VonSandra Sporerschließen
Einen Rentenpunkt gibt es, wenn das eigene Gehalt dem Durchschnittseinkommen entspricht. Wer weniger verdient, bekommt keinen vollen Rentenpunkt.
Hamm – Jeder Arbeitnehmer verdient Rentenpunkte. Wie viele wird am Einkommen bemessen. Für einen Rentenpunkt muss das eigene Jahresgehalt dem durchschnittlichen Jahreseinkommen aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entsprechen, das 2025 bei 50.493 Euro liegt. 2024 waren es noch lediglich 45.358 Euro. Liegt das Einkommen unter diesem Wert, verdient man dieses Jahr folglich keinen ganzen Rentenpunkt. Deutlich besser haben es Arbeitnehmer mit einem Bruttogehalt von 60.000 Euro.
30.000 Euro Bruttojahresgehalt: Diese Rentenansprüche werden 2025 dadurch erworben
Bei einem Jahreseinkommen von 30.000 Euro erhält man etwas mehr als einen halben Rentenpunkt. Die maximale Anzahl an Rentenpunkten, die in diesem Jahr erworben werden kann, beträgt 1,91. Dafür muss das Einkommen der Beitragsbemessungsgrenze von 96.600 Euro entsprechen. Ein höheres Einkommen führt nicht zu zusätzlichen Rentenansprüchen. Wer dennoch mehr Rente im Alter will, kann privat vorsorgen.
Erreichte Rentenpunkte nach Jahresgehalt
| Bruttojahresgehalt | Rentenpunkte 2025 |
| 30.000 Euro | 0,59 |
| 40.000 Euro | 0,79 |
| 50.000 Euro | 0,99 |
| 50.493 Euro | 1,00 |
| 60.000 Euro | 1,19 |
| 70.000 Euro | 1,39 |
| 80.000 Euro | 1,58 |
| 90.000 Euro | 1,78 |
| 96.600 Euro | 1,91 |
Quelle: VermögensZentrum
Mit den Rentenpunkten und der Rentenformel lässt sich die Höhe der späteren Auszahlung berechnen
Die Höhe der Rente wird anhand der im Laufe des Arbeitslebens gesammelten Rentenpunkte mittels der Rentenformel berechnet. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) erklärt auf ihrer Webseite, dass Rentenpunkte „der wichtigste Wert“ für die Rentenberechnung sind. Es gibt jedoch auch andere Faktoren, die eine Rolle spielen.
Die Rentenformel
Entgeltpunkte x Zusatzfaktor x Aktueller Rentenwert x Rentenfaktor
Um sicherzustellen, dass die Rente später zum Leben ausreicht, sollten frühzeitig Erziehungszeiten sowie Ausbildungs- oder Studienzeiten auf die Rente angerechnet werden. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, besteht die Möglichkeit, weiterzuarbeiten, um die Rente so aufzubessern.
Immer mehr Senioren müssen dies schon heute tun und künftig könnte sich dieses Problem noch verschärfen. Vor allem Frauen sind häufig von Altersarmut betroffen. (sp)
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