Akkulaufzeit

Machen Sie nicht diese verbreiteten Fehler, wenn Sie Ihren Smartphone-Akku schonen wollen

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Akku leer, und jetzt? Das Problem kennen viele Handy-Nutzer. Wie lässt sich der Akku schonen, damit er länger hält oder nicht vorzeitig kaputtgeht? 

München ‒ Die wichtigste Funktion eines Smartphones ist eigentlich die Akkulaufzeit. Denn selbst das teuerste Handy kann zu einem nutzlosen Gerät werden, sobald der Akku leer ist. Und gerade bei den Akkulaufzeiten gibt es himmelweite Unterschiede. Das Online-Portal Benchmarks.ul.com listet 200 Handys mit den längsten Akkulaufzeiten auf. Von den zehn besten Geräten der Liste ist kein in Europa etablierter Smartphone-Hersteller dabei. Erst ab dem elften Platz taucht erstmals ein Gerät vom Hersteller Motorola (Laufzeit 23 Stunden und 24 Minuten) auf, das Verbraucher auch hierzulande kennen dürften.

Ein Lightning-Ladestecker wird in ein Apple iPhone gesteckt.

Handy-Akku richtig aufladen: Tipps, damit das Smartphone länger läuft

Dabei ist die Akkulaufzeit besonders wichtig. Nicht nur, weil der Akku bei vielen Geräten inzwischen im Gerät fest verbaut ist und sich nicht mehr einfach austauschen lässt. Was gleichzeitig dann auch bedeutet: Ist der Akku kaputt, muss ein neues Handy her.

Welche Tricks hilfreich sind, um den Akku zu schonen:

  • Laden Sie den Akku Ihres Handys nicht komplett auf. Am besten arbeiten Akkus bei 30 bis 70 Prozent.
  • Laden Sie den Akku nicht erst auf, wenn er fast leer ist. Denn die im Gerät verbauten Lithium-Ionen-Akkus sind stark schwankungsanfällig, wenn sie nicht mit genügend Energie „betankt“ werden. Einen komplett entleerten Akku sollten Sie daher vermeiden. Das kann dem Akku dauerhaft schaden.
  • Ständig am Stromkabel schadet dem Akku. Daher sollten Sie Ihr Smartphone erst an das Ladekabel anschließen, wenn der Akku-Status weniger als die Hälfte beträgt und auch wieder abstecken, wenn er bei 100 Prozent ist.
  • Achten Sie auf die Temperatur Ihres Smartphones, denn der Akku kommt mit extremen Temperaturen meistens schlecht zurecht und muss dann mehr Leistung abliefern als bei Normaltemperatur. Bei Apple-Geräten beispielsweise gibt der Hersteller die ideale Temperatur zwischen 0 und 35 Grad Celsius an.
  • Laden Sie den Akku nicht im Bett auf, denn dabei könnte der Akku überhitzen und zu einem technischen Defekt sowie schlimmstenfalls zu einem Brand führen.
  • Ladekabel von Drittanbietern können dem Akku schaden, es sogar kaputtmachen. Besser ist in jedem Fall, zum Original-Ladekabel des Herstellers zu greifen.
  • Damit der Akku vom Handy beim Lagern, beispielsweise in einer Schublade, nicht kaputtgeht, ist empfehlenswert, dass der Akku dabei ungefähr halbvoll geladen ist.
  • Ein Battery Case hilft dabei, dass das Handy länger durchhält. Er kann sich bei Apple-Geräten ein wenig erwärmen, während des Aufladens. Wenn die Batterie zu warm wird, bricht die Software den Ladevorgang ab, wenn das iPhone mehr als 80 Prozent Ladung aufweist, um die Lebensdauer der Batterie zu verlängern. Bei der Aufladung spielt laut Hersteller auch die Temperatur des Geräts eine Rolle.

Quelle: Techbook.de und Apple Support

Beim Aufladen des Handy-Akkus lassen sich einfache Fehler vermeiden. (Symbolbild)

Akkulaufzeit: Weitere Kriterien entscheiden über die Laufzeit

Ein Handy mit langer Akkulaufzeit muss nicht teuer sein: Bereits ein einfaches, günstiges Handy für etwas über 100 Euro bietet bereits ein gutes Energiemanagement, mit dem der Nutzer über den Tag kommt. Denn neben der Akkukapazität beeinflussen auf die Displaygröße, die Auflösung des Displays sowie die Energieeffizienz des verbauten Chips die Laufzeit des Akkus, berichtet das Online-Portal connect.de. Grundsätzlich gilt hierbei: Je größer das Display des Smartphones ist und je feiner die Auflösung ist, desto mehr Energie verbraucht das Gerät.

Es gibt Hersteller, die verstärkt auf eine hohe Akkukapazität setzen, wiederum andere setzen auf einen geringeren Energiebedarf, was den Vorteil hat, dass diese Geräte meist leichter sind. Warum Verbraucher im Sommer übrigens niemals Handyhüllen nutzen sollten, sondern besser in den Rucksack packen.

Rubriklistenbild: © Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Symbolbild

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