Richtige Ernährung

Schlaganfall-Risiko senken: Vermeiden Sie pflanzliche Margarine, die Transfette enthält

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Für eine gute Ernährung sind bestimmte Fette unverzichtbar. Bei manchen ist aber Vorsicht geboten, da sie Schlaganfall und Herzinfarkt begünstigen.

Wenn es um Essen und Abnehmen geht, haben Fette keinen allzu guten Ruf. Dabei sind sie für eine gesunde Ernährung unverzichtbar. Wie bei allem, macht die Menge und auch die Qualität den Unterschied, denn es kommt darauf an, welche Fette Sie zu sich nehmen. Man unterscheidet gesättigte Fettsäuren, ungesättigte Fettsäuren und Transfette. Bei welchen Fetten ist Vorsicht geboten, wenn es um Arterienverkalkung und Risiko für Schlaganfall sowie Herzinfarkt geht?

Schlaganfall vermeiden: Unterscheidung von guten und schlechten Fetten für den Körper

Vorsicht bei pflanzlicher Margarine, wenn es um Transfette geht. (Symbolbild)

Fette gehören trotz aller Annahmen zu den lebenswichtigen Nahrungsbausteinen, neben Kohlenhydraten und Eiweißen. Ihre Fettsäuren sind wichtig für den menschlichen Körper, da dieser sie selbst nicht produzieren kann. Zudem sorgen sie dafür, dass die fettlöslichen Vitamine im Körper überhaupt aufgenommen werden können. Darüber hinaus sind Fette unerlässlich für den Geschmack und tragen zu einem guten Aroma unseres Essens bei, wie es der Norddeutsche Rundfunk in einem Beitrag erläutert.

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Schlaganfall vorbeugen: Vermehrt auf gute Fette beim Essen setzen

Bei Fetten ist in der Ernährung wichtig zu unterscheiden, welche Fette gut und gesund sowie welche weniger gut und daher ungesund sind. Sogenannte „gute Fette“ sind vor allem ungesättigte Fettsäuren, bestehend aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Schlaganfall durch Ernährung vermeiden: Zehn Lebensmittel schützen vor gefährlichem Gefäßverschluss

Nüsse bremsen die Arterienverkalkung.
Nüsse bremsen die Arterienverkalkung. Sie enthalten Ballaststoffe, Magnesium, mehrfach ungesättigte Fette, Vitamin E und Antioxidantien – alles Bestandteile, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Vor allem in Mandeln, Hasel- und Erdnüssen ist reichlich Vitamin E enthalten, das die Aufnahme der schädlichen LDL-Fettpartikel im Blut verhindert und so vor Arteriosklerose schützt. (Symbolbild) © Achim Sass/Imago
Spinat ist reich an Folsäure, das vor Arterienverkalkung schützt.
Spinat ist reich an Folsäure, die vor Arterienverkalkung schützt. Es enthält viel Vitamin D und E, welche die Aufnahme des schlechten LDL-Cholesterin verhindert, wodurch weniger Ablagerungen entstehen und die Arterien nicht verengt werden. (Symbolbild) © Vitalina-Rybakova/Imago
Olivenöl senkt Blutdruck und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Arteriosklerose reduziert wird.
Laut „Deutscher Herzstifung“ senkt Olivenöl nachweislich das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Ablagerungen in den Gefäßen, der Arteriosklerose, ebenfalls vermindert wird. Die Gefahr, an einer Herzkranzgefäßerkrankung zu erkranken, reduziert sich erwiesenermaßen. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Zwiebel und Knoblauch wirken als natürliche Gefäßputzer, da ihre enthaltenen Öle Arteriosklerose vorbeugen.
Zwiebel und Knoblauch geben unseren Gerichten nicht nur den nötigen Pfiff, sie wirken auch als natürliche Gefäßputzer, da ihre enthaltenen Öle Arteriosklerose vorbeugen. Vor allem Knoblauch kann das Herz gesund halten: Die Knolle regt die Stickstoffproduktion im Körper an und verbessert dadurch die Dehnbarkeit und Elastizität unserer Arterien. (Symbolbild) © YAY Images/Imago
Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindern die Bildung von Blutgerinnseln und verhindern Arterienverkalkung.
Der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindert die Bildung von Blutgerinnseln und wirkt der Plaques-Bildung an den Wänden der Arterien entgegen. (Symbolbild) © foodandmore/Imago
Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche die Zellen elastisch halten und verhindern, dass die Arterien verstopfen.
Laut „Medical Tribune“ reduziert der Verzehr von Avocado schädliche Lipoproteine. Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche die Zellen elastisch halten und verhindern, dass die Arterien verstopfen. Also ruhig öfters mal Guacamole auf den Speiseplan nehmen, den auch hierzulande beliebten Avocado-Dip der mexikanischen Küche. (Symbolbild) © Artjazz/Imago
Besonders Red Delicious oder Granny Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine, die Blutgerinnseln und Arterienverkalkung vorbeugen.
Besonders Red Delicious oder Granny Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine. Das sind Stoffe, die die Fähigkeit besitzen, Blutgerinnseln vorzubeugen. Darüber hinaus können sie auch die Arterien elastisch halten und stärken. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Vor allem rote Grapefruits können erhöhte Blutfettwerte, ein Hauptrisiko für das Entstehen von Arteriosklerose dar, senken.
Grapefruits sind nicht nur reich an Vitamin C, sie helfen auch beim Abnehmen. Zudem haben israelische Forscher herausgefunden, dass vor allem rote Grapefruits stark erhöhte Blutfettwerte positiv beeinflussen können. Erhöhte Blutfettwerte stellen ein Hauptrisiko für das Entstehen von Arteriosklerose dar, so die „Deutsche Apotheker Zeitung“. (Symbolbild) © Lubo Ivanko/Imago
Anthocyane der Heidelbeere sollen die Gefäße elastisch halten und so vor Arterienverkalkung schützen.
Blaubeeren gehen immer, als Dessert oder Snack zwischendurch – vor allen Dingen, weil sie durch ihre sekundären Pflanzenstoffe, die sogenannten Flavonoide, freie Radikale im Körper unschädlich machen. Anthocyane, die Wirkstoffe der Heidelbeere, sollen Entzündungen im Körper entgegenwirken, die Gefäße elastisch halten und so vor Arterienverkalkung schützen. (Symbolbild) © Larissa Veronesi/Imago
Grüner Tee enhält Procyanidine, das die Elastizität der Arterien steigert.
Wie Äpfel enthält auch grüner Tee Procyanidine, das die Elastizität der Arterien steigert und den Sauerstoff sowie die Nährstoffe besser zu den Geweben, Muskeln und Organen transportieren kann. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Pflanzliche Öle wie Olivenöl und Rapsöl zählen zu den einfach ungesättigten Fetten. Olivenöl gehört nachweislich zu den Ölen, die das Risiko für Arteriosklerose und demnach Schlaganfall und Herzinfarkt reduzieren. Die Omega-6-Fettsäure, sogenannte Linolsäure, ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure und auch in flüssigen Ölen enthalten, beispielsweise Sonnenblumenöl und Sesamöl. Zu einer der wertvollsten Fette der mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehört die Omega-3-Fettsäure. Insbesondere die Alpha-Linolensäure (ALA), eine Omega-3-Fettsäure, und die Linolsäure, eine Omega-6-Fettsäure, sollte häufig in den Speiseplan integriert werden.

Transfette – EU-Grenzwert in Lebensmitteln

Seit dem 2. April 2021 dürfen in der Europäischen Union Lebensmittel höchstens zwei Gramm industriell hergestellte Transfette pro 100 Gramm Fett enthalten. Dieser Grenzwert gilt für alle Nahrungsmittel, die für den Endverbraucher und den Einzelhandel bestimmt sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, höchstens ein Prozent der täglichen Energieaufnahme in Form von Transfetten zu sich zu nehmen.

Achten Sie jedoch beim Kochen auf die Verarbeitung von Fetten. Werden hitzeempfindliche, ungesättigte Fette wie bestimmte Pflanzenöle beim Braten oder Frittieren zu stark erhitzt, können die „schlechten“ Transfette entstehen. Drei Tipps, wenn Sie Butter durch Öl ersetzen möchten.

Schlaganfall verhindern: Schlechte Fette und Transfette vermeiden

Als ungesund für den Körper gelten die ungesättigten Fettsäuren, die eher fest sind und besonders in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst, Butter, Bratfett sowie Fertigprodukten vorkommen. Vorsicht ist bei den sogenannten Transfetten geboten, da sie den Cholesterinspiegel erhöhen und zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit der Gefahr für Herzinfarkt und größerem Risiko für Schlaganfall führen, wie es der Norddeutsche Rundfunk weiter berichtet. Transfette entstehen in der Regel immer dann, sobald ungesättigte Fettsäuren industriell verarbeitet und stark oder mehrfach erhitzt werden. Beim Backen oder Frittieren ist dies der Fall.

Schlaganfall vermeiden: Vorsicht bei pflanzlicher Margarine und Transfetten

Entgegen der Annahme, dass pflanzliche Margarine besser als tierische Butter für den Körper ist, sollten Sie auch bei der Wahl des pflanzlichen Fettes aufpassen! Denn: Manche Margarine-Sorten enthalten die schädlichen Transfette. Diese sind auf der Verpackung in der Zutatenliste als „gehärtete Fette“ oder „teilweise gehärtete Fette“ aufgeführt.

Die sogenannten Lipoproteine der Transfette führen zu Ablagerungen in den Gefäßwänden und begünstigen die Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Besonders Übergewichtige und Diabetiker sollten Transfette in Ihrer Ernährung reduzieren oder ganz darauf verzichten, wie Mediziner empfehlen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Joerg Beuge/Imago

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