Witzige Interpretationen

Ortskennungen auf Auto-Kennzeichen: Wie die Abkürzungen verspottet werden

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Die Ortskennung auf dem Kennzeichen ist oft Ziel des Spotts anderer Autofahrer. Wer aus Offenbach kommt, fährt demnach ohne Führerschein.

Ohne Nummernschild geht im Straßenverkehr gar nichts. In Deutschland gibt es verschiedene Kennzeichentypen – je nach Anlass, Dauer und Alter des Autos. Die meisten davon beginnen mit dem Unterscheidungszeichen, das aus bis zu drei Buchstaben besteht und zeigt, wo das Auto zugelassen ist. Ausnahmen sind Diplomatenkennzeichen oder Nummernschilder, die bei der Bundeswehr eingesetzt werden. Ähnlich wie bei den bestimmten Automodellen wird die Ortskennung vielerorts genutzt, um einander zu verspotten.

Das Ganze ist natürlich von der jeweiligen Region abhängig, auch wenn so manche Interpretation des Unterscheidungszeichens auf dem Kennzeichen überregional bekannt ist. Auf die Frage, wie man in Frankfurt dreimal durch die Fahrprüfung fällt, dürfte man auch außerhalb der Bankenmetropole die richtige Antwort hören. Ein Kennzeichen mit OF – also ohne Führerschein. In Wahrheit steht OF natürlich für Offenbach.

Wer mit einem Hamburger-Kennzeichen unterwegs ist, dem wird oft ein halbes Hirn unterstellt. (Symbolbild)

Kfz-Kennzeichen: Lustige Ortskennungen – so werden die Unterscheidungszeichen verspottet

In Frankfurt ist man da natürlich anderer Meinung, immerhin ist man auf die Nachbarstadt ähnlich gut zu sprechen wie ein Düsseldorfer auf Köln. Doch auch die Frankfurter kommen nicht besser weg. Das F auf dem Kennzeichen steht laut manchem Autofahrer für Farbenblind. Ein Glück, dass die Ampeln auch in Frankfurt oben Rot und unten Grün zeigen.

Unbekannte Verkehrszeichen? Ob Sie die Bedeutung von allen Schildern kennen?

StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Das Verkehrszeichen für den Überholverbot dürfte allen Autofahrern bekannt sein. Dieses neue Straßenschild ist eine Abwandlung dessen. Es gilt explizit als Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen. Das bedeutet in Straßenabschnitten, die mit diesem Verkehrszeichen ausgeschildert sind, dürfen mehrspurige Fahrzeuge (Autos, LKWs) keine Motorräder oder Fahrräder überholen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch dieses Straßenschild dient dem Schutz von Fahrradfahrern. Es markiert einen Bereich, der als Fahrradzone gilt. Das bedeutet für Autofahrer, dass sie ab diesem Schild maximal mit Tempo 30 km/h fahren dürfen. Außerdem dürfen sie den Radverkehr weder gefährden noch behindern. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mal Hand aufs Herz: Vermutlich haben viele Radfahrer ohnehin von dieser Regelung Gebrauch gemacht - auch wenn sie bislang als Verstoß gewertet wurde. Jetzt ist das rechts Abbiegen an einer roten Ampel offiziell erlaubt - zumindest dort, wo der Grünpfeil für Radfahrer das kennzeichnet.  © Bundesanstalt für Straßenwesen
Abbiegepfeil für Autofahrer
Das gleiche Verkehrszeichen gibt es seit geraumer Zeit auch für Autofahrer. Doch es herrscht weiterhin noch viel Unwissenheit unter den Verkehrsteilnehmern bezüglich des Grünpfeils. Denn korrekterweise muss man sich hierbei wie bei einem Stoppschild verhalten. Das bedeutet, das Fahrzeug muss zunächst vollständig anhalten und laut Straßenverkehrsordnung mindestens drei Sekunden stehenbleiben. Erst dann darf man bei einer roten Ampel rechts abbiegen, sofern kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wird. Die gleichen Regelungen gelten auch für Radfahrer.  ©  Malte Christians/dpa (Archivbild)
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Dieses Verkehrszeichen kennzeichnet Radschnellwege unabhängig von der Beschaffenheit der Straße. Zum Beispiel bei sandigen Straßen soll so kenntlich gemacht werden, dass es sich um einen Radschnellweg handelt. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mit diesem Straßenschild sollen künftig Bereiche für Lastenfahrräder freigehalten werden, wie etwa Parkbereiche, Abstellflächen oder Ladezonen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Fahrzeuge von Carsharing-Diensten müssen mit dieser Plakette an der Windschutzscheibe klar erkennbar sein. Der Firmenname sowie das Kennzeichen müssen darauf zu sehen sein.  © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
PKWs, LKWs, Fahrräder, Fußgänger: Die meisten Verkehrsteilnehmer haben ein entsprechendes Sinnbild für Verkehrszeichen. Ab sofort gibt es auch eins für Fahrgemeinschaften. Allerdings gibt es noch keine Bereiche, wo dieses zum Einsatz kommen könnte. Ähnliches gilt beim folgenden Verkehrsschild. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch Carsharing-Fahrzeuge bekommen ein eigenes Sinnbild. Es soll unter anderem in Parkbereichen eingesetzt werden, die für Carsharing-Autos bestimmt sind. © Bundesanstalt für Straßenwesen
Speedmarathon in Baden-Württemberg
Temposünder und Falschparker müssen davon abgesehen seit 9. November 2021 tiefer in die Tasche greifen. Der erneuerte Bußgeldkatalog sieht härtere Strafen vor: Wer beispielsweise innerorts 16 bis 20 Kilometer pro Stunde (km/h) zu schnell fährt und geblitzt wird, der zahlt 70 Euro statt wie früher 35 Euro. Höhere Geldstrafen gibt es auch für jene, die verbotswidrig auf Geh- und Radwegen parken, unerlaubt auf Schutzstreifen halten oder in zweiter Reihe parken und halten. So kostet das Parken in zweiter Reihe nun 55 statt 20 Euro, noch teurer wird es, wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden. Neu ist außerdem eine Geldbuße von 55 Euro für unberechtigtes Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Carsharing-Fahrzeuge. © Uwe Anspach/dpa (Archivbild/Symbolbild)

Doch auch außerhalb Hessens haben es die Autofahrer nicht leicht, wenn sie die falsche Ortskennung auf ihrem Nummernschild haben. Wer aus dem Rhein-Erft-Kreis (BM) kommt, wird so schnell zum bereiften Mörder. Und aus dem Main-Tauber-Kreis (TBB) kommen tausend blöde Bauern.

Kfz-Kennzeichen: Lustige Ortskennungen – Ossi und Wessi verspotten einander

Manche Auslegungen des Unterscheidungszeichens klingen zunächst eigentlich gar nicht so schlimm, sind aber zutiefst sarkastisch gemeint. Der Lahn-Dill-Kreis (LDK) wird beispielsweise gerne als Land der Könige verschrien. Stade wiederum gilt als schönster Teil Deutschlands.

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Auch die Spaltung von Ost und West zeigt sich in den Verspottungen der Kennzeichen noch bis heute, wie der Spiegel berichtet. Wer aus Wolfsburg (WOB) kommt, ist beispielsweise ein Wessi ohne Bildung. Ein „Hirnlos rasender Ossi“ wiederum ist eigentlich ein Autofahrer aus Rostock (HRO). Natürlich bekommen aber auch andere Städte und Kreise ihr Fett weg. In der Liste finden sich einige der witzigsten Ideen.

Stadt/KreisKennzeichenBedeutung
ArnstadtARN \tAußer Ruinen Nichts
AschaffenburgABAchtung Bayer
AhrweilerAW Armer Winzer
BöblingenBBBin blind
Braunschweig\tBSBald Schrott
BonnBNBerlin, Nebenstelle
CosfeldCOEChaos ohne Ende
Lüchow-Dannenberg\tDANDie armen Nachbarn
DürenDNDoofe Nuss
Enneppe-Ruhr-Kreis\tENEuropas Nieten
Fulda FDFahrer döst
GermersheimGERGauner, Einbrecher, Räuber
HamburgHHHalbes Hirn
HeilbronnHNHohle Nuss
KoblenzKOKeine Orientierung
Main-Taunus-KreisMTKMülltonnenkutscher
PaderbornPBPausenlos Besoffen

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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