Änderung ab 2025

Mehr Geld für Rentner: Zurechnungszeit bei Erwerbsminderungsrente steigt

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Rentner mit Erwerbsminderung können sich auf höhere Rentenzahlungen freuen. Eine Anpassung der Zurechnungszeit bei der EM-Rente sorgt für ein Plus in der Geldbörse.

Das neue Jahr hält zahlreiche Neuerungen für Rentner bereit. Darunter sind die Regelung zum Hinzuverdienst, Preis für Rentenpunkte und die Anpassung der Zurechnungszeit bei der Erwerbsminderungsrente (EM-Rente).

Wer eine Erwerbsminderung hat, kann sich also auf mehr Geld freuen. Die gesetzliche EM-Rente basiert nicht nur auf der eigenen Arbeitszeit, sondern auch auf der sogenannten Zurechnungszeit. Diese wird 2025 verlängert – eine erfreuliche Nachricht für viele Betroffene.

Zurechnungszeit erhöht Erwerbsminderungsrente um durchschnittlich fast 500 Euro

Die neuen Daten der Deutschen Rentenversicherung zeigen, wie sehr die Zurechnungszeit die durch eigene Arbeit erworbenen Rentenansprüche – offiziell: „Entgeltpunkte“ – verbessert hat. Die Zurechnungszeit erhöht die Entgeltpunkte, die ein Versicherter durch eigene Arbeit erworben hat. Entgeltpunkte bestimmen, wie hoch die Rentenzahlung ausfällt.

Zurechnungszeit

Durch die Zurechnungszeit werden Bezieher einer Erwerbsminderungsrente so gestellt, als hätten sie während der Zeit der Erwerbsminderung reguläre Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt. Die Zurechnungszeit gilt vom Eintritt der Erwerbsminderung bis zur Regelaltersgrenze der Regelaltersrente. (Quelle: gegen-hartz.de)

2023 basierten die 1,76 Millionen EM-Renten, die von der Rentenversicherung insgesamt gezahlt wurden, im Durchschnitt auf 12,6 Entgeltpunkten aus der Zurechnungszeit. Einen Entgeltpunkt auf dem Rentenkonto erwirbt ein Durchschnittsverdiener durch ein Jahr Zahlung von Rentenbeiträgen. Multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert von 39,32 Euro ergibt das rund 500 Euro brutto zusätzlich pro Monat.

Zurechnungszeit verlängert sich 2025

Ab 2025 wird die Zurechnungszeit weiter verlängert. Grund ist die Erhöhung der Regelaltersgrenze auf 66 Jahre und zwei Monate, wie auch „Gegen-Hartz“ schreibt. Dadurch profitieren Betroffene von einer längeren Anrechnungsdauer und höheren Rentenzahlungen.

Diese Anpassung zeigt, wie wichtig die Zurechnungszeit für die finanzielle Absicherung bei Erwerbsminderung ist. Für viele Rentner bedeutet das ein spürbares Plus in der Geldbörse.

Renten-Plus könnte wieder schrumpfen

Doch dieses Renten-Plus könnte künftig wieder schrumpfen, heißt es bei „Ihre-Vorsorge“ weiter. Der Grund: Das durchschnittliche Renteneintrittsalter von Erwerbsgeminderten ist im vergangenen Jahrzehnt um rund drei Jahre auf etwa 54 Jahre gestiegen.

Damit hat sich rechnerisch auch die durchschnittliche Zahl der Jahre verringert, für die die Zurechnungszeit benötigt wird, um eine ausreichend hohe EM-Rente zu erreichen.

Wichtige Daten zur Erwerbsminderungsrente

Im Jahr 2023 erhielten über 164.000 Neurentner eine EM-Rente. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) lag die durchschnittliche Nettorente bei 1.001 Euro pro Monat.

Das sind 51 Euro mehr als im Jahr 2022 und sogar fast 390 Euro mehr als 2013, wie „Ihre-Vorsorge“ berichtet. Der Grund: Die Zurechnungszeit hat die Rentenansprüche durch Entgeltpunkte erheblich verbessert.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/AP/Vadim Ghirda/IMAGO/Collage:echo24.de

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