Tipps für empfindliche Böden

Terrassenboden ohne Hochdruckreiniger reinigen – was hilft schonend bei Moos oder Algen?

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Grüner Belag macht sich auf der Terrasse breit? Dann kann man den Boden kräftig schrubben – ein umweltverträgliches Hausmittel hilft dabei.

Nicht jeder hat einen Hochdruckreiniger daheim. Bei manchen weichen Steinböden und auch bei bestimmten Holzböden ist der Hochdruckreiniger zudem keine gute Idee. Am einfachsten hält man sich an die Empfehlungen der Hersteller, dann ist man auf der sicheren Seite. Ohne Hochdruckreiniger heißt es vor allem: kräftig schrubben, um Böden von Moos oder Algen zu befreien. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen empfiehlt zudem den Gebrauch sanfter und umweltschonender Hausmittel, die man zunächst an einer unauffälligen Stelle des veralgten Terrassenbodens testen sollte. Sollte das Material an der Stelle unbeschadet bleiben, kann man fortfahren. Welches Hausmittel eignet sich und wie funktioniert die Reinigung?

Terrassenboden reinigen – mithilfe von Waschsoda

Will man grünen Belag auf der Holzerrasse loswerden, sollte man zunächst ein bis zwei Esslöffel Waschsoda in einem Liter heißem Wasser auflösen, heißt es auf Verbraucherzentrale.de. Waschsoda ist u.a. in Drogeriemärkten erhältlich. Das aufgelöste Pulver sollte man großzügig auf die betroffenen Stellen verteilen und einwirken lassen. Anschließend den Boden abbürsten und eventuell noch einmal mit Wasser nachschrubben. Bei den Arbeiten mit der Waschsoda-Lösung sollte man allerdings Handschuhe tragen, um die Hände vor der alkalischen Lösung zu schützen. Nach der Reinigung sollten die Holzdielen wieder neu geölt werden – „am besten mit einem umweltfreundlichen Holzöl mit dem Blauen Engel oder Leinöl“, empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW.

Auch bei Steinflächen kann Waschsoda weiterhelfen. Gegen leichtere Verschmutzungen lösen Sie einen Esslöffel Soda pro Liter Wasser auf und gießen die Mischung auf die betroffenen Steinplatten. Lassen Sie das Ganze mindestens eine Stunde, gerne auch länger, einwirken, schrubben Sie gegebenenfalls etwas und spülen Sie dann mit klarem Wasser aus der Gartenbrause nach. Informieren Sie sich im Vorfeld unbedingt über die genaue Art Ihres Bodens. Natursteine können sehr empfindlich reagieren und es reicht häufig schon, diese mit Neutralseife und Wasser abzubürsten. Prüfen Sie die Verträglichkeit am besten an einer unauffälligen Stelle, bevor Sie die ganze Fläche bearbeiten.

Wie wird man den grünen Belag auf der Terrasse wieder los? Umweltverträgliche Hausmittel können bei der Reinigung helfen. (Symbolbild)

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Unkraut zwischen Fugen entfernen

Auch Unkraut in den Fugen ist aus Sicht von Hausbesitzern manchmal lästig. Eine umweltschonende Art aus Omas Trickkiste, um Löwenzahn aus Fugen zu entfernen: Übergießen Sie das Kraut mit kochendem Wasser. Sprießt das Unkraut aus den Pflasterfugen, kann man es auch einfach mit einem Fugenkratzer oder einer Fugenbürste entfernen. Ein Tipp, damit es gar nicht erst so weit kommt: Bürsten Sie den Terrassenboden regelmäßig mit einem harten Besen ab. Damit erwischen Sie bereits die kleinen Pflanzen, bevor sie sich gut verwurzeln und Samen bilden können.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © Alona Antoniadis via www.imago-images.de
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Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © Mar via www.imago-images.de
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Monkey Business 2 via www.imago-images.de
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Kateryna Kolesnyk via www.imago-images.de
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Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imageBROKER/O. Diez via www.imago-images.de
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Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Erich Teister
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Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © IMAGO/Ashley Corbin-Teich
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Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss via www.imago-images.de
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Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © -
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Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © IMAGO/TSpider

Nur umweltverträgliche Mittel wählen

Wichtig zu wissen: Es dürfen auf versiegelten Flächen keine chemischen Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt werden, wie Experten betonen. Von der Verwendung von Essig und Salz sollte man absehen. Auch wer Löwenzahn und Giersch oder Moos zwischen den Pflasterfugen in der Einfahrt entfernen will, sollte auf keinen Fall zu scharfen Mitteln greifen. „Sie dürfen Fugen und Kiesflächen nicht mit Unkrautvernichtungsmitteln, sogenannten Herbiziden, behandeln“, informiert die Verbraucherzentrale NRW. „Geldstrafen bis 50.000 Euro drohen, denn diese Mittel belasten Wasser, Boden, Mensch und Tier.“

Rubriklistenbild: © Werner Lerooy/Imago

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