Nicht gekennzeichneter Stoff

Dringender Obst-Rückruf: Atemnot und Hautausschlag drohen beim Verzehr

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Aktuell läuft ein Rückruf für Obst. Grund ist ein nicht gekennzeichneter Stoff. Bei bestimmten Menschen kann dieser gefährliche körperliche Reaktionen hervorrufen.

Kassel – Ob zum Frühstück, als Nachtisch oder gesunder Snack für zwischendurch: Gerade im Sommer greifen viele gerne zu Obst. Von fast jeder Obstsorte gibt es auch eine getrocknete Variante. Besonders beliebt sind getrocknete Aprikosen. Wer diese regelmäßig isst, sollte jetzt allerdings vorsichtig sein: Es läuft ein großer Rückruf.

Rückruf für Obst: Betroffen sind getrocknete Aprikosen

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat auf seinem Portal lebensmittelwarnung.de eine Warnung veröffentlicht. Betroffen sind die getrockneten Aprikosen „Apricot leaf“ in der 250 Gramm Packung des Herstellers Mahyar Import&Export Arash moazami. Aktuell läuft auch ein großer Trauben-Rückruf bei Rewe.

ProduktGetrocknete Aprikosen Apricot leaf
HerstellerMahyar Import&Export Arash moazami
Packungsgröße250 Gramm in einer Kunststoffverpackung
Mindesthaltbarkeitsdatum31.12.2024

Eiliger Obst-Rückruf: Sulfite können bei einigen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen

Der Hersteller hatte den Rückruf bereits am 9. Mai eingeleitet. Seit Donnerstag (16. Mai), also genau eine Woche später, warnt nun auch das BVL. Grund für den Rückruf ist ein nicht gekennzeichneter Stoff in den Aprikosen, das Allergen Sulfit. Bei einigen Menschen drohen beim Verzehr gefährliche gesundheitliche Probleme.

Wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (efsa) auf ihrer Webseite erläutert, handelt es sich bei Sulfiten um Stoffe, die im menschlichen Körper und vielen Lebensmitteln natürlich vorkommen. Sie werden zusätzlich aber auch als Konservierungsstoff einer Reihe von Produkten hinzugefügt – darunter Trockenobst. Einige Menschen sind gegen den Stoff allergisch.

Von dem Rückruf betroffen sind die getrockneten Aprikosen „Apricot leaf“.

Kunden können das vom Rückruf betroffene Produkt beim Verkaufsort zurückgeben

„Beim Verzehr durch Personen mit einer Sulfitunverträglichkeit kann es zu Reaktionen wie Atemnot, Hustenanfällen und Ausschlag kommen“, betont das BVL. Allergiker sollten die vom Rückruf betroffenen Aprikosen daher unter keinen Umständen verzehren. Kunden können das Produkt am Verkaufsort zurückgeben und bekommen den Kaufpreis – auch ohne Vorlage des Kassenzettels – zurückerstattet.

Sulfite

Sulfite sind Salze und Ester der schwefligen Säure H2SO3. Sie werden oft als Konservierungsmittel in Trockenobst, Kartoffelprodukten und Wein eingesetzt. Bei sensiblen Menschen können sie Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen.

Quelle: Institut für Produktqualität

Verkauft wurden die Aprikosen innerhalb von Nordrhein-Westfalen bei mehreren Einzelhändlern. „Wir haben die zuständigen Kreisordnungsbehörden bereits darum gebeten zu prüfen, ob der Rückruf der Ware ordnungsgemäß durchgeführt wird“, erklärte der Verbraucherschutz auf Anfrage von IPPEN.MEDIA.

Gesundheitsgefahr droht derzeit auch beim Verzehr von Olivenöl: In drei Chargen einer Olivenöl-Marke wurde ein Pestizid nachgewiesen, das in der EU verboten ist(tt)

Rubriklistenbild: © Oksana Shufrych/imago

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