Kräftig & deftig

Eben noch Unkraut, jetzt Löwenzahnsalat – ein einfaches Rezept

  • schließen

Gegen das ungewünschte Unkraut im Garten ist ein Rezept gewachsen: Ein Löwenzahnsalat mit Eiern und Speck-Chips ist gut für Appetit, Leber und Rasen.

So unbeliebt Löwenzahn als Unkraut im Garten auch ist, auf dem Teller kann es einem durchaus helle Freude bereiten. Gründlich herausgeputzt mit Eiern, kross ausgebratenem Bacon und einem kräftigen Dressing ist er eine angenehme Überraschung im Salatrepertoire. Damit der Löwenzahnsalat keine bittere Enttäuschung wird, sollten Sie bei der Zubereitung des Wildkrauts allerdings ein paar Dinge beachten.

Die richtige Vorbereitung ist das A und O für die Zubereitung

Ein Löwenzahnsalat mit Eiern und Speck-Chips verträgt ein kräftiges Dressing.

Löwenzahn enthält viele Bitterstoffe, das ist gut und schlecht zugleich. Positiv, weil sie den Fettstoffwechsel von Leber und Galle anregen und so die Verdauung fördern – zu diesem Zweck wird Löwenzahn auch als Tee getrunken. Außerdem ist das Wildkraut sehr appetitlich für Personen, die prinzipiell gerne bittere Salate und Gemüse wie Chicorée, Artischocken oder Radicchio essen. Wer es lieber milder mag, sollte bei der Ernte und Zubereitung des Löwenzahns etwas sorgfältiger vorgehen.

Um den Löwenzahnsalat etwas milder zu machen, sollten Sie die Blätter möglichst vor der Blüte ernten und bevorzugt nur jüngere Blättchen, da diese weniger Bitterstoffe enthalten. Lässt man die Blätter beim Waschen etwa 15 Minuten im kalten Wasser liegen, werden sie milder. Wenn Sie im Dressing ein Öl mit einem kräftigen Eigengeschmack wählen, nimmt das dem Löwenzahn auch etwas Intensität. Wer diese gerade liebt, sollte ein neutraleres Öl wählen.

Noch mehr spannende Gartenthemen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Zutaten und Zubereitung für den Löwenzahnsalat

Für den Löwenzahnsalat mit Eiern und Speck benötigen Sie folgende Zutaten (für 4 Personen):

  • 4 Eier
  • 250 g Löwenzahnblätter
  • 50-100 g Speck bzw. Bacon-Scheiben
  • 4 EL Rotwein- oder Kräuteressig
  • 6 EL Kürbiskernöl (ersatzweise geschmacksneutrales Öl)
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer

Für die Zubereitung die Eier in kochendem Wasser wachsweich oder hart garen, abgießen und etwas abkühlen lassen. Den Löwenzahn gründlich putzen, waschen und abtropfen lassen. Falls nötig, die Blätter in mundgerechte Stücke zupfen.

Den Speck in kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne ohne Fett knusprig rösten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das ausgetretene Fett in der Pfanne nach Wahl entsorgen oder später mit zum Salat geben.

Mini-Apotheke aus dem Garten: Zehn Heilpflanzen für kleine Wehwehchen

Dornige Hauhechel
Die Dornige Hauhechel kann als Tee die Beschwerden einer Blasenentzündung lindern.  © Chromorange/Imago
Herstellung von Ringelblumen-Salbe aus Blüten
Ringelblumensalbe ist leicht selbst herzustellen und ein gutes Hausmittel gegen Hautprobleme wie Ekzeme. © imagebroker/Imago
weiß blühender Katzenbart (Orthosiphon aristatum)
Ein hübscher Blütenstrauch, der für Blasen- und Nierenerkrankungen eingesetzt wird: Der Katzenbart, auch bekannt als Java-Tee.  © blickwinkel/Imago
rot blühende Indianernesseln (Monarda didyma)
Die prächtige Indianernessel oder Goldmelisse hilft als Tee gegen Übelkeit, Kopfschmerzen oder Einschlafstörungen. © blickwinkel/Imago
Mann sammelt Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria)
In den Blüten des Madesüß-Strauchs stecken ätherische Öle, die Salicylsäure enthalten und wie eine Kopfschmerztablette wirken.  © imagebroker/Imago
Ysop-Blüten
Bitterstoffe und Gerbstoffe im Ysop lindern Husten und Verdauungsbeschwerden. © blickwinkel/Imago
Salbeitee in Tasse mit Teesieb
Salbei-Tee aus getrockneten oder frischen Blättern hilft bei Entzündungen im Hals-Rachen-Raum und ist verdauungsfördernd. © imagebroker/Imago
Gelb blühendes Johanniskraut
Eine Zierde in jedem Garten – Johanniskraut wird bei Angst und nervöser Unruhe angewendet. © Shotshop/Imago
Fläschchen Lavendelöl und Lavendelblüten
Lavendelöl gilt als nervenstärkend bei innerer Unruhe und Stress. © Shotshop/Imago
Zistrose hat zarte, leicht zerknittert wirkende Blüten, die bei Bienen und Hummeln beliebt sind.
Zistrose ist ein Blickfang in jedem Garten und eine heilkräftige Pflanze.  © Imago

Die Eier pellen und vierteln. Essig, Öl und durchgepressten Knoblauch verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Löwenzahn in einer Schüssel mit dem Dressing mischen. Auf Teller verteilen und mit Eiern und Speck-Chips anrichten.

Sie sind ein Löwenzahn-Fan? Dann probieren Sie doch auch einmal ein würziges Löwenzahn-Pesto.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

Kommentare