Zwerggemüse

Mini-Kohlköpfe für den kleinen Hunger lassen sich im Garten ganz einfach anbauen

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Wer möchte schon tagelang Kohl essen? Klein gewachsene Kohlköpfe sind eine praktische Alternative zu großen Exemplaren. Mit einer einfachen Methode kann man sie im Beet anbauen.

Ja, Rosenkohl ist recht klein. Und Minikohl ist unter dem Begriff Flower Sprouts, einer Kreuzung aus Grün- und Rosenkohl, auch sehr trendy. Aber mit ihrem eigenen Geschmack nicht jedermanns Sache. Wer gerne Rotkohl, Blumenkohl, Wirsing oder Weißkohl isst, aber den riesigen Kohlköpfen etwas überdrüssig ist, kann sich im Garten etwas niedlichere Varianten ziehen. Denn die müssen nicht tagelang auf den Teller kommen, bis die großen Mengen verbraucht sind und schmecken auch etwas zarter.

Mini-Kohlköpfe im Garten anbauen – perfekt für den kleinen Hunger

Vor allem im Hochbeet oder auf dem Balkon sind kleine Kohlköpfe vorteilhafter.

Kleine Kohlköpfe im eigenen Beet anzubauen ist kein Hexenwerk – und übrigens auch sehr praktisch im Hochbeet oder auf dem Balkon, wo man weniger Platz zur Verfügung hat. Denn es handelt sich hierbei nicht um besonders kleinwüchsige Sorten, sondern um eine bestimmte, ganz einfache Pflanzmethode.

Hierbei macht man sich einfach die Biologie zunutze. Normalerweise sät oder setzt man Kohlpflanzen in einem Pflanzabstand von etwa 50 mal 50 Zentimetern. Wenn man diesen Abstand nun verringert, kann sich das Gemüse aufgrund des Konkurrenzdrucks zu seinen nahen Nachbarn nicht stark ausbreiten – die Kohlköpfe werden auf natürliche Weise kleiner. Laut dem Magazin Kraut & Rüben setzt man hierfür am besten 16 bis 20 Pflanzen mit einem Abstand von jeweils 25 Zentimetern auf einen Quadratmeter. Früh- und Sommersorten sind besser geeignet, da sie schneller wachsen und zarter bleiben.

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Frühlingszwiebeln bis Erdbeeren: Zehn Gemüsesorten, die ideal fürs Hochbeet sind

Kohlrabi und Salat im eigenen Garten reif zur Ernte
Da Kohlrabi schneller und weniger ausladend als andere Kohlarten wächst, eignet er sich für das Hochbeet. © Alfred Hofer/Imago
Feldsalat (Valerianella locusta) im Beet
In einem unkrautarmen Hochbeet wächst Feldsalat gut. Er wird von August bis Oktober gesät.  © Manfred Ruckszio/Imago
Kapuzinerkresse (Nasturtium Tropaeolum majus)
Kapuzinerkresse wächst schnell und ist dank der (essbaren) Blüten und Blätter auch noch sehr dekorativ.  © Emer/Imago
Rote Beete, Rote Rübe (Beta vulgaris)
Bis Juni können Sie Rote Beete noch ins Hochbeet pflanzen. © O. Diez/Imago
Buschbohnen (Phaseolus vulgaris)
Da Buschbohnen besser in einem vorgewärmten Boden wachsen, ist ein Hochbeet ideal für den Anbau.  © Emer/Imago
Tomaten in Schüssel
Kleine Tomatensorten sind auch für das Hochbeet geeignet. Jedoch benötigen Sie einen Schutz vor Wind und Regen.  © Photology2000/Imago
Frühlingszwiebel (Allium cepa)
Von März bis August kann man Frühlingszwiebeln direkt ins Hochbeet säen.  © J. Pfeiffer/Imago
Erdbeeren im Beet
Erdbeeren sind ebenfalls für das Hochbeet geeignet, denn sie bleiben so von gierigen Schnecken verschont.  © Edwin Remsberg/Imago
Fenchelknollen
Fenchel benötigt bis zur Ernte viel Wärme, ideal ist also ein Anbau auf dem Hochbeet. © Auremar/Imago
Minze im Hochbeet
Kräuter wie Minze, Dill, Schnittlauch oder Kerbel finden ideale Bedingungen in einem Hochbeet. © Heike Rau/Imago

Auch für die Mini-Kohlköpfe gilt: Kohl ist ein Starkzehrer und benötigt viele Nährstoffe. Daher sollten Sie den Boden vorab mit Kompost oder organischem Dünger wie Hornspänen anreichern. Die kürzeren Pflanzabstände erhöhen allerdings auch das Risiko für Schädlingsbefall, daher sollte man stets ein gutes Auge auf die Pflanzen haben.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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