Zu verwirrend

Nach Kritik von Kunden: Audi belebt alte Modell-Nomenklatur wieder

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Durch die Einführung neuer Bezeichnungen wollte Audi eine klare Trennung zwischen Verbrennern und Elektroautos schaffen. Nun vollzieht der Ingolstädter Autobauer die Rolle rückwärts.

Mit neuen Modellbezeichnungen wollte Audi für Klarheit sorgen. Die Idee: Alle Elektrofahrzeuge tragen künftig gerade Zahlen wie A4, A6, Q4 usw. Im Gegensatz dazu sollten die verbleibenden Verbrennermodelle ungerade Zahlen wie A5, A7, Q7 erhalten. Konkret bedeutete dies, dass der „Verbrenner-A4“ mit dem letzten Modellwechsel zum A5 wurde. Diese neue Nomenklatur führte jedoch zu Verwirrung, weshalb Audi nun einen Rückzieher macht.

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Wiedereinführung alter Modellbezeichnungen laut Audi „Wunsch unserer Kunden“

Audi-Vertriebsvorstand Marco Schubert erklärte in einer Mitteilung, dass die aktuelle Entscheidung „das Ergebnis intensiver Diskussionen“ sei. Man folge „auch dem Wunsch unserer Kunden sowie dem Feedback unseres internationalen Handels“. Bereits vor nicht allzu langer Zeit hatte Audi die Bezeichnungen schon einmal grundlegend geändert: Die 2017 eingeführten leistungsbezogenen Doppelziffern waren jedoch für viele Kunden unverständlich. Daher beschloss man bei Audi, diese Doppelziffern wegzulassen – Modelle wie der Audi Q8 e-tron und Q6 e-tron tragen sie bereits nicht mehr.

Aus dem Audi A4 wurde in der aktuellen Generation der A5. Nun kehrt der Ingolstädter Autobauer wieder zu den alten Bezeichnungen zurück – doch bei den schon geänderten Modellen bleibt es vorerst dabei.

Audi-Zusatzkürzel „TFSI“, „TDI“ und „e-tron“ kehren aufs Fahrzeugheck zurück

Zukünftig wird die Zahl hinter dem Buchstaben wieder die Position im Modellportfolio anzeigen. Je höher die Zahl, desto „größer“ das Fahrzeug. „A“ steht weiterhin für die Flachbodenfahrzeuge, während „Q“ die SUVs kennzeichnet. Die Antriebsvariante wird künftig wieder durch ein Zusatzkürzel erkennbar sein. So wird der Kombi-Benziner als A6 Avant TFSI, die Diesel-Limousine als A6 TDI und die Kombi-Elektroversion als A6 Avant e-tron bezeichnet. Eine rückwirkende Umbenennung erfolgt jedoch nicht, sodass der aktuelle „Verbrenner-A4“ vorerst weiterhin A5 heißt.

Top 10: Die zehn beliebtesten Autos der Deutschen

Ein VW Polo
Platz 10 – VW Polo: Der VW-Konzern dominiert die Neuzulassungs-Statistik des Jahres 2024. Los geht es auf Platz 10 mit dem Polo: 36.757 Exemplare des Kleinwagens wurden in Deutschland verkauft. © VW
Ein Seat Leon
Platz 9 – Seat Leon: Der Leon trägt zwar kein VW-Emblem im Grill – zum Konzern gehört die Marke dennoch. Mit 37.129 Neuzulassungen konnte sich der Seat den 9. Platz in der Jahres-Statistik sichern. © Seat
Ein BMW X1
Platz 8 – BMW X1: In die Top 10 haben es nur wenige Fahrzeuge geschafft, die nicht aus dem VW-Konzern stammen. Der BMW X1 ist eines davon. 37.154 Neuzulassungen reichten für Platz 8. © BMW
Ein Opel Corsa
Platz 7 – Opel Corsa: Im Vorjahr noch auf Platz 4, ging es für den Corsa nach unten. Im Jahr 2024 reichten 43.467 Neuzulassungen aber immer noch für den 7. Platz. © Opel
Ein Opel Astra
Platz 6 – Opel Astra: Und gleich noch ein Opel. Mit 47.601 Neuzulassungen schaffte es der Astra auf Rang 6 in der Jahres-Statistik. © Opel
Ein VW Passat
Platz 5 – VW Passat: Und schon wieder VW. Platz 5 im Jahres-Ranking 2024 sicherte sich der Passat – mit 47.720 Neuzulassungen.  © VW
Ein Skoda Octavia
Platz 4 – Skoda Octavia: Ein großer Sprung für den Octavia: Im vergangenen Jahr lag er noch auf Platz 10. Im Jahr 2024 reichen 50.817 Neuzulassungen für den vierten Platz im Neuzulassungs-Ranking. © Skoda
Ein VW Tiguan
Platz 3 – VW Tiguan: Die Top 3 belegen ausschließlich Modelle der Marke Volkswagen. Auf dem dritten Platz landete der Tiguan mit 67.057 Neuzulassungen im Jahr 2024. © VW
Ein VW T-Roc
Platz 2 – VW T-Roc: Auch den zweiten Platz bei den meistverkauften Autos in Deutschland sicherte sich ein VW. Vom VW T-Roc wurden 75.398 Modelle neu zugelassen. © VW
Fahraufnahme eines VW Golf
Platz 1 – VW Golf: Die ewige Nummer eins stand auch im Jahr 2024 wieder an der Spitze der Neuzulassungen in Deutschland. 100.183 Golf-Modelle wurden neu zugelassen. © VW

Früher ließen sich aus den Typenbezeichnungen der Fahrzeuge Informationen wie die Hubraumgröße oder die Zylinderzahl ablesen. Heute ist das kaum noch möglich. Dennoch gibt es manchmal sehr ungewöhnliche Modellbezeichnungen, wobei Porsche vermutlich den längsten Autonamen beanspruchen kann. Was eine gute Auto-Modellbezeichnung ausmacht, erklärte der Autonamen-Erfinder Manfred Gotta im Interview mit IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Audi

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