Nicht nur Maggi

Liebstöckel ab April ins Freiland säen

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Liebstöckel ist ein wahres Superfood, das bei Krankheiten wie Gicht und Rheuma helfen kann. Anbauen lässt sich das Kraut auch ganz einfach im heimischen Garten.

Liebstöckel kennen viele wahrscheinlich vom Geschmack, jedoch nicht unbedingt als Würzkraut an sich. Liebstöckel kommt gerne in Suppen und ist den meisten wahrscheinlich durch „Maggi“ bekannt, denn es heißt umgangssprachlich auch „Maggikraut“. Doch auch reiner Liebstöckel hat so einiges drauf und ist gut für den Körper.

Liebstöckel: Gesundes und leckeres Würzkraut aus dem Garten

Liebstöckel eignet sich nicht nur als Würzkraut.

Liebstöckel ist wie auch die Brennnessel ein wahrer Allrounder unter den Gartenpflanzen. Levisticum officinale ist eine Staude, die bis zu zwei Meter hoch werden kann. Liebstöckel blüht in den Sommermonaten Juli und August, gehört zu den Doldenblütlern und kommt aus Vorderasien. Früher galt Liebstöckel auch als Aphrodisiakum, ebenso wie zahlreiche andere Pflanzen.

Geschmacklich erinnert Liebstöckel etwas an Sellerie. Reine Liebstöckel-Blätter haben aber auch einiges zu bieten und passen zu vielen Speisen.

Die Vorteile von Liebstöckel für die Gesundheit:

  • harntreibend: Daher gut bei Blasenentzündungen geeignet
  • krampflösend
  • schmerzstillend
  • kann bei Gicht und Rheuma helfen
  • hilft gegen Blähungen
  • hilft gegen Halsschmerzen und Fieber
  • enthält ätherische Öle
  • enthält Bitterstoffe und Gerbstoffe: Diese haben eine positive Wirkung auf die Verdauung
  • enthält Vitamin C, E, Mangan, Kalzium, Kalium und vieles mehr

Die Anwendung ist dabei unterschiedlich, Tee beispielsweise hilft bei Halsschmerzen. Da Liebstöckel auch ohne den Zusatz von Salz schon intensiv im Geschmack ist, kann er Salz überflüssig machen. Jedoch sollten Liebstöckel-Fans es nicht übertreiben, denn enthaltene Furanocumarine können in größeren Mengen die Haut sensibler für Sonnenstrahlen machen.

Einige andere Einsatzbereiche wie etwa Blähungen erfordern nicht die Liebstöckel-Blätter, sondern seine Wurzeln. Bestenfalls informieren Sie sich also beim Apotheker oder Kräuterladen des Vertrauens über geeignete Präparate.

Die besten Lufterfrischer: Zehn Zimmerpflanzen, die einen tollen Duft verbreiten

Eine Gardenie mit weißer Blüte.
Der Duft von Gardenien gilt als besonders beruhigend. Die hübsche Pflanze eignet sich somit perfekt für das Schlafzimmer. © Imago
Nahaufnahme einer Patchoulipflanze.
Patchouli duftet nach süßlichem Moschus. Die Pflanze hat große Blätter und benötigt viel indirektes Licht. © Sorsillo/Imago
Nahaufnahme einer Salbeipflanze.
Salbei hat besonders intensiv duftende Blätter. Bedenken Sie, dass der Echte Salbei (Salvia officinalis) bis zu einem Meter hoch wachsen kann.  © Alex9500/Imago
Lavendel im Topf.
Lavendel riecht nicht nur gut; sein Aroma gilt auch als natürliches Hausmittel gegen Mücken und Spinnen.  © Cerrophotography/Imago
Nahaufnahme einer Pfefferminze mit Wasserperlen.
Die Minze muss nicht in die Küche verbannt werden – auch im Zimmer fühlt sie sich wohl, wenn sie einen hellen Standort hat und die Luft nicht zu trocken ist. © Arterra/Imago
Gelb blühender Jasmin.
Nicht umsonst ist der betörende Duft von Jasmin in vielen Parfums enthalten. Die Pflanze mag es hell und sonnig. © Imago
Lorbeer im Sonnenlicht.
Lorbeer verströmt einen herb-würzigen Duft. Zudem reguliert die Pflanze die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. © M. Kuehn/Imago
Grüne Blätter einer Basilikumpflanze.
Mit Basilikum als Zimmerpflanze können Sie nicht nur Gerichte verfeinern, das Kraut verleiht dank der enthaltenen ätherischen Öle auch Ihrer Wohnung einen frischen Duft. © Michael Malorny/Imago
Rosa blühende Hyazinthen.
Hyazinthen verströmen einen süßlich-intensiven Geruch, der nicht nur beim Menschen ankommt – auch Insekten werden von der Pflanze angezogen.  © Balang/Imago
Rosmarin im Topf.
Mit seinem leicht herben Geruch verleiht Rosmarin nicht nur Gerichten ein mediterranes Aroma.  © Gudrun Krebs/Imago

Liebstöckel: So wird er angebaut

Vor allem aber dient Liebstöckel noch immer als Würzkraut in der Küche. Auch für Allergiker ist Liebstöckel eine beliebte Alternative zur meist problematischen Gemüsebrühe. Wer damit Suppen würzen oder daraus Pesto und eine Würzpaste selbst machen will, sollte die Staude selbst anbauen.

Diese Bedingungen braucht Liebstöckel im Garten:

  • Standort: Sonnig oder halbschattig; neutraler oder leicht saurer, nährstoffreicher Boden
  • Boden: Eher feucht und kalkhaltig
  • Maximale Höhe: Bis zu zwei Meter
  • Winterhart: Ja
  • Aussaat: Ab Februar als Vorzucht im Gewächshaus oder Ende April ins Freiland
  • Dünger: Kompost im Herbst, Pflanzenjauche zur Stärkung im Frühjahr

Geerntet wird abhängig von den gewünschten Pflanzenteilen. Blätter können Sie schon jung ernten, bestenfalls vor der Blüte. Samen dagegen erst im Spätsommer. Auch Wurzeln können geerntet und verarbeitet werden, jedoch sollte die Pflanze dafür mindestens drei Jahre alt sein. Geerntet wird im Herbst.

Rubriklistenbild: © Virginija Vaidakavic/Imago

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