USA schlägt zurück

Porsche und Tesla kämpfen um Nordschleifen-Rekord: Wessen Elektroauto ist schneller?

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2022 hatte Porsche den Nürburgring-Rekord des Tesla Model S gebrochen. Mit dem neuen Track Paket wollten sich die Texaner diesen zurückholen. Doch klappt das?

Die Nordschleife des Nürburgrings gilt als eine der härtesten Rennstrecken der Welt. Neben dem legendären 24-Stunden-Rennen gehen hier auch die Hersteller auf Rekordjagd. 2021 etwa stellte Tesla mit dem Model S Plaid den offiziellen Rekord für Elektroautos auf. Nur ein Jahr später stellte Porsche diesen jedoch ein, was die Texaner nicht auf sich sitzen ließen.

Und so wagte der Elektroautopionier mit dem Model S Plaid rund zehn Monate nach dem Porsche-Rekord einen neuen Versuch. Dieses Mal aber mit dem neuen Track Paket zu dem unter anderem Karbon-Keramikbremsen gehören. Tesla verspricht das „ultimative Rennstreckenerlebnis“. Und wie könnte man das besser beweisen, als mit einer Rekordfahrt durch die Grüne Hölle!

Dank Track Paket: Tesla pulverisiert Porsche-Rekord

Wie schon 2021 hat Tesla auch gut zwei Jahre später wieder Grund zu jubeln. Das optimierte Model S Plaid umrundete die Nordschleife in 7:25.23 Minuten. Damit nahmen die Texaner der Elektro-Konkurrenz aus Stuttgart-Zuffenhausen rund acht Sekunden ab.

Im Duell um den Rekord auf der Nordschleife hat Tesla wieder die Nase vorne. (Collage)

Verglichen mit der ersten Rekordfahrt von 2021 verbesserte sich das Tesla Model S Plaid mit dem Track Paket sogar um über zehn Sekunden. Damals wurde eine Rundenzeit von 7:35.579 Minuten bestätigt. Möglich wurde das auch, weil das Track Paket auch für Änderungen an der Software sorgt und Geschwindigkeiten von bis zu 322 km/h zulässt.

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

Taycan mit 1000 PS: Wann schlägt Porsche zurück?

Ganz so schnell war das Model S Plaid auf der Rekordfahrt durch die Eifel aber nicht unterwegs. In einem Video, das Tesla in den sozialen Medien geteilt hat, sieht man, dass das Elektroauto mit bis zu 289 km/h über die 20,8 Kilometer lange Nordschleife gerast ist.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Die Frage ist nur: Wie lange kann sich Tesla dieses Mal über den Rekord freuen? Denn dass Porsche im Nürburgring-Battle mit den Texanern zurückschlagen wird, dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein. Ein passender Erlkönig des Taycan mit angeblich 1.000 PS wurde schon im Herbst auf der Nordschleife gesichtet. In dem Duell um das schnellste serienmäßige Elektroauto ist das letzte Wort also noch lange nicht gesprochen.

Rubriklistenbild: © Porsche/Tesla

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