Der ID.2 verspätet sich: VWs günstiger Elektroflitzer lässt auf sich warten
VonSimon Mones
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Mit dem ID.2 will Volkswagen ein günstiges Elektroauto auf den Markt bringen. Wohl aber erst ab Mitte 2026. Das könnte womöglich schon zu spät sein.
Mit der Studie ID.2all hat Volkswagen im vergangenen Jahr gezeigt, wie ein günstiges Elektroauto aus Wolfsburg aussehen könnte. Grade einmal rund 25.000 Euro soll das Basismodell kosten. Interessierte Käufer brauchen aber noch etwas Geduld, bis der Billig-Stromer aus Wolfsburg in Serie geht.
So soll der ID.2 im Herbst 2025 seine Premiere feiern. Die Produktion soll jedoch erst im Mai 2026 hochfahren, wie die Zeitschrift Auto, Motor und Sport berichtet. Damit ist Volkswagen bei den günstigen Elektroautos im Vergleich zur Konkurrenz spät dran. Der Citroën ë-C3 ist bereits bestellbar und ist ab 23.300 Euro zuhaben. Renault schickt Ende 2024 den 5 für ebenfalls rund 25.000 Euro ins Rennen.
ID.2 für unter 25.000 Euro: VW spart bei Akkugröße, die Konkurrenz weniger
Doch nicht nur zeitlich hinkt Volkswagen mit dem ID.2 hinterher, sondern auch bei der Akkugröße. Vorgesehen sind Batterien mit einer Kapazität von 34 und rund 60 kWh. Im Basismodell dürfte wohl die kleinere Ausführung verbaut werden. „Als wir den Preis definiert haben, basierte das nicht auf Wunschdenken. Wir haben klare Maßnahmen auch auf Batterieebene definiert, damit wir den Preis auch erreichen“, zitiert Auto, Motor und Sport den VW-Entwicklungschef Kai Grünitz.
Das Problem: Der ë-C3 kommt mit einer 44-kWh-Batterie und liegt damit bereits vor dem ID.2. Und auch der Renault 5 dürfte in der Basisversion einen größeren Akku bekommen als der Konkurrent aus Wolfsburg. Es ist also gut möglich, dass VW bis zur Präsentation beim Akku noch einmal nachbessert, wie auch Heise.de vermutet.
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ID.2 bekommt Konkurrenz aus dem eigenen Haus: Mildere Euro-7-Norm hilft Kleinwagen mit Verbrenner
Und auch die Verbrenner werden für den ID.2 zur Konkurrenz. Die kommende Abgasnorm Euro-7 fällt weniger scharf aus als gedacht. Somit könnten einige Kleinwagen mit Verbrennungsmotor weiterhin auf dem Markt bleiben. Preislich sind diese deutlich günstiger als der ID.2.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Ein VW Polo ist in der Basisversion ab 21.590 Euro zu haben. Noch günstiger ist man bei den Konzernschwestern Seat und Škoda unterwegs. Der aktuelle Ibiza fängt bei 19.470 Euro an. Für den neuen Fabio rufen die Tschechen sogar nur 19.190 Euro auf. Preise, die für den ID.2 wohl auch mit der zum Jahresende gestrichenen Umweltprämie schwer geworden wären. Allerdings hat das Elektroauto bei den Gesamtkosten oft die besseren Karten.