VonLisa Kleinschließen
Es gibt neue Zahlen zum Durchschnittslohn in den Bundesländern. Der Unterschied zwischen West und Ost ist groß – vor allem zwei Bundesländer liegen weit auseinander.
Die Wiedervereinigung in Deutschland ist am 3. Oktober 2025 genau 25 Jahre her. Die Berliner Mauer ist bereits am 9. November 1989 gefallen. Innerdeutsche Grenzen gibt es nicht mehr – trotzdem gibt es auch heute noch große Unterschiede zwischen dem Leben in West- und Ostdeutschland. Das wird vor allem bei einem Blick auf die Löhne klar.
Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) aktuell berichtet, wachsen die Lohnunterschiede zwischen West und Ost wieder. Die Höhe des Durchschnitts-Bruttolohns für Vollzeitbeschäftigte liegt in Westdeutschland deutlich höher.
Neue Zahlen zum Durchschnittslohn: Lücke zwischen West und Ost wird größer
„Der Durchschnitts-Bruttolohn für Vollzeitbeschäftigte liegt in Ostdeutschland mehr als 13.000 Euro oder 21 Prozent unter dem in den alten Bundesländern“, schreibt RND. Das gehe aus der Jahresbilanz für 2024 des Statistischen Bundesamtes hervor – das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) habe die Zahlen angefragt, sie liegen dem RND exklusiv vor.
Demnach lag der Durchschnitts-Bruttolohn im Westen 2024 bei 63.999 Euro im Jahr – im Osten hingegen nur bei 50.625 Euro. Das ergibt eine Differenz von satten 13.374 Euro. Ein Jahr zuvor, 2023, soll dieser Unterschied noch bei 12.755 Euro gelegen haben.
Am höchsten seien die Löhne im Schnitt in Hamburg (62.915 Euro), am niedrigsten in Sachsen-Anhalt (46.708 Euro). Zwischen den beiden Bundesländern ergibt sich sogar eine Differenz von über 16.000 Euro! Mit ihrem Gehalt liegen viele im Osten Deutschlands nur knapp über der Armutsgrenze – wenn nicht sogar darunter.
Aber nicht nur die Lohnlücke zwischen West- und Ostdeutschland steigt. Auch der Unterschied bei den Gehältern zwischen Männer und Frauen bleibt groß. echo24.de berichtet, wie viel mehr Geld Männer im Schnitt verdienen.
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