VonLisa Kleinschließen
Wer seinen Hausmüll nicht ordnungsgemäß entsorgt, muss je nach Bundesland mit saftigen Bußgeldern rechnen. Für manche Vergehen drohen sogar bis zu 50.000 Euro!
Mülltrennung ist nicht einfach – vor allem, da sich immer mal wieder die Regeln ändern. So sind etwa bestimmte Stoffe ab 2025 im Restmüll verboten. Jeder sollte genau wissen, was jetzt noch in die schwarze Tonne darf, sonst kann es teuer werden. Doch auch wer die falschen Dinge etwa in die Biotonne oder den gelben Sack packt, muss mit teils saftigen Bußgeldern rechnen. Richtig teuer wird es, landet der Müll gar nicht in der Tonne. echo24.de fasst zusammen, was die teuersten Fehler bei der Entsorgung sind und für welche Müll-Sünden die höchsten Bußgelder fällig werden.
Bußgeld für die falsche Müll-Entsorgung: Bis zu 50.000 Euro Bußgeld droht
Im Hohenlohekreis etwa wird beim Biomüll ganz genau hingeschaut. Bei einer Kontrollaktion wurden die Biotonnen der Bürger ausgekippt und nach Störstoffen durchsucht. Der Wert der Störstoffe soll gesenkt werden – bei den strengen Biotonnen-Kontrollen in Hohenlohe haben einige Müllsünder Bußgelder kassiert.
Allerdings haben sich dabei die Strafen mit Kosten von 8,50 Euro bis 19,30 Euro eher im unteren Bereich bewegt. Denn: Es geht deutlich teurer. Wer seinen Müll falsch sortiert, muss nur mit milderen Bußgeldern rechnet. Landet der Müll erst gar nicht in der Tonne, sondern wird einfach irgendwo „entsorgt“, dann kann in manchen Bundesländern sogar ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro drohen.
„Wie hoch das Bußgeld dabei im Einzelnen ausfällt, variiert je nach Bundesland, wobei der Höchstbetrag bei bis zu 50.000 Euro liegt“, erklärt „bussgeldkatalog.org“.
Mehrere Tausend Euro Bußgeld: Diese Müll-Sünden in Baden-Württemberg werden teuer
„bussgeldkatalog.org“ gibt einen Überblick, welche Müllsünden besonders hohes Bußgeld nach sich ziehen. Wer seinen Hausmüll nicht ordnungsgemäß entsorgt, der muss gegebenenfalls ganz schön tief in die Tasche greifen. Wer Abfall, der eigentlich in den Hausmüll gehört, falsch lagert oder einfach irgendwo wegwirft, liegenlässt, wegschüttet, vergräbt oder verbrennt, muss in Baden-Württemberg mit mehreren Tausend Euro Bußgeldern rechnen.
Laut „bussgeldkatalog.org“ ist die nicht sachgemäße Entsorgung folgender Dinge in Baden-Württemberg am teuersten und wird mit bis zu 2500 Euro Bußgeld bestraft:
- Mehrere Gegenstände über 1 Kubikmeter oder 200 Kilogramm
- Mehr als fünf Reifen
- Lkw, Anhänger, Wohnwagen, Omnibus, Traktoren, die erst später beseitigt werden
- Bauschutt über 5 Kubikmeter
- Stoffe über 20 Kilogramm
- mehr als 20 Kilogramm Abfall durch Schlachterzeugnisse sowie Tierkadaver behandelt, gelagert oder abgelagert
Für das Ausbrennen von Fahrzeugen drohen bis zu 1500 Euro in Baden-Württemberg – wer mehrmals dabei erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro rechnen. In Bayern drohen dafür sogar bis zu 8000 Euro!
Müll falsch entsorgt: Dafür werden bis zu 25.000 Euro Bußgeld fällig
Richtig teuer kann es in anderen Bundesländern werden: In Thüringen ist die teuerste Müllsünde das lagern oder ablagern von Bauschutt über fünf Kubikmeter – und wird mit bis zu 10.000 Euro geahndet.
Bis zu 10.000 Euro werden in Sachsen für die falsche Entsorgung von mehreren Gegenständen über einem Kubikmeter oder 200 Kilogramm fällig – bis zu 25.000 Euro für die Ablagerung von „schlammigen Stoffen“ wie Klärschlamm oder Fäkalien von mehr als fünf Kubikmeter.
Falsche Entsorgung: Diese Müll-Sünden kosten bis zu 50.000 Euro Bußgeld
Die mehrmalige falsche Entsorgung von Lkw, Anhängern, Wohnwagen, Omnibussen und Traktoren wird mit bis zu 10.000 Euro Bußgeld bestraft. Die falsche Entsorgung von Stoffen über 100 Kubikmetern kann bis zu 50.000 Euro Bußgeld kosten!
In Hessen wird die nicht ordnungsgemäße Entsorgung von Bauschutt und Bauabfall besonders teuer: Für Bauschutt über fünf Kubikmetern droht ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro, für Bauabfall mit Verunreinigungen schädlicher Art drohen bis zu 50.000 Euro.
In Mecklenburg-Vorpommern droht ein Bußgeld in Höhe von 50.000 Euro für die falsche Entsorgung von Bauschutt über 100 Kubikmeter und Altreifen über 100 Tonnen sowie Bauschutt über 100 Kubikmeter.
Teuer wird in Niedersachsen auch das Wegwerfen von mehr als fünf Reigen, die mehrfache falsche Entsorgung von Fahrzeugbatterien, Altöl oder Bauabfall mit Verunreinigungen schädlicher Art: Bis zu 25.000 Euro Bußgeld drohen dafür in Niedersachsen. Die späte Beseitigung von falsch entsorgten Fahrzeugen wie Lkw, Anhängern, Wohnwagen, Omnibussen, Traktoren, mobilen Maschinen (z.B. Kran, Presse, Bagger) kann hier bis zu 50.000 Euro kosten.
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