Symptome

Schluckbeschwerden, doch nicht erkältet? Das kann auf einer veränderte Schilddrüse hinweisen

  • schließen

Husten, Heiserkeit und Schluckstörungen können auf eine veränderte Schilddrüse hindeuten. Frühzeitig erkannt, lassen sich die Beschwerden jedoch gut behandeln.

Meist ist schon das Tragen enger Kleidung kaum zu ertragen. Doch kommen Probleme beim Schlucken, Heiserkeit sowie Druckgefühle im Halsbereich hinzu, sollten Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen. Denn solche Symptome können auf eine veränderte Schilddrüse hindeuten. Eine Schilddrüsenfehlfunktion lässt sich an zwölf Hinweisen erkennen und die Schluckbeschwerden sollten von einem Arzt beurteilt und gegebenenfalls in bestimmer Form medikamentös behandelt werden.

Schluckbeschwerden? Das kann auch die Schilddrüse sein

Bei Schluckbeschwerden denken viele zunächst an eine Erkältung oder geschwollene Lymphknoten. Doch auch eine vergrößerte Schilddrüse kann hinter den Beschwerden stecken. Laut dem Berufsverband der Deutschen Internistinnen und Internisten (BDI) leidet rund jeder Dritte hierzulande an einer Schilddrüsenvergrößerung, auch Struma oder Kropf genannt. Eine veränderte Schilddrüse zählt damit zu den am häufigsten verbreiteten Schilddrüsenerkrankungen in Deutschland.

Schluckbeschwerden können ein erstes Anzeichen für eine vergrößerte Schilddrüse sein (Symbolbild).

Häufig wird eine vergrößerte Schilddrüse allerdings erst sehr spät erkannt. Aus diesem Grund sollten Erwachsene regelmäßig ihren Hals auf Veränderungen untersuchen. Dies lässt sich mithilfe eines Schlucktests vor dem Spiegel ganz einfach zu Hause durchführen. „Für den Test wird nur ein Handspiegel und ein Glas Wasser benötigt. Die Schilddrüse sitzt unterhalb des Kehlkopfes. Halten Sie den Handspiegel also so, dass Sie den Teil des Halses zwischen Kehlkopf und Schlüsselbein sehen können. Legen Sie dann den Kopf in den Nacken, trinken Sie einen Schluck Wasser, und behalten Sie Ihren Hals dabei weiterhin im Blick. Beobachten Sie während des Schluckens, ob unterhalb des Kehlkopfes Schwellungen hervortreten. Dazu müssen Sie den Test gegebenenfalls einige Male wiederholen“, erklärt Wolfgang Wesiack, Präsident des BDI.

Schluckbeschwerden? Diese Symptome deuten auf eine Fehlfunktion hin

Eine Schilddrüsenfehlfunktion macht sich häufig zunächst durch Warnsignale wie Hustenreiz, Räusperzwang und Heiserkeit bemerkbar. „Treten derartige Beschwerden auf, sollten die Betroffenen einen HNO-Arzt aufsuchen. Dieser kann abklären, ob die Schilddrüse sich beispielsweise aufgrund einer Funktionsstörung verändert hat. Selbst wenn die Beschwerden nur leicht sind, oder einfach nur das Tragen enger Kleidung im Halsbereich dem Betroffenen unangenehm ist, ist der Arztbesuch angeraten“, erklärt Doris Hartwig-Bade, Vizepräsidentin des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte in einer Pressemitteilung.

Neben Schluckbeschwerden können zudem folgende Symptome auf eine Erkrankung der Schilddrüse hindeuten:

Schilddrüsenunterfunktion: Elf Lebensmittel können bei Hashimoto helfen

Rote Paprika
Hashimoto-Patienten sollten vor allem auf entzündungshemmende Lebensmittel setzen. Paprika zählt zu den Gemüse- und Obstsorten, die Vitamin C (Ascorbinsäure) enthält. Auch Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Fenchel, Sanddorn, Hagebutte, Kiwi, schwarze Johannisbeeren und Zitrusfrüchte eignen sich gut. © Francis Joseph Dean/Dean Picture/Imago
Olivenöl wird aus einer Karaffe getropft.
Pflanzenöle wie Olivenöl, aber vor allem auch Weizenkeimöl und rotes Palmöl liefern Vitamin E und sind deshalb bei Hashimoto empfehlenswert. Es handelt sich zudem um Antioxidantien, die recht hitzebeständig sind.  © zidi/Panthermedia/IMAGO
Äpfel
Bei Hashimoto sind Gemüse- und Obstsorten in den Farben rot, blau oder violett besonders empfehlenswert. Dazu zählen Äpfel, Beeren, Granatäpfel, Kirschen und Pflaumen. Sie enthalten Polyphenole. Diese Antioxidantien kommen besonders in den Blättern von Pflanzen vor. Auch Oliven und Olivenöl, Soja, Getränke wie Grüntee, Kaffee, (dunkler) Kakao, Rotwein und viele Gewürze wie Oregano, Zimt enthalten sie. © Francis Joseph Dean/Dean Picture/IMAGO
Eine Kiste mit roten Tomaten
Neben Papaya, Grapefruit, Karotten, Feldsalat, Grünkohl und Wassermelonen liefern auch Tomaten Carotinoide wie Lycopin und Beta-Carotin. Sie zählen ebenfalls zu den Antioxidantien. Reife Tomaten enthalten viel Lycopin, Dosentomaten und Tomatenmark sogar noch wesentlich mehr. © Maksim Konstantinov/IMAGO
Ananas liegt auf Untergrund
Ananas enthält Bromelain, das nicht nur entzündungs-, sondern auch gerinnungshemmend ist.  © YAY Images/IMAGO
Löffel mit Kurkuma.
Kurkuma (Gelbwurz) und Currypulver liefern Curcumin. Es hilft nicht nur bei Hashimoto, sondern insbesondere auch bei Arthrose, da es schmerzlindernd ist. Es soll zudem auch Krebs hemmen.  © Hans-Joachim Schneider/IMAGO
Chillischoten
Chili- und Paprikaschoten enthalten Capsaicin. Dabei handelt es sich um ein in verschiedenen Paprikasorten natürlich vorkommendes Alkaloid, das schmerzlindernd und durchblutungsfördernd wirkt. © Georg Schierling/IMAGO
Eine Hand hält einen Bund Hagebutten.
Hagebutte, die ganze Frucht als Pulver – nicht im Hagebuttentee, liefert Galaktolipide. Sie haben eine entzündungshemmende Wirkung. Allerdings sind sie fettlöslich und zerfallen bei Erhitzen über 40 Grad. Als Marmelade haben die Hagebutten deshalb weniger heilende Eigenschaften. © F. Hecker/Imago
Frau füllt eine Tüte mit Walnüssen.
Walnüsse enthalten neben Leinsamen, Leinöl, Chia-Öl, Walnussöl, Rapsöl sowie verschiedenen Fischarten (z.B. Lachs, Hering, Makrele, Sardelle) Omega-3-Fettsäuren. Diese wirken entzündungshemmend und sind deshalb gerade für Hashimoto-Patienten essenziell. Zudem können sie bei bei regelmäßiger Einnahme nachweislich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.  © David Munoz/IMAGO
Ein Bauer zeigt auf einem Markt einem Kunden Knoblauch in seiner Hand.
Knoblauch und Zwiebeln enthalten Sulfide und wirken antibaktierell und gefäßschützend. © Liang Sen/IMAGO
Mandeln
Mandeln wirken ebenfalls entzündungshemmend und liefern neben anderen Lebensmitteln Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Zink, Eisen, Selen. Diese erhalten Sie auch über dunkles Kakaopulver, Sojaprodukte, Hülsenfrüchte, Sesam, Vollkorngetreide, Kürbiskerne, Spinat, Beerenobst, Geflügel, Lachs, Leber und dunkelgrünes Blattgemüse. © IMAGO/Alex Salcedo
  • Fremdkörpergefühl im Hals
  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit
  • Gewichtszunahme oder -abnahme
  • verändertes Kältegfeühl

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie im kostenlosen 24vita-Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Schluckbeschwerden? Schilddrüsenfehlfunktion als Ursache

Beschwerden beim Schlucken, Druck- und Engefühle im Hals können verschiedene Ursachen haben. Um den Auslöser für die Schluckbeschwerden zu finden, kommt es daher auf die genaue Beschreibung der weiteren Symptome an. Abhängig von den Begleiterscheinungen kann der Arzt eine erste Einschätzung machen. Doch erst mittels Tast- und Ultraschalluntersuchung des Hals- und Rachenbereichs lässt sich eine genaue Diagnose stellen.

Neben einer Schilddrüsenüber- beziehungsweise -unterfunktion können so ebenfalls weitere Erkrankungen wie Entzündungen aufgrund einer Hashimoto-Thyreoiditis, Zysten oder eines knotigen Strumas ausgeschlossen werden. Für die Diagnostik im Nasen-Rachen-Raum ist ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) der richtige Ansprechpartner. In Zusammenarbeit mit Spezialisten wie Internisten und Endokrinologen lässt sich die Behandlung auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten einstellen. Werden die Symptome rechtzeitig mit einer entsprechenden medikamentösen Therapie behandelt, lassen sich die Beschwerden meist schnell in den Griff bekommen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Panthermedia / Imago

Kommentare