Smart ForTwo-Produktion endet – doch es ist nur ein Abschied auf Zeit
VonSimon Mones
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Der Smart Fortwo könnte bald ein Comeback feiern. Ein neues Modell mit ähnlichen Abmessungen und verbesserter Reichweite ist in Planung.
Kurz vor Ostern war es so weit. Nach 20 Jahren lief im Mercedes-Werk in Hemsbach der letzte Smart ForTwo vom Band. Der Kult-Zwerg teilt damit ein Schicksal mit vielen Kleinstwagen, die im Zuge der Umstellung auf die Elektromobilität in Rente geschickt wurden – darunter auch der VW Up. Doch ein Comeback ist bereits in Planung, wenn auch unter anderem Namen.
Smart plant neuen Elektro-Zweisitzer – mit mehr Reichweite
„Wir stehen zwar noch ganz am Anfang, haben aber einen konkreten Plan“, versprach Smart-Europachef Dirk Adelmann. Die Markteinführung soll bereits Ende des Jahrzehnts erfolgen. Für den Zweisitzer entwickelt das Joint Venture von Mercedes und Geely eine neue Plattform unterhalb des Kompakt-SUV #1.
Diese Plattform soll auch anderen Partnern innerhalb der Geely-Gruppe und bei externen Marken zur Verfügung gestellt werden. Das kleinste Modell soll ein Zweisitzer sein, inspiriert vom ForTwo, und soll sich in der Länge an den 2,70 Metern des aktuellen Modells orientieren, so Adelmann. Die elektrische Reichweite soll jedoch doppelt so hoch sein wie bisher und mindestens 250 Kilometer betragen. Ein naheliegender Name für den neuen Elektro-Floh wäre #2.
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Neuer Elektro-Zweisitzer von Smart: Produktion im Westen möglich
In Bezug auf den Preis plant Adelmann, sich am nun eingestellten Modell zu orientieren und die etwa 30.000 Euro der Final Edition deutlich zu unterbieten. Ob er jedoch an die rund 22.000 Euro herankommt, zu denen der kleine Elektroflitzer zuletzt angeboten wurde, konnte er nicht garantieren, gab Adelmann zu. In diesem Segment würde der Zweisitzer etwa mit Elektroautos wie dem Renault 5 oder dem VW ID.1 konkurrieren, der 2027 auf den Markt kommen soll.
Ob man diesen Preis realisieren kann, hängt aber nicht nur von der Ausstattung mit Assistenz- und Sicherheitssystemen ab, sondern auch vom Produktionsstandort. Und dieser muss nicht unbedingt in China sein. Da etwa 80 Prozent des neuen Zweisitzers in Europa verkauft werden sollen, ziehen die Chinesen eine Auftragsproduktion im Westen in Betracht.