Vorsicht zur Erntezeit: Bauernglatteis stellt eine Gefahr für Autofahrer dar
VonSimon Mones
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Bis uns echtes Glatteis auf den Straßen droht, ist noch ein wenig Zeit. Doch auch ohne Kälte und Schnee kann manche Land- zur Rutschpartie werden.
Rutschige Straßen gibt es nicht nur im Winter. Auch zur Erntezeit sollten Autofahrer in ländlichen Gegenden mit Bauernglatteis und Hopfenspikes rechnen. Vor allem auf sichtbar schmutzigen Straßen heißt es dann langsam und aufmerksam fahren.
Während der saisonalen Feldarbeiten hinterlassen Erntemaschinen und Traktoren – die meist grüne Kennzeichen haben – oftmals Spuren auf dem Asphalt. Wenn Erdklumpen von Pflug, Maishäcksler oder Rübenroder herunterfallen und Regen hinzukommt, kann sich sogenanntes „Bauernglatteis“, das die Straße rutschig macht.
Hopfenspikes werden zur Gefahr für die Reifen
Ähnlich gefährlich sind die sogenannten Hopfenspikes: Haltedrähte, die mit den Hopfenreben in ein bis zwei Zentimeter lange Stücke gehäckselt und als Düngerbeimischung zurück auf die Äcker gebracht werden. Fallen sie beim Transport auf die Straße, können sich die Nadeln in Reifen bohren und Schäden verursachen.
Fahren landwirtschaftliche Arbeitsgeräte langsam auf öffentlichen Straßen, gilt für Autofahrer besondere Vorsicht, vor allem beim Überholen. Blinkende und abbiegende Traktoren sollten am besten gar nicht überholt werden, denn die Gespanne können weit ausscheren und plötzlich den Weg versperren. Auch bei einer schlecht einsehbaren Strecke verzichtet man besser auf das Überholen, vor allem, wenn man die Fahrzeuglänge des Traktors mit Anhänger nicht richtig einschätzen kann.
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Doch auch ohne Bauerglatteis kann es auf den Straßen auch in den warmen Jahreszeiten rutschig werden. Im Juni und Juli sind Temperaturstürze möglich. Zusammen mit kalten Winden kann es dann zu überfrierender Nässe kommen. Deshalb gelten Tempolimits mit der Schneeflocke auch das ganze Jahr über. (Holger Holzer/SP-X)