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Eine kalte Wohnung kann zur Gesundheitsgefahr werden – vor allem für Babys und Senioren

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Die Heizkosten steigen, doch Babys und Senioren benötigen eine gewisse Raumtemperatur, um sich unter anderem vor Erkältungen zu schützen.

Die Heizung komplett auszuschalten, ist selbst in diesem Winter keine sinnvolle Option. Nicht nur wegen der dann ganz auskühlenden Wände der Wohnung oder des Hauses, sondern auch aus gesundheitlichen Aspekten. Besonders Babys und Senioren sind empfindlich, wenn es um Kälte geht und brauchen eine gewisse Raumtemperatur, um sich nicht einem zusätzlichen Infektionsrisiko auszusetzen.

Gefahr für Babys: Wie warm muss die Wohnung sein?

Babys brauchen eine Raumtemperatur von 23 Grad. (Symbolbild)

Babys sind besonders in den ersten Wochen ihres Lebens sehr hilflos und auf das wachsame Auge ihrer Eltern angewiesen. So können sie beispielsweise zu Beginn noch nicht zittern und bekommen keine Gänsehaut, wenn ihnen zu kalt ist. Frieren sie, können sie das ausschließlich durch Schreien mitteilen. Eltern sind also immer dazu angehalten, ihr Baby sorgfältig anzuziehen und auf eine ausreichende Zimmertemperatur zu achten.

Besonders wohl fühlen sich Babys in Räumen, die eine Temperatur zwischen 24 und 25 Grad Celsius haben. Da die meisten Räume aber etwas kühler sind und bei einer Temperatur zwischen 20 und 23 Grad Celsius liegen, brauchen Babys entsprechende Kleidung, um nicht zu frieren. Ein Body unter der normalen Kleidung des Babys schützt es beispielsweise schon gut vor Unterkühlung. Die Heizung diesen Winter herunterzudrehen, ist also nicht im Sinne des Babys. Wenn es irgendwie möglich ist, sollten Eltern versuchen, nicht an der Zimmertemperatur zu sparen.

Gefahr für Senioren: Kälteempfinden verändert sich im Laufe der Zeit

Aber Babys sind nicht die einzigen Menschen, die nicht in zu kalten Zimmern leben sollten. Senioren sollten ebenfalls darauf achten, diesen Winter die Heizung nicht zu stark herunterzudrehen. Zusätzlich ist es für sie wichtig, dass die Luftfeuchtigkeit im Zimmer nicht zu niedrig ist. Denn trockene Schleimhäute, wie es sie bei älteren Menschen häufig gibt, sind auch anfälliger für Krankheiten. Ein guter Mix aus ausreichender Temperatur und etwas erhöhter Luftfeuchtigkeit bewahrt viele Senioren im Winter vor einer Erkältung oder Schlimmerem.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16)
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © dpa
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Auslöser der Tuberkulose sind Bakterien (Mycobacterium tuberculosis)
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

Folgende Faustregel lässt sich festhalten: Je höher die Luftfeuchtigkeit ist, desto niedriger sollte die Raumtemperatur sein. Ein Beispiel: Bei 30 Prozent Luftfeuchtigkeit im Raum reicht eine Raumtemperatur von 22,5 Grad Celsius aus. Bei 60 Prozent Luftfeuchtigkeit ist sogar eine Raumtemperatur von 21 Grad Celsius in Ordnung. So fühlen sich ältere Menschen nicht nur körperlich wohler, sondern sparen zeitgleich auch noch Heizkosten. Elektrische Befeuchter eignen sich besonders gut zum Regulieren der Luftfeuchtigkeit. Von Wasserverdunstern sollten Nutzer lieber absehen, denn in ihnen entstehen leicht Schimmelpilze, wenn Bewohner sie nicht regelmäßig säubern.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © SePp/Imago

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