ADAC-Umfrage

Gesetzliche Erleichterungen nützen wenig: Wallboxen in Mehrparteienhäusern bleiben Problem

Eigentlich sollten Änderungen im WEG-Gesetz die Installation von Wallboxen in Mehrparteien-Wohnanlagen erleichtern. Doch anscheinend gibt es dabei weiterhin viele Probleme.

Trotz 2020 eingeführter Erleichterungen im Wohnungseigentumsgesetz stehen viele E-Fahrer weiterhin vor einer komplexen Gemengelage von Problemen, wenn sie in Mehrparteien-Wohnanlagen Wallboxen installieren wollen. In einer vom ADAC beauftragten Umfrage berichten E-Auto-Käufer und -Nutzer, die als Mieter oder Eigentümer in Mehrfamilienhäusern wohnen, von unvermindert hohen Umsetzungshürden.

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ADAC-Umfrage zeigt: Mehr als die Hälfte hat Probleme bei Wallbox-Planung in einer Hausgemeinschaft

In der Umfrage klagten 57 Prozent der Befragten über Probleme bei Planung und Organisation von Ladelösungen innerhalb von Hausgemeinschaften. 31 Prozent empfinden zudem die Abstimmung innerhalb der Eigentümergemeinschaft als schwierig. 45 Prozent würden sich wünschen, auf einen Beschluss innerhalb der Eigentümergemeinschaft verzichten zu können.

Technisch und rechtlich ist die Installation von Wallboxen in Mehrfamilienhäusern eigentlich kein Problem. Doch praktisch gibt es weiterhin viele Pferdefüße.

Erschwerend kommt für eine Mehrheit (56 Prozent) hinzu, eine passende technische Lösung zu finden. Rund die Hälfte hadert zudem mit den hohen Kosten. Rund zwei Drittel sehen den Preis als entscheidend bei der Wahl der Ladelösung an. Für 59 Prozent sind Probleme mit der Finanzierung eine Hürde.

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

ADAC fordert weitere Erleichterungen bei Ausbau der Ladeinfrastruktur

24 Prozent gaben zudem an, Mühe zu haben, einen Elektriker zu finden. 22 Prozent der Befragten wünscht sich eine Komplettlösung aus einer Hand, die Information, Planung, Montage, Betrieb und Abrechnung abdeckt.

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Angesichts der weiterhin bestehenden Hürden und Probleme fordert der ADAC, der Wallboxen getestet hat, die Bundesregierung auf, rechtliche und bauliche Hindernisse zu beseitigen, die den Ausbau von Ladeinfrastruktur behindern. Zudem müssten die im Masterplan Ladeinfrastruktur vorgesehenen Maßnahmen zur Ertüchtigung und Digitalisierung von Hausanschlüssen sowie die Evaluation und Überarbeitung des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes (GEIG) umgesetzt werden. (Mario Hommen/SP-X)

Rubriklistenbild: © ADAC

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