Herbstliches Gemüse

Kürbisblätter nicht wegwerfen: Sie sind essbar und sogar gesund

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Dass man die Blätter von Speisekürbissen mitessen kann, wissen nur die wenigsten. Folgendes kann man aus den Kürbisblättern zubereiten.

Wer Kürbisse im Garten selbst anbaut, der lässt die großen grünen Blätter der Kürbispflanze meist links liegen oder entsorgt sie auf dem Kompost oder in der Mülltonne. Dabei können Sie sie einfach mitessen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Kürbisblätter nicht wegschmeißen: Sie sind gesund!

Kürbisblätter kann man mitessen, wenn es sich bei den Sorten nicht um Zierkürbisse handelt.

Bisher stehen Kürbisblätter nur in China und einigen afrikanischen Ländern auf dem Speiseplan und sind dort ein beliebtes Gemüse. Zu Recht, denn laut dem Bundeszentrum für Ernährung sind Kürbisblätter gesund, da sie reich an Proteinen, essenziellen Aminosäuren sowie Vitaminen und Mineralstoffen sind – ideal, nicht nur für Vegetarier und Veganer, die oftmals nicht genügend Eiweiß zu sich nehmen. Außerdem beinhalten die Blätter hohe Mengen an sekundären Pflanzenstoffen sowie Phenolen. Je älter die Kürbisblätter sind, desto aufwändiger ist allerdings die Zubereitung. Junge Blätter hingegen schmecken milder und weisen so gut wie keine Fasern auf. Auch die Stängel junger Pflanzen können Sie mitessen, sie ähneln Mangold oder Spinat.

Bedenken Sie jedoch, dass Sie nur die Blätter von Speisekürbissen verzehren können. Die Kürbisblätter von Zierkürbissen enthalten den Giftstoff Cucurbitacin.

Folgende Zubereitungsmöglichkeiten gibt es für Kürbisblätter:

  • Als Salat: Hier eignen sich die jungen Blätter, die man ganz einfach wie Salat wäscht und zubereitet.
  • Im Smoothie: Gewaschene und klein geschnittene Blätter peppen einen grünen Detox-Smoothie schnell auf.
  • Gedämpft oder gekocht: In Salzwasser zubereitet, eignen sich Kürbisblätter hervorragend als etwas exotischere Beilage zu Fisch oder Fleisch.
  • Als Füllung: Wer in der Küche etwas routinierter ist, der füllt Ravioli oder Tortellini mit einer Mischung aus Käse, Semmelbröseln und gehackten Kürbisblättern.

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Kürbis im Herbst: Die besten zehn Sorten

Baby Boo-Kürbisse auf einem weißen Untergrund.
Baby Boo heißt dieser kleine Speisekürbis, der sich sehr gut füllen und im Ofen zubereiten lässt. © Kantaruk Agnieszka/Imago
Reife Turbankürbisse auf einem Haufen.
Der Blütenansatz-Ring verleiht dem Turbankürbis das kuriose Aussehen. Ihn kann man essen oder zur Deko verwenden. © Imago
Zwei reife Ölkürbisse im Beet.
Der steirische Ölkürbis wird mit zunehmendem Reifegrad gelb-orange und wird für das gleichnamige Kürbiskernöl verwendet. © Imago
Viele geerntete Eichelkürbisse nebeneinander.
Im reifen Zustand ist der Eichelkürbis sehr hart und sollte nur noch als Dekoration verwendet werden.  © Olga Gillmeister/Imago
Mehrere Patisson-Kürbisse auf einem Haufen.
Der flache Patisson-Kürbis wird aufgrund seiner Form auch als Ufo-Kürbis bezeichnet. © Jochen/Imago
Orange-grüne Spaghetti-Kürbisse.
Der Spaghetti-Kürbis zeichnet sich durch seine ovale Form und sein mildes Aroma aus. © Cornelia Pithart/Imago
Ein halbierter Hokkaido-Kürbis auf einer Holzunterlage.
Die Schale des Hokkaidos ist besonders dünn und kann problemlos mitgegessen werden. © Stock&people/Imago
Mehrere Butternuss Kürbisse.
Ob als Suppe oder aus dem Ofen: Der Butternuss-Kürbis ist lecker und kann wie der Hokkaido mit Schale zubereitet werden. © Imago
Ein Bauer, der einen langen Kürbis trägt.
Die Sorte Langer von Neapel hat besonders wenig Kerne.  © Mint Images/Imago
Ein dunkelgrüber Muskatkürbis in einem Feld.
Der Muskatkürbis trägt seinen Namen, weil sein Geschmack an das gleichnamige Gewürz erinnert. © Manfred Ruckszio/Imago

Wie Zentrum der Gesundheit berichtet, enthalten Kürbisblätter so gut wie keine Oxalsäure, weshalb sie als gut verträglich gelten und man das Kochwasser bei der Zubereitung nicht wegschütten müsse.

Rubriklistenbild: © Gianna Schade/Imago

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