VonArmin T. Linderschließen
„Primitiver geht’s kaum noch“ und „Ekelhaft“: Dass sich in einer Globus-Filiale eine lange Schlange für eine spezielle Gratis-Aktion bildete, sorgt für viel Kopfschütteln.
Koblenz – Eines muss man den Verantwortlichen einer Globus-Filiale in Koblenz (Rheinland-Pfalz) lassen: Sie haben ein gutes Gespür dafür, wie man Aufmerksamkeit generiert. Zwischen 9 und 15 Uhr konnten sich Interessierte am Samstag (1. März) durch einen echten Tätowierer gratis ein Fleischkäse-Tattoo (!) stechen lassen.
Riesen-Schlange in Globus-Supermarkt in Koblenz – für kostenloses Fleischkäse-Tattoo
Wer einem solchen Hautschmuck für die Ewigkeit eher skeptisch gegenüberstand, konnte auch alternativ ein Rubbel-Tattoo nehmen. Offenbar wollten sich aber viele tatsächlich ein belegtes Fleischkäse-Brötchen in die Haut stechen lassen. Davon zeugt ein Beitrag in der Facebook-Gruppe „Spottet Koblenz“. Und es wird auch von der Globus-Filiale selbst mit einem Video der Schlange dokumentiert:
Der Verfasser in der Facebook-Gruppe „Spottet Koblenz“ zieht anonym vom Leder: „Manchmal frage ich mich wirklich, was in den Köpfen der Menschen vorgeht. Eine Stunde Schlange stehen im Globus – für ein Fleischkäse-Tattoo?! WTF? Und das Beste: Eine hat sich die Zeit mit Häkeln vertrieben! Deutsche Effizienz in ihrer reinsten Form – nur halt für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Hahahaha!“
„Ekelhaft“: Nicht jedem gefällt ein Gratis-Fleischkäse-Tattoo von Globus
Auch in den Kommentaren regt sich Kopfschütteln: „Ekelhaft“, heißt es dort. Oder auch: „Primitiver geht’s kaum noch!“ und „Da geht gar nix drin vor in den Köpfen“. Andere ärgern sich nicht, sondern witzeln lieber: „Ich hätt gern enn Endstück“, schreibt einer. „Ich finde die Aktion genial. Die Leut hann jetzt immer was zum Essen dabei“ ein weiterer. Einer hingegen zeigt sich diplomatisch: „Soll doch jeder machen, was er will. Klasse, wie sich immer die Leute um den Scheißdreck anderer kümmern.“
Am Samstagabend landeten dann auch tatsächlich zwei Fotos von Fleischkäse-Tattoos in der Gruppe. Echtheit wahrscheinlich, wenn auch nicht gesichert. „Und jetzt ist die Menschheit total verblödet“, kommentiert einer. Eine andere Nutzerin hingegen findet: „Jeder, wie er möchte. Das Wichtigste ist, dass DU glücklich bist und es DIR gefällt. Man macht sich Tattoos für SICH und nicht für andere.“ Die Sache mit der Aufmerksamkeit: Sie hat jedenfalls definitiv geklappt. Für Kopfschütteln sorgen auch die Preise eines Lokales in einem NRW-Skigebiet. (lin)
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