„Keine Kuscheltiere“

Gassi-Gesetz 2022: Fünf Regeln, die Sie kennen müssen

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Für Hundebesitzer in Deutschland gilt seit Anfang 2022 eine neue Verordnung. Darunter neue Regeln wichtig, um sie artgerechter zu halten.

Seit dem 1. Januar 2022 gibt es für Hundehalterinnen und Hundehalter wichtige Änderungen, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eingeführt hat. „Haustiere sind keine Kuscheltiere – ihre Bedürfnisse müssen berücksichtigt werden“, begründete Ex-Bundesministerin Julia Klöckner (49, CDU) die neuen Regeln vergangenes Jahr gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Tierschützer dürfen sich freuen.

Gassi-Gesetz 2022: Fünf Regeln, die für Sie als Hundehalter gelten

Unter anderem gilt jetzt die sogenannte Gassipflicht, weshalb die neue Verordnung auch umgangssprachlich „Gassi-Gesetz“ genannt wird. Mit der Begründung, dass Hunde artgerecht gehalten sollen. Folgende Regeln müssen Sie beachten:

Das neue „Gassi-Gesetz“ bzw. die Tierschutz-Hundeverordnung hält auch für Welpenbesitzer einige Änderungen bereit.

Gassi-Gesetz 2022: 1. Genug Bewegung und Auslauf

Hunde brauchen ausreichend Bewegung und Auslauf. Demnach müssen Besitzer mit ausgewachsenen Exemplaren nach der neuen Verordnung mindestens zweimal am Tag und für mindestens eine Stunde im Freien spazieren gehen. Damit sich der Wauwau nicht einsam fühlt, sollte man ihn auch nicht mehr so lange alleine lassen. Aus diesem Grund müssen sich Besitzer mehrmals täglich in „ausreichender Dauer“ um ihr Haustier selbst kümmern oder eine Betreuungsperson engagieren.

Zudem ist geregelt, dass sich Halter täglich aktiv mit ihren Hunden beschäftigen sollen, etwa in Form von Spielen etc. Für Welpen gilt, dass man sich mindestens vier Stunden am Tag um sie kümmern muss.

Gassi-Gesetz 2022: 2. Blick ins Freie

Hunde sollen nicht nur mehr Zeit im Freien verbringen, sondern nach der Verordnung auch immer die Möglichkeit haben, von ihrem Heim aus ins Freie gucken zu können. Das machen sie schließlich gerne, um sich zu beschäftigen, die Umwelt zu beobachten und ihre natürliche Neugierde zu stillen.

Gassi-Gesetz 2022: 3. Anbindehaltung verboten

Was sicherlich viele Tierschützer freuen wird: Seit Anfang des Jahres ist es auch verboten, Hunde rund um die Uhr an einer Kette angebunden oder mit einer Laufleine auf einem Grundstück zu halten. Für viele ist das ein Akt der Tierquälerei, dem nun die neue Verordnung zustimmt. Wenn ein Fellfreund schließlich nur noch angebunden ist, ist nicht mehr gewährleistet, dass er sich ausreichend bewegen kann.

Gassi-Gesetz 2022: 4. Stachelhalsbänder verboten

Ein weiteres Verbot, das viele sicherlich gerne hören, ist, dass Stachelhalsbänder oder andere schmerzhafte Mittel, um Hunde folgsam zu machen, ebenfalls laut der neuen Verordnung nicht mehr zugelassen sind.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Gassi-Gesetz 2022: 5. Qualzucht nicht zur Schau stellen

Hunde, die Qualzuchtmerkmale aufweisen, also deformierte Körperteile haben oder ihnen diese fehlen und hierdurch umgestaltet worden sind, dürfen nicht mehr auf Veranstaltungen oder Ausstellungen gezeigt werden. Dabei geht es konkret um Rassen wie etwa Möpse oder Französische Bulldogge und Co., die oftmals aufgrund der Zucht Schmerzen oder körperliche Schäden haben.

Im Grunde soll es also darum gehen, das Leben des besten Freunds des Menschen auf vielen Ebenen zu verbessern und den Tierschutz hierzulande weiter voranzubringen.

Hunde und Erziehung: Zehn Fehler, die sie hassen, wir aber trotzdem tun

Hunde hassen Krach. Vor allem Lärm, den sie nicht zuordnen können, macht ihnen Angst. Wie zum Beispiel der Staubsauger. Sobald das Gerät in der Wohnung rausgeholt und angemacht wird, verlassen viele Hunde schlagartig und panisch den Raum. Jedes Mal bedeutet dies für sie Stress.
Hunde hassen Krach. Vor allem Lärm, den sie nicht zuordnen können, macht ihnen Angst. Wie zum Beispiel der Staubsauger. Sobald das Gerät in der Wohnung rausgeholt und angemacht wird, verlassen viele Hunde schlagartig und panisch den Raum. Jedes Mal bedeutet dies für sie Stress. (Symbolbild) © ZUMA Wire/Imago
Wer tätschelt seinem Hund nicht gern das Köpfchen? Eine Geste, die mit Sicherheit viele Hundebesitzer immer wieder machen. Nur empfinden Hunde oft alles, was von oben kommt als bedrohlich. Dreht Ihr Hund den Kopf weg oder geht beiseite, wenn Sie ihn so streicheln, ist das ein Zeichen dafür, dass Ihr Hund sich nicht wohl dabei fühlt.
Wer tätschelt seinem Hund nicht gern das Köpfchen? Eine Geste, die mit Sicherheit viele Hundebesitzer immer wieder machen. Nur empfinden Hunde oft alles, was von oben kommt als bedrohlich. Dreht Ihr Hund den Kopf weg oder geht beiseite, wenn Sie ihn so streicheln, ist das ein Zeichen dafür, dass Ihr Hund sich nicht wohl dabei fühlt. (Symbolbild) © Mint Images/Imago
Verkleiden Sie Ihren Hund nicht. Sein Fell reicht dem Vierbeiner in der Regel. Es sei denn es ist kalt und der Hund sehr empfindlich. Ohne triftigen Grund brauchen Hunde jedoch keine Kleidung. Ihr Vierbeiner wird es Ihnen danken, Hund bleiben zu dürfen.
Verkleiden Sie Ihren Hund nicht. Sein Fell reicht dem Vierbeiner in der Regel. Es sei denn es ist kalt und der Hund sehr empfindlich, dann kann eine Decke zum Schutz sinnvoll sein. Ohne triftigen Grund brauchen Hunde jedoch keine Kleidung. Ihr Vierbeiner wird es Ihnen danken, Hund bleiben zu dürfen. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Haben Sie auch schon einmal Ihren Hund beim Stöckchen werfen hereingelegt und das Objekt der Begierde gar nicht geworfen? Doch Vorsicht: Der Hund merkt sich das. Eine Studie warnt vor zu häufigem Täuschen, denn schnell könnten Hunde dadurch das Vertrauen in den Menschen verlieren.
Haben Sie auch schon einmal Ihren Hund beim Stöckchen werfen hereingelegt und das Objekt der Begierde gar nicht geworfen? Doch Vorsicht: Der Hund merkt sich das. Eine Studie warnt vor zu häufigem Täuschen, denn schnell könnten Hunde dadurch das Vertrauen in den Menschen verlieren. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Hunde mögen es nicht, wenn ihre Besitzer keine Geduld beim Spazieren gehen haben. Dabei nutzen Hunde den Gassigang nicht nur zum Erleichtern, sondern auch um die Welt zu entdecken. Und das dauert schließlich einfach ein bisschen. Nehmen Sie sich also etwas Geduld und Zeit mit.
Hunde mögen es nicht, wenn ihre Besitzer keine Geduld beim Spazieren gehen haben. Dabei nutzen Hunde den Gassigang nicht nur zum Erleichtern, sondern auch um die Welt zu entdecken. Und das dauert schließlich einfach ein bisschen. Nehmen Sie sich also etwas Geduld und Zeit mit. (Symbolbild) © photothek/Imago
Ausschimpfen bringt gar nichts, auch wenn es nicht immer so leicht ist ruhig zu bleiben. Vor allem, wenn der Hund unerlaubt immer wieder auf die Couch hüpft. Doch Hunde verstehen das Geschimpfe nicht und sind höchstens über die Aufregung verwirrt.
Ausschimpfen bringt gar nichts, auch wenn es nicht immer so leicht ist ruhig zu bleiben. Vor allem, wenn der Hund unerlaubt immer wieder auf die Couch hüpft. Doch Hunde verstehen das Geschimpfe nicht und sind höchstens über die Aufregung verwirrt. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Schützen Sie Ihren Hund bestmöglich vor extreme Gerüche. Seine Nase ist hochempfindlich und kann zum Beispiel durch hoch konzentrierte Reinigungsmittel geschädigt werden.
Schützen Sie Ihren Hund bestmöglich vor extreme Gerüche. Seine Nase ist hochempfindlich und kann zum Beispiel durch hoch konzentrierte Reinigungsmittel geschädigt werden. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Regeln, Grenzen und ein geordneter Tagesablauf geben Hunden Sicherheit. Von daher ist es ein Fehler, den Hund nicht zu erziehen. Eine strenge und ruppige Erziehung braucht es dafür nicht. Doch gar keine Erziehung schadet dem Hund ebenfalls.
Regeln, Grenzen und ein geordneter Tagesablauf geben Hunden Sicherheit. Von daher ist es ein Fehler, den Hund nicht zu erziehen. Eine strenge und ruppige Erziehung braucht es dafür nicht – doch gar keine Erziehung, schadet dem Hund ebenfalls. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Ein erzwungenes Spiel mit einem Menschen, den der Hund nicht kennt oder nicht mag, findet er ebenso blöd. Zwinge also nie deinen Hund zum Kontakt mit einer Person.
Ein erzwungenes Spiel mit einem Menschen, den der Hund nicht kennt oder nicht mag, findet er ebenso blöd. Zwinge also nie deinen Hund zum Kontakt mit einer Person. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Auch wenn eine Umarmung nur gut gemeint ist, löst sie bei Hunden oft Angst und Unwohlsein aus. Denn für Hunde ist dies eine Dominanzgeste.
Auch wenn eine Umarmung nur gut gemeint ist, löst sie bei Hunden oft Angst und Unwohlsein aus. Denn für Hunde ist dies eine Dominanzgeste. (Symbolbild) © Westend61/Imago

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