Strom vom Stern

Mercedes plant eigenes Ladenetz: Start in Nordamerika mit über 400 Standorten

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Mercedes will seinen Kunden ein besonders gutes Ladeerlebnis bieten und baut künftig Schnellade-Hubs unter eigenem Logo. Zunächst aber nur in Nordamerika.

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist für den Erfolg der Elektromobilität besonders wichtig. Dennoch geht es hier nur langsam voran. Zu langsam, wie es scheint, denn immer mehr Hersteller folgen dem Vorbild von Tesla und bauen eigene Ladenetze auf. Etwa Audi mit seinem Charing Hub, Volkswagen mit ElectrifyAmerica und nun will auch Mercedes ein weltweites Netzwerk von Ultra-Schnellladestationen aufziehen.

Die ersten Ladesäulen sollen aber nicht etwa in Deutschland aufgestellt werden, sondern in Nordamerika, wie Mercedes im Rahmen der Elektronikmesse CES in Las Vegas (5. bis 8. Januar) erklärt hat. Bis 2027 sind mehr als 400 Ladeparks mit über 2.500 Schnellladesäulen geplant. Europa, China und andere Kernmärkte folgen. In Europa ist Mercedes zudem an dem Ladesäulenbetreiber Ionity beteiligt.

In Nordamerika will Mercedes eigene Ladeparks aufbauen. Europa und China sollen folgen.

Mercedes plant eigenes Ladenetz: Start in Nordamerika mit über 400 Standorten

Mit dem eigenen Netzwerk will Mercedes das Ladeerlebnis seiner Kunden verbessern. So lassen sich die Ladesäulen im Vorfeld reservieren und auch die Authentifizierung vor Ort entfällt dank Plug-&-Charge-Funktion. Ähnlich wie Tesla will auch Mercedes seine Ladeparks für Elektroautos anderer Hersteller öffnen.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

Je nach Region und Standort sehen die Pläne vier bis zwölf Schnellladesäulen vor – einige Ladeparks könnten sogar bis zu 30 Ladepunkte haben. Vorgesehen ist eine Leistung von bis zu 350 kW. Anders als einige Elektroautos der Konkurrenz können die Stromer mit dem Stern diese aber noch nicht ausschöpfen.

Mercedes plant eigenes Ladenetz: Gastronomieangebot geplant

Für die Anlage selbst verspricht Mercedes ein großzügiges Platzangebot sowie nach Möglichkeit eine Überdachung. Gastronomie- und Sanitäreinrichtungen sind ebenso vorgesehen, wie Überwachungskameras, die für ein hohes subjektives Sicherheitsempfinden sorgen sollen.

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Die Ladeparks sollen laut Mercedes in wichtigen Städten und Ballungszentren in der Nähe von Hauptverkehrsadern und verkehrsgünstigen Einzelhandels- und Dienstleistungsstandorten errichtet werden. Auch die Autohäuser der Marke sollen als Standorte dienen. (Mit Material von SP-X)

Rubriklistenbild: © Mercedes

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