Neue Studie

Mobility Guide 2023 offenbart: Elektroautos wirtschaftlicher als Verbrenner

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In Deutschland hat das Elektroauto bei den Kilometerkosten knapp die Nase vorne.
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Immer wieder heißt es, Elektroautos seien teurer als Verbrenner. Bei den Gesamtkosten pro Kilometer haben die Stromer aber die Nase vorne. Wenn auch nicht überall.

Blickt man rein auf den Kaufpreis, ist die Frage Elektroauto oder Verbrenner in den meisten Fällen schnell beantwortet. Denn noch haben Diesel und Benziner hier die Nase oft deutlich vorne. Insbesondere seit dem Wegfall des Umweltbonus, den viele Hersteller jedoch ausgleichen. Unterm Strich sind die Stromer aber schon jetzt häufig günstiger – zumindest in Europa.

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Elektroauto insgesamt günstiger: Über 1.200 Euro Kostenvorteil gegenüber Verbrenner

Zu diesem Ergebnis kommt der „Mobility Guide 2023“ von Leaseplan und ALD Automotive. In Deutschland kostet der Kilometer mit dem E-Auto demnach 43 Cent, während mit einem Verbrenner 44 Cent fällig werden. Berücksichtigt sind unter anderem Kaufpreis, Energiekosten und Steuern. Auch die Kosten für Wartung und Reparaturen sind meist niedriger.

Ebenfalls rund 1 Cent lässt sich in Italien, Spanien und Schweden mit dem E-Auto sparen. Den größten Preisvorteil für Stromer gibt es in Belgien und Österreich mit jeweils 5 Cent pro Kilometer. In den Niederlanden und Großbritannien liegen Verbrenner und Elektroauto gleich auf. Zugrunde gelegt sind jeweils eine vierjährige Haltedauer und 120.000 Kilometer Gesamtfahrleistung. Der Kostenvorteil läge in Deutschland somit bei 1.200 Euro. In Österreich und Belgien wären es sogar 60.000 Euro.

Lieblingsautos der Deutschen in 2023: An Volkswagen führt kein Weg vorbei

Der Škoda Octavia RS als Limousine und Combi.
Platz 10 – Škoda Octavia: Der Kompaktwagen der Tschechen ist neu in den Top-10 und zeitgleich der erste Vertreter der Volkswagen Gruppe. Insgesamt wurde der Octavia vierten Generation 2023 41.819 Mal verkauft. Im Frühjahr 2024 erhält das 2019 vorgestellte Fahrzeug von Škoda ein Update. © Škoda
Mercedes-AMG C 63 S E PERFORMANCE als Coupe und T-Modell.
Platz 9 – Mercedes-Benz C-Klasse: Ebenfalls neu dabei ist die C-Klasse von Mercedes-Benz. Die fünfte Generation des Bestsellera aus Stuttgart kam 2021 auf den Markt. 2023 setzte Mercedes-Benz 44.257 Fahrzeuge ab. © Mercedes-Benz AG
Tesla Model Y.
Platz 8 – Tesla Model Y: Weltweit ist das Elektroauto aus den USA eines der am meist vekauftesten Autos überhaupt. Auch in Deutschland ist das SUV sehr beleibt. Tesla verkaufte in 2023 45.818 Exemplare. Im Vergleich zu 2022 verbesserte sich das Model Y um drei Positionen. © Roland Weihrauch/dpa
Mini Cooper
Platz 7 – Mini Cooper: Das Kultauto der BMW-Tochter kommt auch bei den Deutschen gut an – auch als Stromer. Allerdings nicht mehr so gut, wie noch 2022. Mit 45.938 Neuzulassungen rutscht der Mini im Ranking auf Platz sieben. © Bernhard Filser/BMW Group
Fiat 500 vor rotem Hintergrund.
Platz 6 – Fiat 500: Klein, aber oho. Die Knutschkugel aus Italien lässt auch hierzulande die Herzen schmelzen. 2023 verkaufte sich der Fiat 500 ganze 47.166-mal. © Max Sarotto/Stellantis
VW Passat
Platz 5 – VW Passat: Wer viel Platz sucht, der kommt kaum um den Allrounder aus Wolfsburg herum. Das zeigt sich auch bei den Verkaufszahlen: 47,494 Abnehmer fand der VW Passat. Seit 1973 leistet der Passat nicht nur Familien treue Dienste. 2023 ging die inzwischen neunte Generation an den Start, die es nur noch als Kombi gibt. © Volkswagen
Opel Corsa
Platz 4 – Opel Corsa: Mit 53.669 Exemplaren erfreut sich der Kleinwagen aus Rüsselsheim großer Beliebtheit. Fürs Podium reicht es aber leider nicht. Dennoch konnte sich der Opel Corsa um einen Platz verbessern. © Stellantis
VW Tiguan
Platz 3 – VW Tiguan: Der erste Podiumsplatz geht nach Wolfsburg. Der Tiguan verkaufte sich in 2023 63.958-mal. Besonders beliebt war der SUV bei Unternehmen, auf die drei Viertel der Zulassungen entfielen. © Volkswagen
VW T-Roc.
Platz 2 – VW T-Roc: Noch beliebter als der Tiguan war der T-Roc. VW verkaufte von dem Mini-SUV insgesamt 68.678 Exemplare. Das sind 17 Prozent mehr als 2022. Entsprechend verbesserte sich der T-Roc auf Platz zwei. © Uli Sonntag/VW
VW Golf
Platz 1 – VW Golf: Es kann nur einen geben! Und das ist – wie sollte es auch anders sein – der VW Golf. Der Dauerbrenner aus Wolfsburg war auch 2023 wieder das Lieblingsauto der Deutschen. 81.117 Fahrzeuge setzte Volkswagen ab. Vier Prozent weniger als noch 2022. Aber auch hier steht bekanntlich 2024 ein Facelift ins Haus. © Ingo Barenschee/Volkswagen

Elektroauto versus Verbrenner: Diesel und Benziner haben in Brasilien und USA die besseren Karten

Allerdings fallen Ergebnisse der Studie nicht überall in Europa so positiv für das Elektroauto aus. So ist es in Bulgarien (78 Cent vs. 55 Cent), Kroatien (46 Cent vs. 41 Cent), Rumänien (43 Cent vs. 28 Cent), Tschechien (34 Cent vs. 30 Cent) und Ungarn (37 Cent vs. 31 Cent) noch immer günstiger, einen Verbrenner zu fahren.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Weltweit betrachtet, zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. So hat das Elektroauto in Indien (20 Cent vs. 22 Cent) und Japan (18 Cent vs. 21 Cent) die Nase vorne. In Brasilien (48 Cent vs. 24 Cent) und den USA (31 Cent vs. 22 Cent) sind Autofahrer derweil mit dem Verbrenner günstiger unterwegs. In Kanada liegen beide Antriebsarten mit 27 Cent pro Kilometer gleich auf. Unumstritten scheint derweil, dass die Stromer deutlich besser für die Umwelt sind. Auch wenn das Experten wie Fritz Indra anderes sehen. (Mit Material von SP-X)

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