Wertvolle Rohstoffe

Katalysatoren-Klau nimmt zu – Ersatz kann für Autobesitzer extrem teuer werden

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Der Diebstahl von Katalysatoren nimmt laut ADAC zu. Gefährdet sind laut dem Automobilklub vor allem ältere Fahrzeuge mit Benzinmotor. Der Ersatz kann teuer werden.

Manchmal ist es kaum zu glauben, wie schnell und professionell Kriminelle ein Auto ausschlachten können – so ließen Langfinger in Hilden beispielsweise vor kurzem in nur einer Nacht von einem BMW 3er nur wenig übrig. Mit Fahrzeugteilen lässt sich einiges an Geld verdienen. Und es ist vor allem ein Bauteil, das die Kasse von Ganoven klingeln lässt: der Katalysator. Denn in ihm stecken wertvolle Edelmetalle wie Platin, Palladium und Rhodium, die sich gut zu Geld machen lassen. Zuletzt haben die Katalysatoren-Diebstähle zugenommen.

Katalysatoren-Klau nimmt zu – Ersatz kann für Autobesitzer sehr teuer werden

Wie der ADAC berichtet, registrierten die Mitarbeiter des Straßendiensts im Jahr 2022 insgesamt 1.038 gestohlene Katalysatoren. Im Jahr zuvor waren es noch 959 gewesen, 2020 sogar nur 420. Allerdings ist mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen, da es sich hierbei nur um die Fälle handelt, bei denen die Pannenhelfer des ADAC hinzugezogen wurden.

Der Diebstahl von Katalysatoren hat laut ADAC im Jahr 2022 zugenommen. (Symbolbild)

Katalysatoren-Klau nimmt zu – Gefährdet sind vor allem ältere Benziner-Modelle

Betroffen vom Katalysatoren-Klau sind vor allem ältere Fahrzeuge, bei denen der „Kat“ gut zugänglich verbaut ist. Gerade bei älteren Opel Astra, Toyota Prius und VW Polo seien laut ADAC die Voraussetzungen für einen Diebstahl offenbar günstig. Kaum gefährdet sind übrigens Diesel-Fahrzeuge – ihr Anteil an den Diebstählen lag laut der Statistik des Automobilklubs in den Jahren 2021 und 2022 bei nur drei Prozent. Bei neueren Fahrzeugen ist der Katalysator den Experten zufolge weniger gut auszubauen – und enthält zudem auch weniger Edelmetalle. Bereits vor einiger Zeit machten Beamte in den USA einen gewaltigen Diebesgut-Fund: Sie entdeckten bei Razzien Katalysatoren im Wert von umgerechnet mehr als 600.000 Euro.

Kontroll- und Warnlampen im Auto: Wenn es rot leuchtet, sollten Sie sofort anhalten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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Katalysatoren-Klau: Nach einem Diebstahl erlischt die Straßenzulassung eines Fahrzeugs

Wichtig für Betroffene zu wissen: Fehlt der Katalysator, erlischt aufgrund von fehlender Abgasreinigung und Überschreitung der Lärm-Grenzwerte die Straßenzulassung eines Fahrzeugs. Der Wagen muss also auf einem Anhänger in die Werkstatt gebracht werden. Neben dem Parken in einer Garage und dem Einbau Alarmanlage soll übrigens laut einer Studie aus Großbritannien kurioserweise auch das Parken in dunklen Straßen vor Dieben schützen.

Laut dem Automobilklub bringt ein gebrauchter Katalysator beim Verkauf an einen Schrotthändler teils mehrere Hundert Euro. Der Schaden für den Besitzer eines Autos kann durch den Diebstahl aber noch viel höher liegen: Weil der Einbau eines neuen Katalysators – je nach Modell – bis zu mehreren Tausend Euro kosten kann, besteht sogar die Möglichkeit, dass der Katalysatoren-Klau bei einem älteren Fahrzeug zu einem wirtschaftlichen Totalschaden führt.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

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