Einnahmen, Gehalt und mehr

Mehr Geld ab 2024: Änderung bei Mindestlohn, Rente, Krankenversicherung

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Mehrere Millionen Deutsche erhalten ab 2024 mehr Geld. Einige müssen aber auch mit weniger Einkommen rechnen – im kommenden Jahr gibt es einige Neuerungen.

Das Jahr 2024 bringt eine Reihe von finanziellen Veränderungen mit sich, die verschiedene Personengruppen in Deutschland betreffen. Von der Erhöhung des Mindestlohns bis hin zu geplanten Steuererleichterungen und Änderungen bei den Sozialversicherungsbeiträgen gibt es viele Aspekte, die im kommenden Jahr eine Rolle spielen werden. Nicht nur Eltern, Rentner und Minijobber erhalten ab 2024 mehr Geld. Die finanziellen Änderungen ab 2024 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Mindestlohnsteigerung um 41 Cent
  • Steuerliche Änderungen – „Wachstumschancengesetz“
  • Anhebung der Beitragsermessungsgrenzen für Renten- und Arbeitslosenversicherung
  • Neue Versicherungspflichtgrenze für die Krankenversicherung
  • Änderungen beim Elterngeld
  • Höhere Erwerbsminderungsrente

Mindestlohnsteigerung 2024: Mehr Geld für sechs Millionen Beschäftigte in Deutschland

Ab dem 1. Januar 2024 wird der Mindestlohn in Deutschland um 41 Cent angehoben, sodass er nicht mehr bei 12 Euro, sondern bei 12,41 Euro pro Stunde liegt. Diese Erhöhung wird im Jahr 2025 weitergeführt. 2025 liegt der Mindestlohn dann bei 12,82 Euro. Insgesamt profitieren rund sechs Millionen Beschäftigte von dieser Maßnahme, wie „Payback“ schreibt.

„Wachstumschancengesetz“ – Gesetz sieht steuerliche Änderungen in 2024 vor

Das Bundesfinanzministerium hat das „Wachstumschancengesetz“ entworfen. Das Gesetz sieht erhebliche steuerliche Entlastungen vor. Obwohl es noch nicht vollständig beschlossen ist, gibt es bereits einige angedachte Gesetzesänderungen:

  1. Die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwand sollen von 14 auf 15 Euro, beziehungsweise von 28 auf 30 Euro steigen.
  2. Der Freibetrag für Zuwendungen an Arbeitnehmer bei Betriebsveranstaltungen soll auf 150 Euro erhöht werden (bisher 110 Euro).
  3. Die Abziehbarkreisgrenze für Geschenke an Geschäftspartner könnte von 35 Euro auf 50 Euro ansteigen.
  4. Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung könnten bis zu einer Höhe von 1.000 Euro steuerfrei sein.
    Die Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte könnte von 600 auf 1.000 Euro ansteigen.

Höhere Beitragsbemessungsgrenzen für Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung ab 2024

Die Beitragsbemessungsgrenzen für die Renten- und Arbeitslosenversicherung sollen ab dem 1. Januar 2024 angehoben werden. Der Entwurf der „Bundesregierung“ sieht die Beitragsbemessungsgrenzen für die Renten- und Arbeitslosenversicherung 2024 folgendermaßen vor:

  • Westen: 7.550 Euro im Monat
  • Osten: 7.450 Euro im Monat

Das entspricht im Westen Deutschlands einem Jahreseinkommen von 90.600 Euro im Jahr und im Osten von 89.400 Euro im Jahr.
Die Beitragsbemessungsgrenzen für die gesetzliche Krankenversicherung 2024 werden im Westen und Osten mit 5.175 Euro vorgesehen. Das entspricht einem Jahreseinkommen von 62.100 Euro.

Neue Versicherungspflichtgrenze für die Krankenversicherung ab 2024

Ab dem 1. Januar 2024 soll die Versicherungspflichtgrenze bei 5.775 Euro im Monat bzw. 69.300 Euro im Jahr liegen. Die Versicherungspflichtgrenze gibt an, bis zu welchem Jahresbruttoeinkommen eine Person automatisch in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert ist. Liegt das Einkommen darüber, kann die Person selbst entscheiden, ob sie sich privat oder gesetzlich versichern möchte. Diese Grenze wird auch als Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) bezeichnet.

Änderungen beim Elterngeld: Weniger Geld für etwa 60.000 Eltern

Eine geplante Änderung betrifft das Elterngeld. Die Einkommensgrenze für die staatliche Lohnersatzleistung könnte ab dem 1. Januar 2024 für Alleinerziehende und Paare auf 150.000 Euro gesenkt werden. Von dieser Änderung wären bis 2026 voraussichtlich rund 60.000 Eltern betroffen, die dann kein Elterngeld mehr erhalten würden, wie „Payback“ schreibt. Während Eltern mit höheren Einkommen dann weniger staatliche Unterstützung erhalten, kann das Geld unter Umständen an anderer Stelle eingesetzt werden.

Beim Einkauf Geld sparen: Welche Tipps und Tricks Verbraucher kennen sollten

Bei der Auswahl im Supermarkt entstehen oft Impulseinkäufe.
Tipp 1: Bei der riesigen Auswahl im Supermarkt entstehen oft unnötige Impulseinkäufe. Mit einem Essensplan kann man gezielt die Lebensmittel kaufen, die man für seine Gerichte auch braucht. So spart man nicht nur an der Kasse einiges an Geld, sondern kann auch eventueller Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. © Oleksandr Voskresenskyi via imag
Hungrig sollte man nicht einkaufen gehen.
Tipp 2: Niemals hungrig einkaufen gehen. Wer Hunger hat, neigt dazu, alles was er gerne isst einfach in den Einkaufswagen zu packen und steht am Ende mit einem teureren Einkauf als geplant an der Kasse. Am besten, man geht nach dem Frühstück oder Mittagessen einkaufen. © Bernd54 via www.imago-images.de
Einkauf in einem Supermarkt oder Discounter zu Zeiten voTipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor Allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der meist in Liter oder Kilogramm angegeben wird.n Inflation. Fleisch, Schweinefleisch, Billigfleisch, Rindfleisc
Tipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der überwiegend in Liter oder Kilogramm angegeben wird. © IMAGO/Martin Wagner
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten die man in großen Mengen gebraucht lohnt es sich bei solchen Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: bei reduzierter Ware neigen wir dazu sie zu kaufen obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben.
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten, die man in großen Mengen braucht, lohnt es sich bei Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: Bei reduzierter Ware neigen wir dazu, sie zu kaufen, obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können.
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können. © IMAGO/Jakub Porzycki
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren.
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren. © IMAGO/McPHOTO/BilderBox
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie.
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie. © IMAGO/MANUEL GEISSER
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen.
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen. © IMAGO/Larissa Veronesi
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser.
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten, die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser. © EIBNER/EXPA/Stefanie Oberhauser
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mit halten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen.
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mithalten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen. © IMAGO/Anastasiya Amraeva

Neben den finanziellen Änderungen kommen im Jahr 2024 noch weitere Änderungen auf die Menschen zu. echo24.de gibt einen Überblick über die wichtigsten Änderungen 2024.

Höhere Erwerbsminderungsrente ab 2024: Drei Millionen Menschen profitieren von mehr Geld

Etwa drei Millionen Bezieher einer Erwerbsminderungsrente werden ab Juli 2024 von einer Erhöhung der Erwerbsminderungsrente profitieren. Rentenbezieher müssen keinen gesonderten Antrag für diesen Zuschlag stellen, da die Rentenversicherung die Berechtigten identifiziert und den Zuschlag ohne Antrag auszahlt. Der Zuschlag hängt allerdings vom Rentenbeginn ab:

  • Rentenbeginn zwischen 2001 und Juni 2014: Zuschlag von 7,5 Prozent
  • Rentenbeginn zwischen Juli 2014 und Dezember 2018: Zuschlag von 4,5 Prozent

Diese finanziellen Änderungen ab 2024 können erhebliche Auswirkungen auf das Einkommen und die finanzielle Situation verschiedener Bevölkerungsgruppen haben. Es ist wichtig, sich über diese Veränderungen im Detail zu informieren, um finanziell gut vorbereitet zu sein. Auch auf Autofahrer kommen ab 2024 einige Neuerungen zu. Einige Autofahrer müssen ab Januar 2024 sogar den Lappen abgeben und das kann unter Umständen richtig teuer werden.

Rubriklistenbild: © Collage echo24.de, Fotos: IMAGO / Wirestock und IMAGO / Photothek

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