VonMelanie Gottschalkschließen
Ein großflächiger Stromausfall kann viele Ursachen haben. Was ist zu tun, wenn es zum Blackout kommt?
Kassel - Regional kann es von Zeit zu Zeit zu Stromausfällen kommen. Diese werden meist relativ schnell wieder behoben und der Strom kehrt zurück. Ein großflächiger Blackout hingegen ist oft nicht so leicht zu beheben, weshalb es zu langen Zeiten ohne Strom kommen kann. Die Ursachen hierfür sind zahlreich, etwa ein Unwetter, eine Überlastung des Stromnetzes oder gezielte Angriffe auf die Netzinfrastruktur.
Wie also erkennt man einen Blackout und was kann man tun, wenn es zum Ernstfall kommt? Als einen Blackout bezeichnet man einen überregionalen Stromausfall. Dieser kann oftmals nicht schnell behoben werden, im Extremfall dauert es mehrere Tage. In dieser Zeit funktionieren nicht nur Licht oder der Herd nicht, auch die Wasserversorgung, die Telekommunikation oder die Geldversorgung können aufgrund des Blackouts eingeschränkt sein. Darüber hinaus könnten auch Supermärkte oder Tankstellen dann geschlossen bleiben.
Blackout: Handyempfang weg
Die Bundesregierung empfiehlt deshalb, für einen solchen Blackout oder eine andere Krisensituation immer einen Notvorrat an Lebensmitteln und Getränken für mindestens zehn Tage im Haus zu haben. Darüber hinaus sollten noch weitere Utensilien im Haus sein, etwa Batterien, Taschenlampen, Kerzen oder ein Campingkocher.
Ob es sich um einen einfachen Stromausfall oder einen überregionalen Blackout handelt, kann auf den ersten Blick schwierig zu erkennen sein. Ein Indiz: Bei einem Blackout gibt es weder Handyempfang noch können Radiosender empfangen werden. „Ob es sich tatsächlich um ein Blackout handelt, weiß man erst mit Gewissheit, wenn der Übertragungsnetzbetreiber oder die zuständigen Behörden ein solches feststellen und dies via Medien kommunizieren“, erklärt Katastrophenmanager Siegfried Jachs vom österreichischen Staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagements (SKKM) in einem Interview.
Checkliste: Was ist bei einem Blackout zu tun?
Im Ernstfall gilt: Erst einmal Ruhe bewahren. Dann empfiehlt es sich nach folgender Checkliste vorzugehen:
- Sollte es dunkel sein: Suchen Sie zunächst eine Taschenlampe.
- Klären Sie dann ab, ob der Stromausfall nur ihre Wohnung betrifft, oder auch die Nachbarschaft und die nähere Umgebung davon betroffen sind. Überprüfen Sie ebenfalls den Sicherungskasten. Ist vielleicht nur eine Sicherung herausgesprungen?
- Sollte es sich um einen weitreichenden Blackout handeln, ziehen Sie entweder bei Ihren elektronischen Geräten wie Computer, Fernseher und Spülmaschine den Netzstecker oder schalten Sie die Hauptsicherung aus. Das schützt Ihre Geräte vor Spannungsspitzen, wenn die Stromversorgung wiederhergestellt wird, welche die Geräte beschädigen könnten.
- Bei einem Blackout sollten die Wasservorräte vervollständigt werden. Füllen Sie dazu Wasserkanister und die Badewanne (falls vorhanden) mit Leitungswasser.
- Schalten Sie ihr Notfallradio ein und suchen Sie nach Radiosendern. Dort wird es weitere Informationen zur Lage geben.
Blackout: An Menschen denken, die auf Hilfe angewiesen sind
Sollten Sie gerade unterwegs sein, wenn es zu einem großflächigen Blackout kommt, empfiehlt es sich, sich so schnell wie möglich nach Hause zu begeben. Kinder sollten eventuell aus Schule oder Kindertagesstätte abgeholt werden. Anschließend muss überlegt werden, ob weitere Familienmitglieder, Nachbarn oder Freunde auf Hilfe angewiesen sind. Gerade ältere Menschen sollte man in einem solchen Fall besonders achten und nach ihnen sehen. (msb)
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