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Luxussteuer in Deutschland? Wann und warum es teuer werden kann

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Steuern und Abgaben können Preise für Luxusgüter nochmals in die Höhe treiben. Ein Überblick über die steuerlichen Belastungen in Deutschland.

Sparen für die Rente, ein großes Haus oder andere Luxusgüter, um sich etwas zu gönnen? Das kann teuer werden. In Deutschland gibt es zwar keine allgemeine Luxussteuer, die auf alle Luxusgüter erhoben wird. Es gibt aber verschiedene Steuern und Abgaben, die auf bestimmte Luxusgüter oder den Kauf von Luxusgütern erhoben werden. Die Regierung gibt sogar zu, dass Deutschland als Steuer-Standort nicht mehr konkurrenzfähig ist. echo24.de gibt einen Überblick über die Steuern in Deutschland und welche Auswirkungen sie auf Luxus haben.

Steuern in Deutschland: Deshalb kann Luxus teuer werden

  • Normverbrauchsabgabe (NoVA): Diese Steuer gilt für Neufahrzeuge und Motorräder und richtet sich nach dem Hubraum und dem CO₂-Ausstoß des Fahrzeugs, wie „Aurorevue.at“ erklärt. Sie kann als eine Art Luxussteuer für Autos angesehen werden, da Luxusautos oft höher besteuert werden.
  • Umsatzsteuer (MwSt.): Die reguläre Mehrwertsteuer in Deutschland von 19 Prozent gilt auch für Luxusgüter.
  • Erbschafts- und Schenkungsteuer: Diese Steuer fällt an, wenn Vermögen auf Erben oder Beschenkte übergeht. Sie kann für Erben und Beschenkte mit hohem Vermögen eine erhebliche Belastung darstellen, da sie auch auf den Wert von Luxusgütern wie Immobilien, Kunstgegenstände und Yachten erhoben wird.
  • Grunderwerbsteuer: Beim Kauf einer Immobilie, auch einer Luxusimmobilie, fällt eine Grunderwerbsteuer an, die an das Finanzamt zu zahlen ist. Die Höhe der Grunderwerbsteuer hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Sie kann zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises betragen, wie die „Volksbank Raiffeisenbank“ schreibt.
  • Kraftfahrzeugsteuer: Auch Luxusfahrzeuge unterliegen einer jährlichen Kraftfahrzeugsteuer, deren Höhe sich nach Hubraum und Schadstoffausstoß des Fahrzeugs richtet.

Eine Vermögensteuer, die auf das gesamte Vermögen, also auch auf Luxusgüter wie Immobilien, Kunstgegenstände und Yachten erhoben wird, gibt es in Deutschland derzeit nicht. Laut „MDR“ hat das Bundesverfassungsgericht die Vermögensteuer 1995 für verfassungswidrig erklärt, seitdem wird sie in Deutschland nicht mehr erhoben.

Aber es gibt weitere Steuern, unter anderem Verbrauchssteuern auf Luxusgüter oder deren Konsum in Deutschland. Neben der Kraftfahrzeugsteuer wird aber auch der Führerschein immer teurer und gilt bald als „Luxusgut“.

Verbrauchssteuern auf Luxusgüter und deren Konsum in Deutschland

  • Mineralölsteuer: Ein großer Teil des Kraftstoffpreises ist auf die Energiesteuer, früher Mineralölsteuer genannt, zurückzuführen. Diese beträgt pauschal 47 Cent pro Liter Diesel und 65 Cent pro Liter Benzin, wie „Elektromibiliät.NRW“ erläutert.
  • Tabaksteuer: Die Tabaksteuer erhöht den Preis von Zigaretten und anderen Tabakwaren, die oft als Luxusgüter angesehen werden. Sie beträgt für Zigarren und Zigarillos 5 Prozent des Kleinverkaufspreises oder 12 Euro je 1000 Stück oder je Kilogramm und für anderen Rauchtabak 20 Prozent des Kleinverkaufspreises oder 22 Euro je Kilogramm, wie die „Europäische Komission“ schreibt.
  • Alkoholsteuer: Auch Wein, Sekt und andere alkoholische Getränke gelten als nicht lebensnotwendig und werden durch die Alkoholsteuer verteuert. Pro Liter reinen Alkohols werden 13,03 Euro erhoben. Daraus ergibt sich, dass auf eine 0,7-Liter-Flasche mit 38 Volumenprozent Alkohol 3,47 Euro erhoben werden. Im Jahr 2022 soll der deutsche Staat rund 2,2 Milliarden Euro durch die Alkoholsteuer eingenommen haben, wie „Statista“ schreibt.

Obwohl es in Deutschland keine allgemeine Luxussteuer gibt, werden Luxusgüter durch verschiedene Steuern und Abgaben zusätzlich belastet. Die genaue steuerliche Belastung eines Luxusgutes hängt oft von seiner Art, seinem Wert und dem Bundesland ab, in dem es gekauft wird.

Hund, Katze, Maus und Pferd: So viel kosten die beliebtesten Haustiere im Laufe ihres Lebens

Ein Beagle liegt auf der Seite schlafend auf einem grauen Sofa.
Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren. Im Portemonnaie machen sich besonders die Kosten für Tierarztbesuche, beziehungsweise die Kranken- und OP-Versicherung, sowie Futterkosten und die Hundesteuer bemerkbar. Große Hunde fressen zwar mehr als kleine, leben aber auch meist nicht so lange. Bei einer Lebenserwartung von zehn Jahren kostet der beste Freund des Menschen insgesamt rund 14.400 Euro. © IMAGO/imageBROKER
Eine getigerte Katze liegt seitlich auf dem Tisch und schleckt sich über die Nase.
Die Katze ist der absolute Spitzenreiter unter den Haustieren, was die Beliebtheit angeht. Rassekatzen sind dabei deutlich teurer als Tiere aus einem privaten Wurf oder aus dem Tierheim. Am meisten Geld geben Katzenbesitzer jedoch für Futter, den Tierarzt – beziehungsweise die Kranken- und OP-Versicherung des Vierbeiners – sowie für Katzenstreu aus. Ein Katzenleben von 15 Jahren kostet somit knapp 16.000 Euro. © IMAGO/Cavan Images
Ein schwarzes Pferd galoppiert über die Weide.
Dass Pferde teuer sind, ist kein Geheimnis. Allein die Anschaffungskosten von durchschnittlich 8.000 Euro sind enorm. Den Großteil der laufenden Kosten machen allerdings die Stallmiete sowie die Kosten für den Tierarzt, beziehungsweise die Kranken- und OP-Versicherung aus. Auch die Grundausstattung für ein Pferd ist teuer. Allein ein neuer Sattel kann 2.000 Euro und mehr kosten. Hinzu kommt, dass Pferde mit durchschnittlich 20 Jahren auch besonders alt werden. Im Laufe seines Lebens kommen Kosten von rund 150.000 Euro zusammen. © IMAGO / Panthermedia
Ein hellbraunes Kaninchen mit Schlappohren sitzt auf einem grünen Teppich und frisst ein Blatt.
Die Kosten, die für ein Kaninchen entstehen, sollte man nicht unterschätzen: frisches Futter, Einstreu und Tierarztkosten machen den Großteil der Endsumme aus. Aber auch die Erstausstattung ist teuer, denn Kaninchen brauchen ein großes Gehege. Unterm Strich kostet ein Kaninchen, das acht Jahre alt wird, seinen Halter 12.300 Euro. Da man Kaninchen auf keinen Fall allein halten sollte, kommen die Kosten für das Zweittier noch hinzu. Der Blog kaninchenwiese.de kalkuliert 18.000 Euro für zwei Tiere. © IMAGO/Panthermedia
Ein dreifarbiges Meerschweinchen sitzt im Gras.
Meerschweinchen brauchen ähnlich wie Kaninchen ein großes Gehege mit sauberer Einstreu und täglich frisches Futter. Das schlägt sich im Geldbeutel der Halter nieder. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von sieben Jahren kostet dieses Haustier rund 8.500 Euro. Auch Meerschweinchen wollen mindestens zu zweit leben. Der Blog meerschweinchenwiese.de rechnet mit Kosten von 10.000 Euro für zwei Tiere. © IMAGO/Depositphotos
Ein Dsungarischer Zwerghamster sitzt neben einem bunten Laufrad.
Hamster gehören zu den eher günstigeren Haustieren – was jedoch nicht bedeutet, dass sie anspruchslos sind. Sie brauchen ein großes Gehege mit vielen Buddel- und Versteckmöglichkeiten und täglich frisches Futter. Diese Posten machen den Großteil der Kosten für den Halter aus. Durchschnittlich werden Hamster drei Jahre alt. In dieser Zeit kosten sie etwa 1.600 Euro. © IMAGO/Dreamstime
Zwei gelbe Wellensittiche sitzen nebeneinander auf einem Ast.
Wer Vögel als Haustiere hält, muss ihnen viel Platz zur Verfügung stellen. Eine Voliere, in der die Tiere eine gewisse Strecke fliegen können, kostet ab 400 Euro aufwärts. Tatsächlich machen aber Futter und Einstreu den Großteil der Kosten eines Vogellebens aus. Ein Wellensittich wird beispielsweise acht Jahre alt und kostet seinen Halter in dieser Zeit 3.300 Euro. Weil Wellensittiche nie allein leben sollten, kommen Kosten für ein Zweittier hinzu. © IMAGO/imageBROKER
Eine Königspython liegt auf einem Holzstamm.
Schlangen gehören definitiv zu den exotischeren Haustieren – stehen bei Liebhabern aber hoch im Kurs. Besonders die Stromkosten für den Betrieb des Terrariums kann man mit rund zehn Euro pro Monat berechnen. Am teuersten ist aber das Futter für die eleganten Reptilien, sie fressen kleine Säugetiere und Vögel. Eine Königspython wird beispielsweise zehn Jahre alt und schlägt in dieser Zeit mit rund 5.600 Euro zu Buche. © IMAGO/imageBROKER
Ein oranger Goldfisch schwimmt durch sein Aquarium.
Wer sich für Fische als Haustiere entscheidet, muss für ein geeignetes Aquarium tief in die Tasche greifen. Je nachdem, wie viele Fische man halten möchte, kostet das plus Erstausstattung 200 Euro aufwärts. Ein Goldfisch kann locker zehn Jahre und älter werden. Dafür zahlt sein Halter etwa 3.500 Euro. Da man aber meist mehrere Fische in einem Aquarium hält, kommen die Kosten für die weiteren Tiere hinzu. © IMAGO/imageBROKER
Eine weiße Maus schaut aus einer Papprolle.
Mäuse erfreuen sich in der Heimtier-Szene immer größerer Beliebtheit. Einen großen Posten in der Haltung macht das geeignete Gehege aus. Denn Mäuse brauchen im Verhältnis zu ihrer geringen Körpergröße viel Platz zum Rennen, Klettern und Buddeln. Am teuersten ist jedoch die Ernährung der kleinen Nager. Für Futter und Einstreu sollte man circa 30 Euro pro Monat rechnen. Mäuse können drei Jahre alt werden und kosten ihren Halter dabei circa 1.600 Euro. Da sie am liebsten in kleinen Gruppen leben, kommen auch hier die Kosten für die weiteren Tiere hinzu. © IMAGO/imageBROKER

Auch Bier könnte bald teurer werden, die WHO fordert höhere Steuern auf Alkohol und Zucker. Außerdem wird auch im Ruhestand Steuer fällig: Ab dieser Renten-Höhe müssen Steuern bezahlt werden.

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