Nach der Legalisierung

Anbau ist jetzt legal: Baumärkte wollen vorerst keine Cannabis-Samen und Pflanzen verkaufen

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Wer Gras anbauen will, könnte auch bei Hornbach, Bauhaus und Toom vorbeigehen. Warum sie in den Läden bis auf weiteres nicht fündig werden.

Royal Creamatic oder Green Gelato: Gras mit besonders farbigen Blüten oder doch dem Geschmack von Eis? Wer sich Cannabis-Samen kaufen will, steht online vor keiner einfachen Wahl. In Baumärkten werden die Deutschen dagegen nicht fündig. Auf die Teil-Legalisierung von Cannabis haben die sich bisher nicht speziell vorbereitet.

Eine Cannabis-Pflanze, wie sie bald auf vielen Balkonen Deutschlands stehen könnte.

Cannabis-Samen und Anbaumaterial fehlen im Sortiment von Baumärkten

Bis zu drei Pflanzen Cannabis können Erwachsene seit dem 1. April 2024 anbauen. Baumärkte verkaufen deshalb keine Cannabis-Samen, weil der Handel damit innerhalb Deutschlands vorerst verboten bleibt. Aber auch Anbaumaterial, wie spezielle Töpfe oder Lampen, gibt es noch nicht in den Baumärkten.

Die Teil-Legalisierung von Cannabis hat auf die Sortimentsgestaltung des Baumarkts Hornbach „keine Auswirkungen“. Auch Obi will sein Sortiment nicht anpassen. Toom teilt BuzzFeed News Deutschland, ein Portal von IPPEN.MEDIA mit: „Unsere (Garten)-Sortimentsplanung orientiert sich derzeit nicht an der Legalisierung von Cannabis.“ Wie es in Zukunft aussieht, bleibt offen.

Dies ist ein Artikel von BuzzFeed News Deutschland. Wir sind ein Teil des IPPEN.MEDIA-Netzwerkes. Hier gibt es alle Beiträge von BuzzFeed News Deutschand.

Bis auf weiteres keine Cannabis-Samen in Baumärkten

Auch Bauhaus teilt BuzzFeed News Deutschland mit, die Teillegalisierung von Cannabis habe gegenwärtig keinen Einfluss auf die aktuelle Sortimentsgestaltung und Cannabis sei somit als Samen- oder Pflanzware bis auf weiteres bei Bauhaus nicht erhältlich.

Wie es in den Baumärkten in ein paar Monaten aussieht, bleibt abzuwarten. Bis dahin müssen „Hobbygärtner“, wie ein Dealer gegenüber BuzzFeed News Deutschland private Cannabis-Anbauer bezeichnet, auf Online-Shops ausweichen. Die meisten haben ihren Sitz in den Niederlanden oder Spanien. Durch den Ansturm aus Deutschland kommt es bereits zu ausverkaufen Artikeln und Lieferverzögerungen um ein bis zwei Tage.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben eine frühere Version der Meldung um eine Stellungnahme von Bauhaus ergänzt, die die Berichterstattung präzisiert.

Rubriklistenbild: © IMAGO/KEVIN WHITLOCK/MASSILLON INDEPENDENT

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