Tipps für den Sommer

Insektenfänger für kleines Geld: Streichholzschachtel sorgt für Ruhe vor Fliegen, Wespen & Co

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Bienen, Hummeln, Wespen oder gar Hornissen laden sich gern selbst zum Essen im Garten ein. Doch um sie in Schach zu halten braucht man nur eine Streichholzschachtel.

Kassel ‒ Manch einer zieht mit einem Elektrostab aus dem Baumarkt gegen Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen zu Felde. Soll helfen, um die Tiere rasch zu töten. Doch eigentlich ist diese elektrische Fliegenklatsche, die aussieht wie ein gewöhnlicher Tennisschläger - nur mit Volt-Spannung, nichts anderes als Tierquälerei.

Ob in der Wohnung, im Garten, beim Grillen auf dem Campingplatz oder im Urlaub am See - immer mehr Menschen machen von dem Elektro-Fliegenfänger Gebrauch. Selbst Angler werden inzwischen am Ufer von Gewässern mit der Klatsche gesichtet.

Insektenfänger für kleines Geld - Streichholzschachtel genügt

Klar, die Tiere können lästig sein. Sobald sie summend über dem eigenen Kopf kreisen und nicht den Weg durch das Fenster nach draußen finden. Noch nerviger sind Insekten, wenn sie als ungebetene Gäste auf den Tellern mit Würstchen und Salaten geladener Gäste in der Grillrunde Platz nehmen. Dann wird der sommerliche Grillnachmittag schnell zum „Schlagabtausch“, sobald etliche Hände fuchtelnd nach den Tierchen hauen. Doch so einfach wird eine Grillgesellschaft die geflügelten Eindringlinge nicht wieder los. Dabei genügte eigentlich schon eine Streichholzschachtel.

Biene im Anflug - schönes Insekt, aber bitte nicht auf dem eigenen Teller. (Symbolbild)

Am besten stülpt man die offene Schachtel vorsichtig über das Tier. Danach muss nur noch der Deckel über die Wespe, die Biene oder die Fliege geschoben werden, berichtet Focus.de. Entweder werden die Tiere nun in der Schachtel von der Wohnung nach draußen befördert oder sie werden an anderer Stelle im Garten wieder ausgesetzt. Dazu muss bloß die Streichholzschachtel wieder geöffnet werden. Wer noch sanfter mit den Tieren sein will, greift am besten zu einem Gerät mit Sichtfenster, wie einem Snapy oder Insektencatcher aus dem Fachhandel.

Insekten wieder loswerden - auch ein Glas und Papier reicht dafür

Aber auch ein Glas und ein Stück Papier reichen schon, um die Tiere kurzzeitig gefangenzunehmen und anschließend wieder in die Freiheit zu entlassen. Auch kleine, lästige Gewittertierchen sollten Gartenfreunde vor einem Landeanflug im Grün hindern. Denn die kleinen Flugkünstler setzen sich auf Pflanzen und die Haut des Menschen.

Freund oder Feind? Schädliche und harmlose Raupen im heimischen Garten

Schmetterlingsraupe des Großen Kohlweißlings mit Hand
Die Raupen des Großen Kohlweißlings sind gut zu erkennen und treten oft in Scharen auf. Am besten setzt man die Tiere weit entfernt vom Gemüse wieder aus, damit sich der schöne Falter daraus entwickeln kann. © Shotshop/Imago
Baumstamm mit Raupen des Eichenprozessionsspinners
Nicht jeder hat eine Eiche oder Buche im Garten, aber wenn Sie die haarigen Raupen des Eichenprozessionsspinners sichten, nehmen Sie sich in Acht: Ihre Brennhaare enthalten ein Gift, das zu Haut- und Atemwegsreizungen bis hin zu einem allergischen Schock führen kann. Beauftragen Sie Profis mit der Beseitigung. © Shotshop/Imago
Raupen des Kleinen Fuchses auf Brennnesseln
Sieht gefährlich aus, tut aber nix: Aus den Eiern des Kleinen Fuchses schlüpfen schwarz-gelbe stachelige Raupen, die sich selten von ihren Futterpflanzen, den Brennnesseln, wegbewegen. Dafür hat man bald bildschöne Schmetterlinge im Garten. © blickwinkel/Imago
Grüne Raupe vom Kleinen Frostspanner ( Operophtera brumata )
Ach, irgendwie ganz putzig? Mitnichten! Die Raupe des Kleinen Frostspanners frisst ganze Obstbäume und Ziergehölze bis auf die Rippen kahl. © Zoonar/Imago
Raupe des Schwalbenschwanzes auf Doldenblüter
Aber hallo! Die auffällige Raupe des Schwalbenschwanzes bevorzugt Doldenblüter wie Wilde Möhre, Fenchel, Dill und Giersch als Nahrungsquelle. Gönnen Sie der harmlosen Raupe den Schmaus. © Panthermedia/Imago
Raupen der Gespinstmotte in einem Baum
Die Raupen der Gespinstmotte sitzen zum Beispiel an Obstbäumen, Pfaffenhütchen oder Schlehen. Wenn sie in Massen auftreten, fressen sie ganze Bäume kahl ... © Steinach/Imago
Gespinstmotten haben einen Baum mit einem weißen Gespinst überzogen.
... deswegen sollte man sie im Garten absammeln, sobald man sie findet. Denn sonst wird es bald sehr gespenstisch. Es ist aber nicht so tragisch, wie es aussieht: Irgendwann verschwinden die Raupen und die Pflanzen treiben danach wieder aus. © blickwinkel/Imago
Raupe der Kohleule (Barathra brassicae) auf einer Blüte
Eine eher unscheinbare grüne Raupe mit unangenehmen Eigenschaften: Die Abkömmlinge der Kohleule zählen zu den häufigsten Gemüseschädlingen im Garten. Sie verschmutzen die Kohlköpfe mit Kot und diese faulen daraufhin schnell. © Steffen Schellhorn/Imago
Raupe des Landkärtchens
Bitte leben lassen: Das Landkärtchen ist Schmetterling des Jahres 2023 und legt seine Eier gerne auf Doldenblüter. Die dornigen schwarzen Raupen wirken bedrohlich, richten aber keinen nennenswerten Schaden an. © CHROMORANGE/Imago
Buchsbaumzünsler (lat. Cydalima perspectalis) frisst Buchsbaum kahl.
Sie haben einen Buchsbaumzünsler gesichtet? Dann ist Gefahr in Verzug und Sie sollten mit Schädlingsbekämpfungsmitteln dagegen vorgehen, sonst ist Ihr Buchsbaum verloren. In dem Fall muss er sofort entsorgt werden. © localpic/Imago

Wer ein ganzes Wespennest im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse entdeckt, sollte aufpassen. Nicht nur, weil die Tiere extrem aggressiv werden können, sondern auch, weil demjenigen hohe Strafen drohen, der ihre Nester selbst entfernt.

Rubriklistenbild: © Mario Aurich/imago

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