Grundversorgung

Strompreis wird weiter steigen: Kunden zahlen bald knapp 15 Euro mehr im Monat

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Energie wird teurer, ab Juni erhöht auch der Stromanbieter Eon die Preise. In Kassel und Frankfurt wird der Strom teurer als im Norden.

Update vom Dienstag, 31. Mai: Eon bestätigt die Erhöhung der Strompreise nun auch für die Regionen Kassel und Frankfurt. Die Kundinnen und Kunden in den beiden Regionen wurden von der Erhöhung ab 1. Juni bereits in Kenntnis gesetzt, so ein Sprecher des Konzerns. Es sind lediglich Haushalte betroffen, die bei Eon in die Strom-Grundversorgung fallen, heißt es weiter.

In den Regionen Kassel und Frankfurt muss ein durchschnittlicher Haushalt, mit 2.400 Kilowattstunden Stromverbrauch pro Jahr, mit Mehrkosten von rund 14,20 Euro (netto) im Monat rechnen, wie Eon mitteilte. Das sind rund zwei Euro mehr Preisanstieg als im Norden (s. Erstmeldung).

Preis für Strom steigt ab Juni: Vorerst keine Entspannung an den Märkten in Sicht

Die Erhöhungen der Preise sind der aktuell „außergewöhnlichen“ Lage an den Energiemärkten geschuldet. Derzeit würden sich die Beschaffungspreise auf einem „historisch hohen Niveau“ bewegen, so ein Sprecher von Eon auf Nachfrage von hna.de. Eine baldige Entspannung sei vorerst nicht absehbar, heißt es weiter.

Preise werden teurer: E.on bestätigt Erhöhung ab Juni 2022. (Archivbild)
  • Beispiel für Preisanstieg bei Eon-Kundinnen und -Kunden in den Regionen Frankfurt und Kassel:
  • Jahresverbrauch: 2.400 Kilowattstunden
  • Monatliche Mehrkosten für die Strom-Grundversorgung: 14,20 Euro (netto)
  • Mehrkosten pro Jahr: 170,40 Euro (netto)
  • Quelle: Berechnungen auf Grundlage von Angaben des Pressesprechers von Eon

Die angekündigte Aussetzung der EEG-Umlage wird ab dem 1. Juli 2022 bei allen betroffenen Eon-Kundinnen und -Kunden automatisch mit einberechnet. Nach Konzernangaben werden die Endverbraucher vollumfänglich davon profitieren.

Strom wird ab Juni deutlich teurer: Eon bestätigt Preiserhöhung

Erstmeldung vom Sonntag, 29. Mai: Kassel – Die bereits angekündigten Preissteigerungen bei Eon treten ab Juni 2022 in Kraft. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber dem Nordkurier. Für die Regionen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald gab das Unternehmen sogar eine konkrete Erhöhung an einem Beispiel bekannt.

Demnach kommt in diesen Regionen auf einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.400 Kilowattstunden, eine Preissteigerung von rund 12,50 Euro netto pro Monat zu, so der Nordkurier. Das entspricht rund 150 Euro pro Jahr.

Mehr Geld für Energie: 38 Cent pro Kilowattstunde im Norden von Brandenburg

Die neuen Preise im Osten Mecklenburg-Vorpommerns und im Norden Brandenburgs gelten ab Juni 2022, wie chip.de berichtet. Der jährliche Grundpreis würde in dieser Region ab Juni bei rund 176 Euro liegen, der Preis für eine Kilowattstunde bei rund 38 Cent.

  • Beispiel Preis ab Juni 2022 im Osten Mecklenburg-Vorpommerns und im Norden Brandenburgs:
  • Kilowattstunde (Einzeltarifzähler): 37,81 Cent pro Kilowattstunde brutto und 31,77 Cent netto.
  • Grundpreis (ohne Zähler): 175,86 Euro brutto und 147,78 Euro netto pro Jahr.
  • Gesamtpreis bei 2.400 Kilowattstunden pro Jahr: 1.113,30 Euro (brutto)
  • Quelle: eon.de

In ganz Deutschland sind bisher bereits 1000 Erhöhungen im Bereich der Strom-Grundversorgung von Eon angekündigt worden. Einige der Ankündigungen wurden bereits durchgeführt, wie der Eon-Vorsitzende Filip Thon gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) angab. Demnach betragen die Erhöhungen im Schnitt 35 Prozent, so Thon. Hintergrund für die Erhöhung sei die angespannte Lage auf dem Energiemarkt. Strom koste im Großhandel aktuell das achtfache, so Thon.

Steigerung der Preise bei Eon: Diese Rechte haben Kundinnen und Kunden

Rund 14 Millionen Kundinnen und Kunden sind von der Preiserhöhung potenziell betroffen, wie das Verbraucherportal strom-report.de berichtet. Das Portal hat im Angesicht der zu erwartenden Erhöhung der Preise für Strom aus dem Hause Eon, die Rechte der Verbraucher zusammengefasst. Das wichtigste auf einen Blick:

  • Kündigung im Falle einer Preiserhöhung bei Eon:
  • Sofort möglich: Eine sofortige Kündigung ist möglich und das unabhängig von der restlichen Vertragslaufzeit.
  • Zulässig: Auch wenn die Preiserhöhung durch Steuern, Abgaben oder Umlagen begründet wird, ist eine Kündigung rechtens.
  • Preisgarantie ändert daran nichts: Auf das Sonderkündigungsrecht hat eine Preisgarantie des Anbieters keinerlei Einfluss.
  • Quelle: strom-report.de

Wer von der Preiserhöhung betroffen ist, wird demnächst von Eon per Post darüber informiert werden, wie der Nordkurier schreibt. Den für Juli geplanten Wegfall der EEG-Umlage will das Unternehmen gemäß der geltenden Rechtslage in vollem Umfang umsetzen, heißt es weiter. (Lucas Maier)

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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