Natürlicher Kreislauf

Laub nicht in Biotonne entsorgen: Drei sinnvolle Alternativen, was Sie mit Laub machen können

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Aus dem Herbstlaub lassen sich neue Nährstoffe für die Beete gewinnen.
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Das Laub aus dem Garten sollte man nicht entsorgen, denn es ist wirklich nützlich. Also ran an den Rechen und die Blätter einfach weiterverwerten. Hier sind drei sinnvolle Alternativen.

Gerade im Herbst stehen noch einige Gartenarbeiten an, um auf den Beeten und im Rasen für den Winter klar Schiff zu machen. Wer viele Sträucher oder Bäume in der Nähe hat, sollte sich auch um das heruntergefallene Laub kümmern, damit der Rasen nicht leidet. Es wäre jedoch viel zu schade, die Blätter in der Biotonne zu entsorgen, wenn man damit Nützlingen und dem Boden noch Gutes tun kann.

Laub gehört nicht in die Biotonne: Drei bessere Ideen

Den Garten im Kreislauf der Natur zu bewirtschaften, bringt viele Vorteile mit sich. So ist das Laub beispielsweise ein guter Winterschutz für Tiere und Pflanzen. Und wenn die Blätter verrotten, geben sie wiederum Nährstoffe an die Erde ab, die der Boden bzw. Gemüse oder Blumen im nächsten Jahr wieder benötigen.

Der Naturschutzbund Deutschland hat daher einige sinnvolle Ideen für das Herbstlaub:

  • Auf den Kompost: Aus den Blättern wird wertvoller Humus – ideal, wenn man es abwechselnd mit Fallobst einschichten kann.
  • Heimat für Nützlinge: Als großer Laubhaufen zusammengekehrt finden dort viele Tiere wie Erdkröten, Igel oder Insekten Unterschlupf.
  • Als Mulch nutzen: Guter Frostschutz und Nährstoffe für Gemüsebeete, Kräuter, Stauden und (Beeren-)Sträucher. Zunächst ist als Windschutz eine zusätzliche Abdeckung aus Reisig, Draht oder Mist sinnvoll. Im späten Winter werden die Blattreste dann in die Erde eingearbeitet.

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Selbst gemachte Laubkörbe statt Kompost

Wer keinen Kompost hat, dem empfiehlt Mein schöner Garten selbst gemachte Laubkörbe aus Maschendraht. Dafür einfach zwei Enden zu einem standfesten Durchmesser miteinander verdrahten und im Garten aufstellen. Das Laub hineinschichten und nach einem Jahr einen – allerdings recht relativ nährstoffarmen – Kompost „ernten“.

Herbst im Garten: Die zehn schönsten Pflanzen in Gelb, Orange und Rot

Gelbe Blätter eines Ginkgobaumes.
Der Ginkgo (Ginkgo biloba) stammt aus China und wird bis zu 40 Meter hoch.  © M. Henning/Imago
Eine Zaubernuss mit orangefarbenen Blättern.
Der Name ist bei der Zaubernuss (Hamamelis) Programm: Mit ihren hübschen Blättern von Gelb bis Karminrot verzaubert der Baum von Herbst bis in den Winter hinein. © lianem/Imago
Blatt des Essigbaum (Rhus typhina) in Herbstverfärbung.
Saure Blätter und gesunde Beeren charakterisieren den Essigbaum (Rhus typhina).  © Harry Laub/Imago
Nahaufnahme eines Japanischen Ahorns mit gelben Blättern.
Was wäre der Herbst ohne den Japanischen Ahorn (Acer)? Der hübsche Baum liebt einen sonnigen Standort. © Jochen/Imago
Wilder Wein an einer Hausfassade.
Der Wilde Wein (Parthenocissus quinquefolia) gehört zu den Kletterpflanzen und kann bis zu 50 Jahre alt werden. © H. Baesemann/Imago
Eine Apfelbeere mit roten Blättern.
Die Apfelbeere (Aronia) ist für ihre leckeren und gesunden Beeren bekannt.  © Hans-Roland Müller/Imago
Eine Felsenbirne zwischen einer Hecke.
Die Früchte der Felsenbirne (Amelanchier) sind essbar.  © Gottfried Czepluch/Imago
Eine Schönfrucht mit lilafarbenen Früchten.
Die im Herbst erscheinenden Beeren der Schönfrucht (Callicarpa dichotoma) sind zwar schön, aber giftig.  © Hans-Roland Müller/Imago
Nahaufnahme einer Blutberberitze.
Die Blätter der Berberitze (Berberis) erstrahlen im Herbst in tiefem Rot, Orange oder Violett. © IMAGO/Gottfried Czepluch
Die Laubfärbung beim Amerikanischen Amberbaum im Herbst.
Der Amberbaum (Liquidambar) verfärbt sich im Herbst besonders schön. © Gottfried Czepluch/Imago

Walnuss- und Eichenblätter verrotten laut dem NDR Fernsehen nur sehr langsam, daher sollte man diese nicht in größeren Mengen kompostieren oder einschichten.

Besonders schöne Blätter sind natürlich auch ein sehr gutes Bastel- und Anschauungsmaterial für Kinder.

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