Nach verrückter Podolski-Anekdote von Jauch-Kandidat: So verhalten Sie sich bei einem Tierfund
VonMarco Blanco Ucles
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„Wer wird Millionär?“-Kandidat Niklas Kaeseler rettete einst den entlaufenen Hund von Lukas Podolski. Wir erklären, wie Sie sich bei einem Tierfund verhalten.
Es war eine skurrile Geschichte, die die TV-Zuschauer beim RTL-Drei-Millionen-Special von „Wer wird Millionär?“ zu Jahresbeginn zu hören bekamen. Kandidat Niklas Kaeseler offenbarte im Gespräch mit Kult-Moderator Günther Jauch nämlich, dass er vor zwölf Jahren einen entlaufenen Hund auf einer Schnellstraße bei Köln zunächst um ein Haar überfahren hätte und den verirrten Vierbeiner anschließend bei sich aufnahm. Einen Tag später erfuhr der 48-Jährige dann, dass es sich bei dem entlaufenen Hund um das Haustier von niemand geringerem als Fußballstar Lukas Podolski handelte.
Familie Podolski findet ihren Hund über die Feuerwehr wieder
Da im nahen Wohngebiet zunächst kein Besitzer ermittelt werden konnte, meldete Kaeseler seinen Fund der Feuerwehr. Am nächsten Tag dann fand über die Feuerwehr die Kontaktaufnahme von Monika Podolski, Ehefrau von Lukas Podolski, mit dem Gymnasiallehrer statt. Die Frau des ehemaligen Nationalspielers holte den Labrador im Anschluss bei Kaeseler zu Hause ab – der Schrecken für die Podolskis hatte ein Ende.
Das Verhalten von Kaeseler damals verdient Lob. Wenn keine Tierheime beziehungsweise Tierschutzvereine in der Nähe erreichbar sind, empfiehlt es sich grundsätzlich, die Polizei oder – wie im damaligen Fall – die Feuerwehr zu kontaktieren. Das erklärt der Tierschutzverein München e.V auf seiner Homepage. Wenn Ihnen in München ein entlaufenes Tier auffällt, melden Sie dies umgehend der Vermisstenstelle des Münchner Tierheims, die Sie per E-Mail erreichen können.
Verletzte Tiere nicht ins Tierheim, sondern zum Tierarzt bringen
Die Vermisstenstelle ist zwischen 8 und 16:15 Uhr erreichbar. Danach greift wie oben beschrieben der Gang zu den Behörden wie Polizei oder Feuerwehr. Ist der Hund verletzt, gelten andere Regeln. Tierheime sind keine medizinische Notaufnahme. Deshalb gilt es, verletzte Tiere unverzüglich in eine nahe gelegene Tierklinik oder zum Tierarzt zu bringen.
Heutzutage gibt es Mittel und Wege, um schnell an die Namen der Besitzer von entlaufenen Tieren zu gelangen. Hunde beispielsweise haben häufig eine Tätowierung auf dem Körper oder tragen einen Mikrochip. Mit einem speziellen Lesegerät können Tierärzte die Daten der Chips ablesen. Auch Katzen sind normalerweise gechippt.
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Über die Hälfte aller Fundhunde finden zu ihrem Besitzer zurück
Das Allerwichtigste: Lassen Sie herrenlose Hunde niemals alleine zurück. Der Gang zur Polizei, Feuerwehr oder ins Tierheim ist zwingend notwendig, um das möglicherweise stark verängstigte Tier nicht noch weiter zu schwächen. Der Aufwand wird zudem oftmals belohnt, erklärt Marius Tünte, Sprecher des Deutschen Tierschutzbundes: „Erfahrungsgemäß können über die Hälfte aller im Tierheim abgegebenen Fundhunde zu ihren Haltern zurückgebracht werden.“