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TikTok-Star auf Samtpfoten: Die überraschende Stimme der Maine Coon Kobe

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Eine der größten Katzenrassen der Welt fasziniert uns mit einem unerwarteten Talent – die Stimme von Kater Kobe ist etwas ganz Besonderes.

Knapp 90.000 Follower interessieren sich für die wunderschönen großen und kleinen Maine-Coon-Katzen, die auf dem TikTok-Kanal @kanala_mainecoon vorgestellt werden.

In einem der Videos, das vor Kurzem durch die Decke gegangen war, ist Kater Kobe, eine sechs Monate alte Maine Coon mit blauer Fellfarbe, zu sehen. Unter dem Titel „Wenn seine Stimme nicht zu seinem Gesicht passt“ sieht man den prächtigen jungen Kater, der von unten gefilmt wird und aus dieser Perspektive noch sehr viel erhabener wirkt.

Immerhin erreichen Maine Coons eine Größe von bis zu 42 Zentimetern (Boden bis Kopf). In der Länge (Nase bis Schwanzspitze) werden die weiblichen Katzen bis zu einem Meter lang, Kater erreichen sogar eine stattliche Länge von bis zu 1,20 Metern.

In Zeitlupe holt der Kater mit seiner mächtigen Pfote in Richtung der Kamera aus. Die charakteristischen Ohren wackeln gefährlich von seiner kraftvollen Bewegung. Bedrohliche Violinen-Musik untermalt die Szene eindrucksvoll. Kobes große Augen blicken machtvoll über den Betrachter hinweg. Was dann folgt, begeistert die TikTok-Community:

@kanala_mainecoon ♬ Creepy Violins - Apollo Nove

Es folgen alltägliche, eher hektische Aufnahmen aus Kobes Katzen-Alltag. Von oben gefilmt erscheint der graue Kater plötzlich sehr viel niedlicher und handzahmer. Man sieht und hört, wie Kobe mit einer entzückenden, hellen Stimme in die Kamera miaut.

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Der Überraschungseffekt ist garantiert, weil der Zuschauer einer Katze von diesen Ausmaßen eine solche süße Stimme niemals zutrauen würde. Ganze 8,8 Millionen User haben sich bisher angesehen, wie der junge Maine-Coon-Kater verspielt und gurrend über Fliesen läuft, miauend an Holz kratzt und hilflos um Essen bettelt. Sein Miauen ist so hoch, dass man es eher einer Babykatze oder einer besonders kleinen Katze zuordnen würde als einer der größten Rassekatzen weltweit.

2,3 Millionen User fanden die Differenz zwischen dem Ehrfurcht gebietenden Maine-Coon-Kater und seiner goldigen Stimme zu süß und ließen einen Like auf dem TikTok-Account da. Viele Nutzer und Katzenbesitzer wissen offensichtlich über dieses Phänomen Bescheid und sind beruhigt, damit nun nicht mehr alleine zu sein:

  • „Wie meine einfach.😂 Coonies halt. 🥰♥️♥️🐾“
  • „Habe auch zwei Quietsche-Entchen. 😂“
  • „Oh Gott. Ich bin nicht alleine. Meiner ist ein Riese, aber hat eine Stimme wie ein Baby! 😅“
  • „Oh 🥰 Wie meiner. Groß wie ein Bär, aber quietscht wie ein Baby! 🥰“
  • „Erscheinung: 🐺, Ton: 🐦“
  • „Mein kleiner Junge ist genauso, er ist eine sechs Kilogramm schwere Katze und hat die Stimme eines kleinen Vogels. Er macht miiii, wenn man ein MIAUUUUUU erwartet.“

Kobes Verhalten aus dem TikTok-Video passt zur Persönlichkeit von Maine-Coon-Katzen: Stubentiger dieser Rasse sind besonders anhänglich und lieben es, zu kuscheln. Ihr ruhiges Gemüt steht dabei im Kontrast zur wild anmutenden Erscheinung. Für ihr herzerwärmendes Miauen sind sie sogar berühmt. Doch warum miauen Katzen eigentlich?

Von Regenbogen bis Glitzer? Die Top Ten der seltensten Fellfarben bei Katzen

Eine lilac-farbene Katze liegt mit umgelegten Pfoten auf einem Fliesenboden.
Katzen in Lilac zeichnen sich durch ihre hellbeige Fellfarbe mit dem warmen Grundton Creme und einer lavendelfarbenen Bänderung aus. Bei Lilac handelt es sich um eine Verdünnung der Farbe Chocolate. An Pfoten, Nase, Ohren und Schwanzspitze kann ein leicht bläulicher Ton auftreten. © agefotostock/Imago
Eine smoke-farbene Katze sitzt vor einem himmelblauen Hintergrund.
Tragen Katzen Smoke als Fellfarbe, wirken sie für den Betrachter zunächst schwarz. Erst in der Bewegung erkennt man die weißen Fellspitzen. © imagebroker/Imago
Eine Perserkatze mit großen grünen Augen und langem, wuscheligem Fell blickt direkt den Betrachter an.
Ihre Fellfarbe nennt sich Chinchilla, sie sind aber nur Katzen: Bei dieser seltenen Fellfarbe hat jedes Haar zwei verschiedene Farben. Die Katze auf dem Bild beispielsweise hat schwarze und weiße Haare. © Anka Agency International/Imago
Eine junge Katze mit Tupfern sitzt auf einem Sofa mit Leopardendesign.
Getupfte Katzen tragen dunkle Tupfer in ihrem Fell – diese Farbe erscheint nicht ungewöhnlich und ist dennoch eine der seltensten Fellfarben. © blickwinkel/Imago
Eine dunkelbraune Katze liegt ausgestreckt mit übereinandergelegten Pfoten auf dem Boden.
Das Fell der dunkelbraunen Katzen wird Chocolate genannt, weil es an Schokolade erinnert. Andere Namen für diese Fellfarbe ist Chestnut, Brown, Bronze oder Havanna. © agefotostock/Imago
Eine Katze liegt wie ein Mensch gebettet in einem Bett mit weißer Bettwäsche.
Die Farbe Cinnamon ist eine besondere Fellfarbe: Die Katzen besitzen ein kupferrotes Fell mit einer schokoladenbraunen Bänderung. Im Internet findet man die verschiedenen Varianten. Andere Bezeichnungen lauten: Gold, Sorrel oder Zimt. © imagebroker/Imago
Eine Katzenmutter steht mit vier Katzenbabys in einem hölzernen Regal.
Das Fellkleid dieser Katzenmama nennt sich Fawn. Der Farbton ist matt-beiges Creme mit einer ebenfalls cremefarbenen Bänderung. Fawn ist eine der Verdünnungen von Cinnamon. Die Nase und die Pfotenballen bei Fawn-Katzen sind rosa gefärbt.  © Anka Agency International/Imago
Eine dreifarbige Katze blickt mit großen Augen in Richtung des Betrachters.
Katzen mit dreifarbigem Schildpatt-Muster (Rot, Weiß, Schwarz – auch in den jeweiligen Verdünnungen Blau oder Caramel, Creme oder Apricot) werden gerne als Glückskatzen bezeichnet. © Wirestock/Imago
Ein Bengal sitzt in einem Käfig und hat Spielzeug neben sich liegen.
Das gefleckte Tabby-Muster, auch als Rosettenmuster bezeichnet, ist ebenfalls ein seltenes Fellmuster. Dabei sind die Tupfer im Fell dunkelt umrandet. Die Katzen mit diesem Muster sehen aus wie Mini-Leoparden. Hybridrassen wie die Bengalen (im Bild) sind bekannte Vertreter dieser Fellzeichnung. © Julian Stähle/dpa
Eine Norwegische Waldkatze liegt der Kamera zugewandt auf dem Fußboden.
Bei Katzen, die Amber ausführen, müssen Sie genau hinschauen: Sie tragen zimtfarbenes Fell und haben eine schwarze Schwanzspitze. Amber gilt außerdem als Vollfarbe: Amber-Kitten sehen bei ihrer Geburt schwarz aus. Ein bestimmtes Gen sorgt dafür, dass das Fell (bis auf die Schwanzspitze) innerhalb des ersten Lebensjahres zimtfarben erscheint. Diese seltene Färbung ist bisher nur bei Norwegischen Waldkatzen bekannt. Die Variante Light Amber ist eine Verdünnung der Vollfarbe Amber. Diese Katzen tragen ein sehr helles apricot- oder cinnamon-farbenes Fell. © Wirestock/Imago

Wieso miauen Katzen?

Das katzentypische Miauen ist ein Überbleibsel aus der Kindheit der Samtpfoten. Die blinden neugeborenen Kätzchen setzen in ihrer Kommunikation auf Laute, um die Katzenmutter auf sie aufmerksam zu machen. Mithilfe von Schnurren und Miauen teilen die Katzenbabys der Mutterkatze ihre Bedürfnisse wie Hunger oder Kältegefühl mit. Schnurrt die Katzenmama selbst, vermittelt sie ihren Kitten damit Beruhigung und gibt ihnen Orientierung.

Durch ihr Miauen teilen sich Katzen vor allem den Menschen mit – manche häufiger, andere seltener. Kommunizieren erwachsene Katzen untereinander, tritt das Miauen als Kommunikationsmittel in den Hintergrund.

Bei diesem Teil der Katzensprache spielt jedoch die Genetik eine wichtige Rolle: Es gibt Rassen, die von Natur aus häufiger miauen als andere. Dazu gehören beispielsweise Siam-Katzen und Orientalisch-Kurzhaar-Katzen. Auch der Charakter einer Katze kann dafür sorgen, dass Individuen einfach mehr zu einem Thema beizutragen haben als andere Artgenossen.

Miaut Ihre Katze allerdings mehr oder anders als sonst, kann das verschiedene Gründe haben, die es abzuklären gilt.

Rubriklistenbild: © kanala_mainecoon/TikTok

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