Hersteller teilt mit

Schimmelpilz-Gift in Produkten entdeckt: Bundesweiter Reis-Rückruf bei Lidl

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Ein Mann geht mit seinem Einkaufswagen in einer Lidl-Filiale an Regalen mit Sansibar und Deluxe-Produkten vorbei. (Symbolbild)
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Discounter-Riese Lidl informiert über einen aktuellen Rückruf: In verschiedenen Reis-Packungen können sich Schimmelpilz-Gifte befinden.

Pappendrecht – Sowohl Basmati- als auch Langkorn-Reissorten werden aktuell zurückgerufen. Verkauft worden sind sie offenbar bundesweit beim Discounter Lidl. Auch das Bundesamt für Verbraucherschutz machte auf den Rückruf aufmerksam.

Reis-Rückruf bei Lidl – Mehrere Sorten betroffen

Informiert hatte über den Rückruf aber der niederländische Hersteller Van Sillevoldt Rijst B.V. selbst. Er ruft laut einer Mitteilung vom 9. November sowohl seinen „Golden Sun Basmati Reis, 1 kg“, als auch den „Golden Sun Langkorn Spitzenreis im Kochbeutel, 1 kg“ zurück. Allerdings sind lediglich Packungen mit bestimmten Haltbarkeitsdaten von dem Rückruf betroffen. Diese finden Sie hier:

Golden Sun Basmati Reis, 1 kgGolden Sun Langkorn Spitzenreis im Kochbeutel, 1 kg
07.01.202310.05.2023 - 12.05.2023
08.01.202317.05.2023 - 21.05.2023
18.01.2023 - 20.01.202325.05.2023, 26.05.2023
07.06.2023, 08.06.2023

Grund für den Rückruf ist nach Herstellerangaben, dass in den betroffenen Reis-Produkten erhöhte Aflatoxingehalte festgestellt worden sind. Bei diesen handelt es sich demnach um Schimmelpilzgifte, sogenannte Mykotoxine, die von den Schimmelpilzarten Aspergillus flavus und Aspergillus parasiticus produziert werden.

Der Hersteller Van Sillevoldt Rijst B.V. ruft mehrere Reis-Produkte zurück.

Schimmelpilz-Gift in Reis: Sie gehören zu „den stärksten in der Natur vorkommenden Giften“

Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung gehören sie zu „den stärksten in der Natur vorkommenden Giften und krebserzeugenden Stoffen“. Auch ein Abkochen hilft demnach nicht. Die Aflatoxine sind hitzestabil und werden dabei nur zu einem Teil zerstört.

Auch der Reis-Hersteller verweist darauf, dass die Gifte bei „langfristiger Aufnahme eine leber- und nierenschädigende Wirkung haben können“. Deshalb sollten Kunden die Produkte auf keinen Fall essen.

Schlechte Angewohnheiten können Ihre Leber zerstören

Frau geht joggen
Sport unterstützt den ­Stoffwechsel und kann Leberfett abbauen. Durch eine Fettleber steigt die Gefahr, Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Auch Herz-Kreislauf-Krankheiten werden durch eine verfettete Leber gefördert.  © Angel Santana Garcia/Imago
Weiße und rote Pillen liegen auf einer Fläche
Manche Medikamente, wie zum Beispiel Paracetamol, werden über die Leber abgebaut. Daher sollten Sie, wenn Sie Arzneien zu sich nehmen, stets den Beipackzettel studieren. Besonders dann, wenn Sie infolge der Einnahme unter Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder sogar Oberbauchbeschwerden leiden. Dann sollten Sie besser zu Ihrem Hausarzt gehen und checken lassen, ob es von den Medikamenten kommen könnte. © Imago
Sympolbild: Mann mit nacktem Oberkörper und großem Bauchumfang steht am Strand mit einer Entenmaske auf dem Kopf
Übergewicht bringt meist schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich: Von Diabetes, über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu einer Leberverfettung. Denn überschüssiges Fett wird aus Ermangelung an Platz nicht nur in den Depots unter der Haut gelagert, sondern auch um die inneren Organe herum. Das sogenannte viszerale Fett soll Studien zufolge hochaktiv sein und Entzündungen an Leber und Co. auslösen können. Wer allerdings regelmäßig Sport treibt, der beugt Übergewicht und damit einer Leberschädigung vor. © Oscar Carrascosa Martinez/Imago
Toast mit Margarine-Flocken
Sie befinden sich in Burger, Kekse oder auch in der ach so gesunden Margarine: die Transfettsäuren. Dabei handelt es sich um künstliche Fette in stark verarbeiteten Lebensmitteln, welche bei übermäßigem Verzehr schnell zu Übergewicht führen können. Das haben jetzt auch Ernährungswissenschaftler erkannt – seitdem stehen sie in Verruf. Wer also in Zukunft darauf verzichten will, sollte stets auf die Zutatenliste einer Ware achten. Schließlich müssen die Transfettsäuren durch den Hinweis „…-Öl, zum Teil gehärtet“, gekennzeichnet sein. © Imago
Mann trägt Sixpacks: Cola und Fanta
Cola, Limo und Co. stehen schon lange in Verruf, dick zu machen. Außerdem enthalten diese oftmals den vermeintlich gesunden Fruchtzucker. Doch zu viel des Guten plus etwaiges Übergewicht sorgt für eine doppelte Vergiftung der überforderten Leber. Die Folge: eine nichtalkoholische Fettleber. Wenn sich diese zusätzlich entzündet, kann am Ende sogar eine Leberzirrhose drohen. © Michael Gstettenbauer/Imago
Frauen essen Wassermelone
Im Gegensatz zu Glukose muss Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, erst in der Leber umgewandelt werden, damit es als Energielieferant den Zellen zur Verfügung stehen kann. Wer allerdings zu viel Fruchtzucker in Form von Obst isst, der soll Studien zufolge sogar eine Fettleber riskieren. Experten raten daher zu maximal 25 Gramm Fruktose pro Tag. Zum Vergleich: In 100 Gramm Apfel stecken bereits rund sechs Gramm Fruktose. © Imago

Verkauft worden sind die betroffenen Sorten bei Lidl und das offenbar in ganz Deutschland. Der Discounter hat den Reis schon aus den Regalen genommen. Kunden, die die Produkte zuvor bereits gekauft hatten, können sie in allen Lidl-Filialen zurückgeben. Sie bekommen auch ohne Kassenzettel ihr Geld zurück.

Ebenfalls gewarnt wird aktuell vor einem Fitness-Riegel von Seitenbacher. Der Rückruf läuft auch hier.

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