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Streaming-Dienst Netflix entwickelt seine Angebotspalette weiter. Vor kurzem startete ein günstigerer Abo-Tarif mit Werbung. Weiteres Thema des Tech-Konzerns ist die Unterbindung des Account-Sharings.
München - Streamingdienst Netflix wuchs nicht zuletzt dank der Doku-Serie „Harry & Meghan“ mit einem Plus von 7,7 Millionen Nutzern schneller als erwartet. Doch bei Netflix tut sich noch mehr als royales Gegeneinander. Zum einen zog sich nach mehr als zwei Jahrzehnten der 62-Jährige Firmengründer Reed Hastings aus dem Top-Management zurück. Zum anderen startete vor kurzem ein günstigerer Abo-Tarif mit Werbung. Und last but not least plant man demnächst gegen das Teilen von Passwörtern vorzugehen.
Was kostet 2023 das Netflix -Abo und welche Abo-Varianten gibt es?
Das Unternehmen, das 1997 als Online-Videothek startete, bietet mittlerweile vier unterschiedliche Abos für Streaming-Begeisterte an. Für einen monatlichen Pauschalbetrag können Netflix Abonnentinnen und Abonnenten den Dienst auf ihrem Smartphone, Tablet, Smart-TV, Laptop oder Streaming-Gerät nutzen. Die Abos kosten von 4,99 € bis 17,99 € pro Monat.
- Basis-Abo mit Werbung
Kosten: 4,99 Euro pro Monat
Verfügbare Geräte: 1
Leistung: Werbung eingebunden, einige Filme und Serien sind nicht verfügbar, unbegrenzte Mobile Games, Inhalte in HD, jederzeit kündbar - Basis-Abo
Kosten: 7,99 Euro pro Monat
Verfügbare Geräte: 1
Leistung: Unbegrenzte Filme, Serien und Mobile Games, Werbefreie Serien und Filme, jederzeit kündbar - Standard-Abo
Kosten: 12,99 Euro pro Monat
Verfügbare Geräte: 2
Leistung: Standardauflösung SD und HD-Auflösung, jederzeit kündbar, unbegrenzter Zugang zu Filmen und Serien; auf dem Laptop, Fernseher, Smartphone und Tablet - Premium-Abo:
Kosten: 17,99 Euro pro Monat
Verfügbare Geräte: 4
Leistung: Standardauflösung SD sowie HD- und Ultra-HD-Auflösung, jederzeit kündbar, unbegrenzter Zugang zu Filmen und Serien; auf dem Laptop, Fernseher, Smartphone und Tablet - Quelle: Netflix, Stand 31.01.2023
Netflix ließ sich in die Karten schauen, welche Serien für Abonnenten im Februar neu zum Abruf zur Verfügung stehen. Neben Neuen Folgen von You, Outer Banks oder Aggretsuko steht unter anderem Wonder Woman 1984 auf dem Plan.
Freunde, Familie, WG-Mitbewohnerin - Wer darf den Netflix-Account mitbenutzen?
Großes Thema war in den letzten Wochen und Monaten das sogenannte Account-Sharing. Account-Sharing bedeutet, dass mehrere Personen einen Account, also einen Zugang, nutzen. Das ist eingeschränkt legal möglich. Voraussetzung für gleichzeitiges Streamen ist ein Abo, das die gleichzeitige Nutzung von mehreren Geräten erlaubt. Nach aktuellem Stand das Standard-Abo oder das Premium-Abo von Netflix. Damit ist Netflix allemal WG-tauglich. Zusätzlich hat Netflix in seinen Nutzungsbedingungen festgelegt, dass Account-Sharing nur mit Personen erlaubt ist, die in einem Haushalt wohnen. Verstöße gegen diese Nutzungsbedingung sollen ab Anfang 2023 kostenpflichtig werden. Der Dienst geht künftig verschärft gegen unerlaubtes Sharing vor. Was bedeutet das für Account-Sharer?
Nutzer, die ihren Account mit Freunden teilen, die nicht im gleichen Haushalt wohnen, müssen mit Mehrkosten rechnen. So heißt es im dritten Quartalsbericht von Netflix, schreibt handelsblatt.de. „Wir haben einen durchdachten Ansatz zur Monetarisierung der gemeinsamen Nutzung von Konten entwickelt und werden beginnen, ihn ab Anfang 2023 breiter einzuführen“.
Netflix schließt Schlupfloch und setzt Account-Sharing bald ein Ende
Seit vielen Jahren ist das Teilen des Netflix-Passworts Usus unter Abonnenten. Dem Streaming-Dienst allerdings gehen damit Einnahmen in Millionenhöhe verloren. Netflix kündigte immer wieder an, die Möglichkeit zum Account-Sharing zu beenden. Und in Kürze soll es endlich so weit sein.