40 Euro pro Monat: Sozial-Leasing macht E-Autos in Frankreich erschwinglich
VonSimon Mones
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100 Euro oder weniger für ein Elektroauto? In Frankreich ist das bald Realität. Allerdings nun unter bestimmten Voraussetzungen.
Die gestiegenen Preise für Neuwagen machen Autofahren fast schon zu einem Luxus. Grade Elektroautos sind oftmals deutlich teurer als ein vergleichbarer Verbrenner und für Menschen mit reinem niedrigem Einkommen kaum erschwinglich. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ging daher im vergangenen Jahr mit dem Sozial-Leasing auf Stimmenfang. Nun löst er dieses Wahlkampfversprechen ein.
Ab Januar 2024 sollen Menschen, die ein geringes Einkommen und einen längeren Weg zur Arbeit haben, die Möglichkeit bekommen, ein Elektroauto zu stark vergünstigten Konditionen zu leasen. Auf einer Onlineplattform können sich Interessent bereits registrieren, wie unter anderem die Tagesschau berichtet.
Elektroauto zum Spottpreis: Twingo kostet nur 40 Euro pro Monat – dank Sozial-Leasing
Die Leasingraten sollen bei 100 Euro und weniger liegen. Bei größeren Fahrzeuge werden jeden Monat 150 Euro fällig. Nicht enthalten sind zusätzliche Kosten wie Wartung oder Versicherung. Mit nur 40 Euro pro Monat ist der Renault Twingo dabei das günstigste Elektroauto, wie Les Numeriques schreibt. Für den Citroën ë-C3, eines von wenigen Fahrzeugen für unter 25.000 Euro, liegt die Leasingrate bei 54 Euro.
Der Vertrag erstreckt sich über drei Jahre und kann dann erneuert werden. In dieser Zeit müssen mindestens 12.000 Kilometer gefahren werden. Zusätzliche Kosten fallen, anders als beim herkömmlichen Leasing an. Um die Raten realisieren zu können, zahlt der Staat bis zu 13.000 Euro dazu. Zudem ist das Angebot im kommenden ja auf 20.000 bis 25.000 Anmeldungen begrenzt.
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Frankreich startet Sozial-Leasing: Welche Voraussetzungen gibt es?
Das Angebot richtet sich dabei an Haushalte, deren Einkommen bei maximal 15.400 Euro im Jahr liegt. Zudem müssen mindestens 15 Kilometer zwischen Wohnort und Arbeitsplatz liegen. Auch wer beruflich mehr als 8.000 Kilometer zurücklegt, kann das Sozial-Leasing nutzen.
Darüber hinaus soll die Produktion in Europa und Frankreich unterstützt werden: „Wir wollen helfen, vor allem E-Autos zu kaufen, die bei uns hergestellt wurden“, erklärte Macron in den sozialen Netzwerken. Den Ökobonus soll es daher nicht mehr für Elektroautos chinesischer Hersteller oder in China produzierte Fahrzeuge geben. Während die Franzosen an der Förderung der Elektromobilität festhalten, ist der Umweltbonus in Deutschland seit dem 18. Dezember Geschichte.