VonSimon Monesschließen
In Ferienzeiten und an Wochenenden gibt es viele Staus auf der Autobahn. Doch was tun, wenn dem Elektroauto der Strom ausgeht?
Immer mehr Menschen greifen zum Elektroauto. Weltweit war das Tesla Model Y im ersten Quartal 2023 sogar das am meisten verkaufte Auto. Und auch in Deutschland haben sich die Absatzzahlen im Mai fast verdoppelt. Mit Blick darauf stellen sich vielen die Frage: Was tun, wenn man mit dem Stromer im Stau steht und der Akku zur Neige geht?
Elektroauto ohne Strom: ADAC testet mobile Ladegeräte
Eine Situation, die schon mit dem Verbrenner äußerst unangenehm ist. Doch hier lässt sich das Problem leicht lösen. Zu Fuß zur nächsten Tanke und einen Kanister Benzin oder Diesel holen. Alternativ kann auch der ADAC den dringend benötigten Sprit vorbeibringen.
Beim Elektroauto ist das nicht ganz so einfach. Strom von der Ladesäule zum Auto zu tragen, ist nicht ganz so einfach. Und die Powerbank, die man dafür bräuchte, dürfte wohl sehr groß ausfallen. Dennoch testet der ADAC „aktuell in einem Pilotprojekt mobile Ladegeräte, sogenannte E-Booster für deren Eignung im Einsatz der Pannenhilfe“, wie eine Sprecherin des Autoklubs der BILD sagte. So sollen liegen gebliebene Autos aus eigener Kraft zur nächsten Lademöglichkeit kommen, ohne die Hilfe eines Abschleppwagens zu benötigen.
Leere Akkus nur in seltenen Fällen Pannengrund bei Elektroautos
Die ADAC-Sprecherin machte aber auch klar: „Leere Fahr-Akkus waren nur in den wenigsten Fällen Pannenursache. Bei Verbrennern sind leere Tanks ebenso eine eher seltene Pannenursache.“ Das ein Stromer im Stau liegen bleibt ist also sehr unwahrscheinlich, auch dann, wenn der Akkustand niedrig ist. Denn ein Elektroauto verbraucht im Stau im Sommer nur wenig Strom. Daher seien diese eher unkritisch. „Aber generell sollte man, gerade wenn man mit dem E-Auto zur Urlaubs- und damit zur Stauzeit unterwegs ist, gut planen – wie beim Verbrenner auch.“
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Um dem Ernstfall vorzubeugen, empfiehlt der ADAC, sich schon im Vorfeld der Reise über „Ladestationen entlang der geplanten Strecke zu informieren, sie sich zu merken und die Reise entsprechend zu planen“. Ratsam sei es, solche mit mehreren Ladepunkten zu bevorzugen. „Viele moderne E-Fahrzeuge übernehmen in ihren eingebauten Navigationssystemen die Ladestopp-Planung automatisch. Ein ausreichend großer Reichweitenpuffer für unvorhersehbare Ereignisse wird dabei einkalkuliert“, erklärt die Sprecherin.
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Und wenn der Strom dennoch knapp wird und der Akkustand auf null Prozent fällt? Ruhig bleiben, denn die meisten Autos haben ein Notfallpuffer und fahren dennoch mit eingeschränkter Geschwindigkeit weiter. Damit kann oftmals die nächste Ladesäule erreicht werden. Diese Notfallreserve sollte jedoch nur im absoluten Notfall in Anspruch genommen werden, um ein liegenbleiben zu verhindern. „Falls es doch dazu kommt, gilt, wie in allen Pannenfällen: Warnblinker an, Seitenstreifen oder Haltebucht anfahren, Warnweste anziehen, hinter die Leitplanke und den ADAC rufen.“
Rubriklistenbild: © Arnulf Hettrich/Imago

