In den USA

Defekte Airbag-Gasgeneratoren: Gigantischer Rückruf für 52 Millionen Fahrzeuge droht

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In den USA bahnt sich ein gigantischer Airbag-Rückruf an. Möglicherweise müssen viele Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten – auch von deutschen Herstellern.

Rückrufe sind in der Automobilbranche nichts Ungewöhnliches. Manchmal wird lediglich eine Handvoll Fahrzeuge in die Werkstatt beordert, manchmal wenige Hundert. Doch es gibt auch Rückruf-Aktionen in deutlich größeren Dimensionen, wie zum Beispiel zuletzt von Mercedes (mehr als eine halbe Million Fahrzeuge) oder auch von Nissan (knapp 2,5 Millionen Fahrzeuge). Zu den größten Rückrufen der Automobilgeschichte gehören aber sicherlich die von Takata. Rund 100 Millionen Fahrzeuge mussten im vergangenen Jahrzehnt aufgrund defekter Airbags des japanischen Zulieferers in die Werkstätten. Nun droht in den USA erneut ein riesiger Rückruf wegen gefährlicher Airbags.

Gefährliche Airbags: Laut NHTSA mindestens sieben Menschen verletzt und einer getötet

Wie die New York Times berichtet, verlangt die US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) den Rückruf von rund 52 Millionen Airbag-Gasgeneratoren. Der Behörde zufolge seien bei sieben Vorfällen in den USA durch die defekten Airbags mindestens sieben Menschen verletzt und einer getötet worden.

Wegen defekter Airbag-Gasgeneratoren droht in den USA ein riesiger Rückruf. (Symbolbild)

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Riesiger Rückruf droht: Auch einige deutsche Hersteller wären betroffen

Laut dem Bericht wurden 41 Millionen der betroffenen Airbags von ARC Automotive hergestellt und elf Millionen von Delphi Automotive Systems unter Verwendung eines von ARC lizensierten Designs. Gefertigt wurden die Airbags an mehreren Standorten und Reuters zufolge unter anderem in Fahrzeugen der deutschen Hersteller BMW, Mercedes, Porsche und Volkswagen verbaut. Aber auch in Autos der Marken Ford, General Motors, Hyundai, Kia, Maserati, Tesla und Toyota sowie Fahrzeugen des Stellantis-Konzerns. Betroffen seien Fahrzeuge, die zwischen 2000 und 2018 gebaut wurden.

Elektroauto-Markt in China boomt: Zehn Marken, die Sie kennen sollten

Elektrotransporter von Maxus.
Platz 10 – Maxus: Ford, VW und Mercedes aufgepasst. Mit Maxus greifen die chinesischen Hersteller auch bei den Nutzfahrzeugen an. Die Modelle der 2011 gegründete Tochter von SAIC Motors sind unter anderem bei der österreichischen Post und Ikea im Einsatz. Verkauft werden die Transporter über eigene Händler. © GlobalImagens/Imago
Der Aiways U5.
Platz 9 – Aiways: 2017 ging der Hersteller in China an den Start. Schon zwei Jahre später folgte die erste Niederlassung in Europa. Im selben Jahr kam mit dem U5 das erste Auto in China auf den Markt. 2020 folgte Deutschland.  © Aiways
Der Wey Coffee 01
Platz 8 – Wey: Ihr Debüt feierte die Marke 2016 im Rahmen der Guangzhou Auto Show. Ab 2017 wurden die ersten Autos verkauft. In Europa ist Wey seit 2022 vertreten. Mit dem Coffee 01 will die Tochter von Great Wall in Deutschland durchstarten. Mit dem Plug-in-Hybrid Cooffee 02 legen die Chinesen im Herbst nach. Vertrieben werden die Fahrzeuge vom Importeur Emil Frey. © Wey
Lynk & Co 01
Platz 7 – Lynk & Co: Auch hinter diesem Hersteller, der 2016 gegründet wurde, verbirgt sich wieder Geely. Der Plug-in-Hybrid 01 wird dabei vor allem im Abo vertrieben. Das Modell kann aber auch gekauft oder geliehen werden. Entwickelt und entworfen wurde der Lynk & Co in Schweden bei der Konzernschwester Volvo.  © Lynk & Co
Der MG 4 EV.
Platz 6 – MG: Tot gesagte Leben länger. Das gilt auch für die britische Traditionsmarke MG. Allerdings nicht mehr unter der Flagge ihrer Majestät. Nach der Insolvenz erwarb zunächst die Nanjing Automobile Group im Juni 2005 die Markenrechte für 53 Millionen Pfund Sterling (ca. 61 Millionen Euro). Inzwischen gehört der Hersteller zu SAIC Motor. Dort wurde MG mit Roewe in der Abteilung Passenger Vehicle zusammengefasst. Seit Januar 2021 ist MG auch wieder auf dem deutschen Markt vertreten – unter anderem mit dem 4 EV. © MG
Der Xpeng P7.
Platz 5 – Xpeng: Wie viele chinesische Hersteller ist auch Xpeng noch relativ jung. Erst 2014 wurde das Unternehmen gegründet, konnte in den vergangenen Jahren seine Stückzahlen aber immer weiter steigern. In Europa ist Xpeng bisher lediglich in Schweden, Norwegen, Dänemark und den Niederlanden vertreten. Wann der Hersteller nach Deutschland kommt, ist unklar. © Zuma Wire/Imago
Der Zeekr 001.
Platz 4 – Zeekr: Auch wenn der Name so gar nicht chinesisch klingt, stammt der Hersteller dennoch aus dem Reich der Mitte. Der Markenname setzt sich aus Generation Z und dem Begriff Geek zusammen. Hinter dem erst 2021 gegründeten Autobauer steckt Geely. Mit der neuen Tochter möchte man im Premiumsegment Fuß fassen. Zeekr arbeitet zudem mit Waymo an einem vollelektrischen, autonom fahrenden Ride-Hailing-Fahrzeug für die USA. Zusammen mit Mobileeye will man bis 2024 autonomes Fahren in Serie bringen. 2023 soll die Marke in Schweden und den Niederlanden mit den Modellen 001 und X ihren Europa-Start feiern. © Zeekr
Der Ora Funky Cat.
Platz 3 – Ora: Wie Wey gehört auch Ora zu Great Wall Motor. Gegründet wurde die Elektro-Tochter erst im Jahr 2018. Trotz ihrer noch recht jungen Geschichte hat die Marke schon für einen Aufreger gesorgt und eine dreiste Kopie des VW Käfer auf den Markt gebracht. In Europa gibt es das Modell jedoch nicht, dafür aber den Funky Cat. © Ora/GWM
Der NIO ES6 steht auf einer Messe.
Platz 2 – NIO: Der Name des 2014 gergründeten Herstellers ist eine Anspielung auf den Smog über den Großstädten Chinas. Nio,in chinesischen Schriftzeichen „Weilai“, bedeutet übersetzt „Der Himmel wird blau“. Eine Besonderheit der Marke ist die Battery-Swap-Technologie. In fünf Minuten wird der Akku gegen einen neuen ausgetauscht. Sein Europa-Debüt gab Nio 2021 in Norwegen. Seit 2022 sind die Elektroautos auch in Deutschland erhältlich. © VCG/Imago
Der BYD Seal.
Platz 1 – BYD: Unter den chinesischen Autobauern ist Built Your Dreams (BYD) fast schon so was wie der Opa. Seit 1995 gibt es das Unternehmen bereits. Autos spielten am Anfang jedoch noch keine Rolle, stattdessen baute man wiederaufladbare Batterien. Erst 2003 stieg man durch den Kauf der angeschlagenen Xian Qinhuan Automobile in das Automobilgeschäft ein. Inzwischen ist BYD einer größten Automobilproduzenten Chinas und der Welt. In Deutschland sind die Chinesen derzeit mit den Modellen Atto3, Han und Tang vertreten. © VCG/Imago

Gefahr aus dem Airbag: Gasgeneratoren können platzen

„Diese Airbag-Gasgeneratoren können platzen, wenn der Airbag des Fahrzeugs ausgelöst wird, wodurch Metallsplitter in den Fahrgastraum des Fahrzeugs geschleudert werden“, heißt es in einer Mitteilung der NHTSA. Und weiter: „Ein platzender Airbag-Füllkörper stellt ein unangemessenes Risiko für schwere oder tödliche Verletzungen der Fahrzeuginsassen dar.“

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Wenn in Deutschland ein Fahrzeugmodell zurückgerufen wird, dann erfahren die Halter davon per sogenanntem Rückruf-Schreiben. Wichtig zu wissen: Ein solcher Brief ist keine Empfehlung, sondern eine ernstzunehmende Aufforderung, den genannten Mangel beseitigen zu lassen. Kommt man als Fahrzeughalter dem auch nach mehreren Ermahnungen nicht nach, kann das Auto durch die Behörden stillgelegt werden.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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