Lieferketten-Probleme

Lieferzeiten bei Autos: Welche Neuwagen aktuell relativ schnell verfügbar sind

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Wer einen Neuwagen konfiguriert, muss darauf momentan teils relativ lange warten. Doch es gibt auch einige verhältnismäßig flott lieferbare Fahrzeuge.

Im Grunde ist alles immer eine Frage der Perspektive. Wer beispielsweise in der DDR einen Wartburg oder einen Trabant kaufen wollte, der brauchte vor allem eines: Geduld. Eine Wartezeit von mehreren Jahren für einen Neuwagen war dort völlig normal. Begeistert war darüber wohl niemand. Da geht es heutzutage dann doch deutlich schneller – auch, wenn in den zurückliegenden Jahren ebenfalls wieder etwas mehr Wartezeit einzuplanen war. Hauptgründe sind immer noch die Folgen der Corona-Pandemie sowie des Ukraine-Kriegs. Nach wie vor beschäftigt die Hersteller der Chipmangel sowie andere Verzögerungen in den Lieferketten.

Lange Lieferzeiten für Neuwagen: Was sind die Alternativen?

Bei vielen Modellen liegen die Lieferzeiten momentan bei weit über einem Jahr. Wer schneller an ein Auto kommen möchte, hat nun mehrere Möglichkeiten: Man greift zu einem bereits beim Händler stehenden Neuwagen – oder vielleicht sogar zu einem wenig gefahrenen Gebrauchtwagen. Der Nachteil liegt auf der Hand: Hier muss man nehmen, was gerade verfügbar ist. Wer also auf eine spezielle Farbe oder ein bestimmtes Ausstattungsdetail Wert legt, muss möglicherweise sehr lange suchen.

Das sind die zehn meistgebauten Elektroautos Europas

Ein Renault Zoe
Platz 10 – Renault Zoe: Der französische Stromer ist inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen, dennoch gehört der Renault Zoe auch im Jahr 2022 noch zu den meistproduzierten Elektroautos Europas. © Renault
Ein Audi e-tron
Platz 9 – Audi e-tron: Der erste reine Stromer von Audi gehört auch 2022 zu den meistgebauten E-Autos in Europa. Das Foto zeigt die Sportback-Variante. © Audi
Mehrere Tesla Model Y in Grünheide
Platz 8 – Tesla Model Y: Für den europäischen Markt wird das Tesla Model Y in der Gigafactory in Grünheide bei Berlin gebaut – und es reicht für den achten Platz im Produktions-Ranking. © IMAGO/Jochen Eckel
Ein Audi Q4
Platz 7 – Audi Q4: Ein weiterer Audi gehört zu den meistproduzierten E-Autos Europas: Der Q4 wird wie einige weitere Stromer des VW-Konzerns in Zwickau gefertigt. © Audi
Ein Hyundai Kona
Platz 6 – Hyundai Kona: Ein Koreaner hat es ebenfalls unter die zehn meistproduzierten E-Autos Europas geschafft – der Hyundai Kona wird im tschechischen Hyundai-Werk in Nosovice gebaut. © Hyundai
Ein Peugeot e-208
Platz 5 – Peugeot e-208: Mit dem Peugeot e-208 hat es ein Fahrzeug aus dem Stellantis-Konzern auf den fünften Platz geschafft. © Peugeot
Ein Skoda Enyaq
Platz 4 – Skoda Enyaq: 50.765 Einheiten des Skoda Enyaq verließen im Jahr 2022 das Werk in Tschechien – das reicht für den vierten Platz im europäischen Elektroauto-Produktionsranking. Das Foto zeigt die RS-Version des Stromers. © Skoda
Ein VW ID.3
Platz 3 – VW ID.3: Die Elektro-Kompaktlimousine VW ID.3 wird in Zwickau gebaut – 52.229 Exemplare rollten im Jahr 2022 dort vom Band. © Volkswagen
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4: Auch den zweiten Platz belegt ein Volkswagen – der ebenfalls in Zwickau produzierte ID.4 wurde 63.685 Mal gebaut. © Volkswagen
Ein Fiat 500e
Platz 1 – Fiat 500e: 66.325 Exemplare des italienischen Stromers liefen 2022 in Mirafiori vom Band – damit war er das meistgebaute E-Auto Europas. © Fiat

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Lieferzeiten für Neuwagen: Welche Modelle relativ schnell verfügbar sind

Doch es gibt auch Neufahrzeuge, die momentan (Stand Mai 2023) relativ kurze Lieferzeiten haben. Laut der Online-Neuwagenbörse Carwow sind folgende Modelle verhältnismäßig schnell verfügbar:

ModellLieferzeit
Ford Kugaab 5 Monate / im Schnitt 6 Monate
Dacia Sanderoab 5 Monate / im Schnitt 5 Monate
Skoda Karoqab 6 Monate / im Schnitt 7 Monate
Mercedes-Benz EQEab 4 Monate / im Schnitt 5 Monate
Toyota Yaris Crossab 5 Monate / im Schnitt 7 Monate
Tesla Model Y1 bis 5 Monate
Nissan Ariya6 Monate
Citroen e-C44 bis 5 Monate
VW T-Roc3 bis 9 Monate
Jaguar i-Pace4 bis 5 Monate
Peugeot e-2086 bis 7 Monate

Neuwagen konfigurieren: Wie sie die Lieferzeiten unter Umständen verkürzen lassen

Wie die Online-Neuwagenbörse weiter erklärt, könne man die Lieferzeit bei einigen Neufahrzeugen auch verkürzen – und zwar indem man auf bestimmte Ausstattungsdetails verzichte, deren Komponenten aktuell nur schwer zu bekommen sind. Dazu zählen laut Carwow unter anderem Zweifarben-Lackierungen, Allradantrieb, Leichtmetallfelgen, Assistenzpakete und Glasschiebedächer. Hier gilt es natürlich abzuwägen, wie viel einem der Verzicht auf eine bestimmte Option auf lange Sicht ist.

Wer unbedingt einen Neuwagen will – und dabei viel Geld sparen möchte, sollte über einen EU-Reimport nachdenken. Auch hier muss man aber unter Umständen Abstriche bei der Ausstattung machen.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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