Ausgebrannt und kaputt?

Wege aus dem mentalen Tief: Ein Fitness-Coach verrät, was ihr dagegen hilft

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Stress, schlechte Nachrichten, Konflikte: Es gibt viele Ursachen, die eine depressive Verstimmung zur Folge haben können. Ein Fitness-Coach verrät, was ihr dagegen hilft.

Immer gut gelaunt? Wenige Menschen können das von sich behaupten. Es ist normal, aus welchem Grund auch immer mal schlecht gelaunt zu sein. Wer seine Launen nicht an Freunden, Kollegen und Bekannten auslässt, macht bereits viel richtig. Wer dann auch noch die individuell unterschiedlichen Auslöser kennt und Strategien entwickelt hat, die die Stimmung heben, ist auf dem besten Weg. Doch hält schlechte Laune an, kann das ein Anzeichen für eine mentale Störung sein. Auch depressive Episoden können ohne Behandlung zu einem psychischen Problem werden, das ärztlich behandelt werden muss.

Bei einer depressiven Verstimmung handelt es sich noch nicht um eine psychische Erkrankung, heißt es auf den Seiten der Oberberg Kliniken. Jedoch könne sich eine depressive Verstimmung zu einer Depression entwickeln, heißt es weiter.

Folgende Symptome sind den Oberberg Kliniken zufolge typisch bei einer depressiven Verstimmung:

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Halten die Beschwerden über mehrere Wochen an, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Der Hausarzt oder die Hausärztin sind eine gute erste Anlaufstelle. Diese können Sie zu einem Experten, wie etwa einem Therapeuten, weiterleiten.

Was tun bei mentalen Problemen? Fitness-Coach postet auf Instagram Tipps

Als wenn der Stress im Job und privat nicht reichen würde: Kleinigkeiten wie ein Strafzettel können das Fass zum Überlaufen bringen.

In leichten Fällen kann allerdings bereits Selbsthilfe Wirkung zeigen. Jennifer Scholz gibt als Fitness-Coach auf ihrem Instagram-Kanal gourmet_leicht Hilfestellung bei Fragen rund um mentale Gesundheit, Ernährung und Sport. Die junge Frau hatte selbst jahrelang mit Depressionen und einer Essstörung zu kämpfen. Auf Instagram hat sie ihren Weg aus der Krankheit dokumentiert und will jetzt anderen Betroffenen helfen.

Auf ihrem Instagram-Kanal versorgt Scholz ihre Anhänger nicht nur mit gesunden Fitness-Rezepten und Tipps zum Wohlfühl-Ich. Sie legt ihren Fokus auch auf mentale Gesundheit. In einem Post zählt die junge Frau auf, was ihr hilft, wenn es ihr mental nicht gut geht oder sie viel Stress hat:

Tipps gegen Stress und depressive Stimmung

Jennifer Scholz zählt folgende Stimmungsaufheller auf, die ihr in stressigen Phasen und bei Erschöpfung helfen:

  • To-Do-Listen schreiben: macht den Kopf frei
  • Aufgaben delegieren
  • Problem nicht totschweigen, sondern mit jemandem sprechen

Stress nachhaltig reduzieren – mit bewährten Entspannungstechniken

Frau macht Yoga-Pose
Meditation ist eine Technik, mit deren Hilfe man in den Moment findet, statt sich in Gedanken zu verlieren. Wie die Techniker Krankenkasse weiter informiert, lernen Sie im Rahmen der Mediation, Gedanken kommen und gehen zu lassen, ohne diese festzuhalten oder zu bewerten. Das Ziel: Abstand zum alltäglichen Stress gewinnen. Krankenkassen, Yoga-Studios und auch viele Fitnessstudios bieten Kurse an. Auch mithilfe von Apps kann man ausprobieren, ob Meditation etwas für einen ist.  © Marcos Castillo/Imago
Frau macht Yoga-Übung
Yoga kräftigt und dehnt auch die tiefliegenden Muskelgruppen. Doch die fernöstliche Lehre, die viele körperliche, aber auch geistige Übungen umfasst, kann mehr. Denn die Entspannungsübungen im Yoga verlangsamen die Atmung, was beruhigende Wirkung auf den gesamten Organismus hat. Wer sich ausprobieren möchte, sieht sich mit einer Fülle von Angeboten konfrontiert. Yoga- und Fitnessstudios, aber auch Krankenkassen und Volkshochschulen bieten Kurse an.  © svyatoslav lipinskiy/Imago
Junge Frau liegt in Sportklamotten auf einer Yoga-Matte.
Viele Menschen schwören auf progressive Muskelentspannung, wenn sie zur Ruhe kommen wollen. Das Prinzip dahinter: Durch gezielte An- und Entspannung der Muskeln verringert sich die Aktivität der Nerven und die psychische Anspannung nimmt ab. Wie die AOK weiter informiert, kann man nach vorheriger Anleitung durch einen entsprechend ausgebildeten Therapeuten die Übungen auch selbstständig durchführen. © Ivan Gener/Imago
Frau liegt mit geschlossenen Augen im Gras
Autogenes Training ist ein Entspannungsverfahren, das über gedankliche Konzentration zur Ruhe finden lassen soll. Hier werden nicht, wie bei der progressiven Muskelentspannung, Muskeln bewusst angespannt und entspannt. Wie die Neurologen und Psychiater im Netz weiter informieren, ist es viel mehr eine Art Selbsthypnose, die beim autogenen Training stattfindet. Mithilfe von Mantra-artigen Übungsformeln (z. B. „Der rechte Arm ist ganz schwer“ oder „Der rechte Arm ist ganz warm“) soll erreicht werden, dass der gesamte Organismus zur Ruhe kommt. Kurse finden Sie unter anderem bei Ihrer Krankenkasse und der Volkshochschule.  © Olga Pankova/Imago
Frau atmet tief durch an der frischen Luft.
Atemtechniken helfen dabei, starken Stress zu reduzieren. Bei Anspannung flacht die Atmung in der Regel ab, die Luft wird nicht weiter als in den Brustraum eingeatmet. Eine ruhige, regelmäßige Bauchatmung führt aber dazu, dass sich Muskeln entspannen und der Körper besser durchblutet wird. Auch der Blutdruck kann so gesenkt werden. Und so sieht eine gesunde und tiefe Bauchatmung nach der 4/7/11-Regel aus: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden ausatmen und das ganze 11 Minuten durchhalten. © Imago
Fröhliche, in eine Decke gehüllte junge Frau sitzt mit einer Tasse heißer Schokolade auf der Terrasse eines Bungalows
Achtsamkeit hat sich der Techniker Krankenkasse zufolge in vielen Studien als wirksam zur Stressreduktion erwiesen. In anerkannten Kursen zur „Mindfulness Based Stress Reduction“ würden Techniken erlernt werden, die helfen, im Hier und Jetzt statt in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu sein – und das nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ein wichtiger Aspekt: Achtsam sein bedeutet, jegliche Bewertung aus den Gedanken zu verbannen. Der Moment, die Atmung, die Geräusche im außen werden also ausschließlich wahrgenommen, man denkt an nichts.  © Aleksei Isachenko/Imago
Frau wandert auf den Heimgarten
Viele Menschen machen intuitiv das Richtige, wenn sie sich gestresst fühlen. Sport empfinden viele als sehr gutes Ventil, um Druck abzulassen. Der Techniker Krankenkasse zufolge zählt Sport zwar nicht zu den typischen Entspannungstechniken, man spricht vielmehr von einer sogenannten passiven Methode.  © Imago
Frau liegt in der Badewanne
Zu den sogenannten passiven Methoden zählt nicht nur der Sport. Auch eine entspannte Auszeit in der Badewanne, ein Spaziergang oder Zeit mit einem guten Buch können den Stresslevel enorm senken, indem sie Zufriedenheitserlebnisse schaffen, so die Techniker Krankenkasse.  © Imago
  • Zeitplan schreiben und Pausen einplanen
  • Schöne Ziele einplanen und darauf hinarbeiten
  • Regelmäßige Zeiten bei den Mahlzeiten einhalten und hier gesunde Kost wie Nüsse und grünes Gemüse bevorzugen

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Joseffson/Imago

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