VonLaura Wittstruckschließen
Stirbt die eigene Katze, stürzen viele Besitzer erst einmal in eine Trauerphase. Kann dabei ein neuer Vierbeiner helfen – und wann ist der richtige Zeitpunkt?
Für viele Menschen sind Katzen mehr als ein Haustier, sondern vielmehr ein Familienmitglied. Schließlich begleiten die Samtpfoten ihre Besitzer oft über viele Jahre und bauen eine enge Bindung zu ihnen auf. Umso schmerzhafter ist es, sich von seinem tierischen Freund zu verabschieden. Der Gedanke an einen Ersatz scheint da im ersten Moment ganz weit weg zu sein. Bei vielen regt sich dennoch bald der Wunsch nach einer neuen Katze und damit auch die Frage: Wann ist der bestmögliche Zeitpunkt dafür?
Neue Katze ja oder nein? Trauerphase zulassen
Trauer sieht bei jedem Menschen anders aus. Während manchen der Gedanke an ein neues Tier Trost spendet, können sich andere nicht vorstellen, jemals wieder eine Katze zu besitzen. Wichtig ist, diese Phase anzunehmen und den Schmerz nicht beiseitezuschieben. Das hilft dabei, mit dem Verlust abzuschließen. Wie sich Besitzer Zeit hierfür nehmen, ist sehr individuell und kann von wenigen Tagen bis hin zu Jahren dauern.
Auch, wenn sich Halter direkt wieder bereit für eine neue Katze fühlen – das bedeutet nicht, dass sie weniger trauern oder ihr erstes Tier zu wenig geliebt haben. Wichtig ist nur, emotional bereit für eine neue Samtpfote zu sein. Wer allerdings eine Zweitkatze hat, sollte vorsichtig handeln: Hier direkt ein neues Tier einzuführen, kann diese in ihrer eigenen Trauer schnell überfordern.
Wichtig: Ob es noch zu früh für eine neue Katze ist, entscheiden Sie selbst. Lassen Sie sich bei der Entscheidung nicht von anderen Leuten oder Koventionen beeinflussen.
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Vor der neuen Katze: Stellen Sie sich diese Fragen
Wer herausfinden will, ob er sich wieder für eine neue Katze öffnen kann, sollte sich zunächst klarmachen: Der neue Begleiter kann den alten nicht 1:1 ersetzen. Während die letzte Katze vielleicht gerne auf dem Schoß saß und gekuschelt hat, ist das bei einer anderen nicht unbedingt der Fall. Wer beim Gedanken daran noch sehr enttäuscht oder traurig ist, sollte lieber noch eine Weile warten.
Außerdem sollten Besitzer sich fragen:
- Ist die eigene Lebenssituation immer noch geeignet für eine Katze?
- Kommt beim Gedanken an eine neue Katze Vorfreude auf, oder nur Erinnerungen an den Vorgänger?
- Oft hilft auch ein Blick von außen: Wie schätzen Freunde und Familie die Lage ein?
Wer sich mit der Entscheidung immer noch schwertut, kann auch einmal ins Tierheim fahren und sich dort Katzen anschauen – vielleicht kommt es dabei ja gleich zur Liebe auf den ersten Blick.... Haben Besitzer zu viel Angst davor, die neue Katze ständig zu vergleichen, macht eventuell auch eine andere Tierart Sinn.
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