollten sich Passagiere an ein paar Regeln halten. Überall lauern verstecke Keime.
Kassel ‒ Der Raum in einem Flugzeug ist bekanntlich beengt. Selbst wer als Passagier in einer großen Jumbo-Maschine sitzt, ist in seiner Bewegungsfreiheit deutlich eingeengt. Um sich die Beine zu vertreten, wandern viele Fluggäste daher während des Flugs die kurzen Wege innerhalb der Maschine auf und ab oder tauschen die Plätze mit dem Partner. Dabei fassen sie Sitze an, packen an Griffe von Klotüren oder halten sich an den Kabinenwänden fest, wenn die Maschine in Turbulenzen gerät. Bei jedem Handgriff lauern dabei Keime – selbst wenn die Maschine zuvor gut desinfiziert in die Luft abgehoben ist. Doch selbst das ist nicht immer der Fall, wie Daten von Reinigungsprotokollen aus früheren Jahren offenlegen.
Diese sechs Gegenstände sollten Passagiere im Flugzeug nicht anfassen:
- Klapptische
- Armlehne
- Kleine Tasche am Vordersitz
- WC-Türklinke und Spültaste
- Sitze am Gang
- Decken und Kissen
Keime in Flugzeugen: Vorsicht im Flieger vor Bakterien und Viren
Laut einer Studie der Universität von Arizona sind vor allem Klapptische mit den Keimen MRSA und Noroviren belastet. E.coli Bakterien fühlten sich vor allem auf Armlehnen wohl und könnten dort bis zu 96 Stunden überleben. Auch die Tasche am Vordersitz sei eine wahre Keimschleuder mit MRSA-Keimen. Denn diese würden nicht ganz so oft gereinigt.
Als eine der größten Keimschleudern entpuppt sich, wenig überraschend, die WC-Türklinke, die jeder Passagier zweimal – beim Eintreten und Austreten des kleinen Örtchens – drücken muss. Und nicht jeder Gast wäscht die Hände nach dem Verlassen der Toilette. Ähnlich sieht es bei der WC-Spültaste aus. Auch auf ihr wimmeln jede Menge Keime. Wer auf einem längeren Flug Kissen und Decken der Airline nutzt, sollte darauf achten, dass sie eingeschweißt waren, bevor sie sich darin einkuscheln.
Keime in Flugzeugen: So können sich Passagiere schützen
Natürlich ist es nicht einfach, sich vor der Keimbelastung im Flugzeug zu schützen. Meist sieht alles im Flieger ja sauber und gut gereinigt aus. Doch selbst dort können sich Keime ansiedeln. Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte Desinfektionstücher und Einweghandschuhe in das Handgepäck legen und sie bei Bedarf auch nutzen.
Schutz vor Keimen im Flugzeug - das können Passagiere an Bord tun:
- Handschuhe anziehen vor Besuch der Toilette.
- Regelmäßig Hände während des Flugs desinfizieren.
- Mit den Händen nicht ins Gesicht fassen.
- Nahrungsmittel nicht auf dem Klapptisch ablegen.
- Am besten auf Decken und Kissen verzichten.
- Klapptisch und Sitzlehnen mit Desinfektionstüchern abwischen.
- Quelle: chip.de
Passagiere, die sich dennoch eine Erkrankung bei einer Reise zuziehen, sollten laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) ihren Hausarzt aufsuchen. Die meisten Erreger sind laut den Experten gut mit Antibiotika behandelbar. Doch wer es erst gar nicht zu einer Erkrankung kommen lassen will, sollte sich am besten direkt einen Sitzplatz am Fenster im Flugzeug sichern.
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