Wer ist betroffen?

Leere Maggi-Regale bei Netto, Tegut und Co? Nestlé-Lieferstopp betrifft mehrere Supermärkte

  • schließen

Zahlreiche Supermärkte sind aktuell vom Maggi-Lieferstopp betroffen. Bislang gibt es keine Einigung über Preissteigerungen bei Nestlé.

Kassel – Noch im vergangenen Jahr baute die Supermarktkette Netto hunderte neue Filialen in Deutschland und sagte damit Aldi und Lidl den Kampf an. Jetzt könnten jedoch leere Regale drohen, denn der Lebensmittelkonzern Nestlé hat die Lieferungen für zahlreiche Supermärkte gestoppt, wie die Tagesschau berichtet – bei Netto, Tegut, Globus und Co. sind womöglich bald schon keine Produkte des Herstellers mehr zu finden.

KonzernNestlé
MarkenMaggi und Thomy (unter anderem)
ProdukteSaucen, Würze, Fertiggerichte (unter anderem)
Vom Lieferstopp betroffenSupermärkte der Retail Trade Group (RTG)

Preisstreit führt zu Lieferstopp: Bei zahlreichen Supermärkten gibt es bald keine Maggi-Produkte mehr

Grund für den Lieferstopp ist ein Preisstreit zwischen dem Hersteller Nestlé und der Retail Trade Group (RTG) zu der mehrere deutsche Supermarktketten gehören. Die RTG soll nicht bereit sein, den Zahlungsforderungen von Nestlé nachzugeben. Folgende Märkte gehören zur RTG und könnten von Lieferstopps betroffen sein:

  • Netto
  • Rossmann
  • Globus
  • Bünting
  • Tegut

Bei Netto, Rossman, Tegut und Co. - Lieferstopp wegen Streit um Preise für Maggi-Produkte

Hauptsächlich sind jedoch die Produkte von Maggi von dem Lieferstopp betroffen. Zur Maggi GmbH gören noch weitere Marken, wie Thomy und Garden Gourmet. Laut Echo24.de soll der Aufschlag im „zweistelligen Prozentbereich“ liegen. Grund für die Preissteigerung sei die Inflation. Jedoch sinken die Preise aktuell wieder. Daher fordert der Retail Trade Group (RTG) Nestlé dazu auf, die Preise wieder zu senken.

Nestlé stellt vorerst Lieferungen von Maggi-Produkten an Supermärkte ein, daher bleiben viele Regale nun leer.

Zu Preiskämpfen zwischen Herstellern und Supermärkten kommt es immer wieder, so stand erst im vergangenen Jahr Milka-Schokolade kurz davor, aus den Regalen von Netto und Edeka zu verschwinden. Die Streitigkeiten mit Marken-Herstellern sind unter anderem auch Grund dafür, dass Supermärkte vermehrt versuchen, mit Eigenmarken zu überzeugen.

Werden nun auch Rewe, Lidl und Co. nicht mehr mit Maggi-Produkten beliefert?

Nun versucht der Nestlé-Konzern, mit verschiedenen Einsparmaßnahmen auf die Forderungen der Supermärkte zu reagieren. „Sortimentsoptimierungen erfolgen fortlaufend über das gesamte Portfolio hinweg und tragen dazu bei, die Effizienz zu steigern und hierdurch den Kostendruck zu senken“, sagte Nestlé gegenüber Der Westen. Dabei wurden bereits im vergangenen Jahr einige Produktarten eingestellt und so das Sortiment verkleinert.

Es stellt sich die Frage, ob mit einem Lieferstopp auch bei den beliebten Supermarktketten Rewe, Aldi und Co. zu rechnen ist. Doch laut Der Westen wollen sich Konzerne bislang noch nicht zu aktuellen Preisverhandlungen äußern. (mima)

Rubriklistenbild: © Lobeca/IMAGO

Kommentare