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Für eine gesunde Kopfhaut: So oft sollten Sie die Haare waschen

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Schönes und gesundes Haar muss gepflegt werden. Wer seine Haare aber zu häufig wäscht, schadet ihnen und der Kopfhaut eher.

Egal ob jeden Morgen, nach dem Sport oder aber nur wenige Male pro Woche: Beim Thema Haarewaschen gehen die Meinungen weit auseinander. Bei manchen Menschen gehört das Waschen der Haare zur täglichen Routine dazu, notwendig ist das meist aber nicht. Wie sich zu häufiges Waschen auf Kopfhaut und Haar auswirkt und wie oft Sie die Wäsche tatsächlich einplanen sollten.

Haare waschen: Wie oft ist das eigentlich gesund?

Tägliches Haarewaschen und Duschen gehört für viele Menschen dazu, um sich sauber und wohl zu fühlen. Wie oft das Haarewaschen wirklich nötig ist, hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab. Denn je nach Hauttyp wird das Waschen besser oder schlechter vertragen. „An sich reicht es, alle drei Tage eine Haarwäsche einzuplanen. Manche Menschen neigen schnell zu fettiger Kopfhaut oder Pickelchen an der Kopfhaut, hier würde man natürlich mit zwei Haarwäschen pro Woche nicht auskommen“, erklärt die Dermatologin Dr. Stefanie Derendorf gegenüber Utopia.de.

Haare und Kopfhaut richtig pflegen: 11 einfache Tipps helfen

Eine Person duscht sich
Gesundes Haare startet mit der Pflege der Kopfhaut. Das passende Shampoo ist dafür unerlässlich – insbesondere für Menschen mit empfindlicher Kopfhaut. © Annette Riedl/picture alliance/dpa
Eine junge Frau steht unter der Dusche.
Es empfiehlt sich, die Haare nicht mehr als zweimal pro Woche zu waschen. Personen mit tendenziell fettiger Haut und folglich auch fettigem Haar können zwar öfter zur Haarwäsche greifen, jedoch sollten laut Experten nicht weniger als zwei Tage zwischen den Wäschen liegen. Es ist zudem wichtig, das Shampoo gründlich auszuspülen, um die Kopfhaut nicht zu reizen. © Panthermedia/IMAGO
Haare waschen
Haare sollten nicht nur eher selten gewaschen, dabei auch nicht mit zu heißem Wasser abgespült werden. Zu hoch-temperiertes Wasser fördert trockene und juckende Kopfhaut und kann das Haar spröde machen. Wählen Sie eher eine lauwarme Wassertemperatur. © Madhourse/Imago
Shampoo auf die Hand geben
Weniger Shampoo reicht aus, um Kopfhaut und Haare zu waschen. Die meisten Produkte sind sehr ergiebig, sodass man mit rund ein bis zwei Teelöffel eine optimale Reinigung erzielt. © BetterTomorrow/Imago
duschgel
Für die richtige Pflege der Haare empfiehlt es sich nicht, regelmäßig 2 in 1-Produkte wie Duschgel und Shampoo in einem zu verwenden. Gerade bei fettigen Haaren kann sich durch rückfettende Substanzen, die häufig in Duschgel enthalten sind, weniger der gewünschte Frischeeffekt zeigen – die Haare wirken dadurch nach der Wäsche eher strähnig. © Shotshop/Imago
Frau kämmt nasse Haare
Achten Sie für eine schonende Pflege darauf, die Haare richtig zu kämmen. Gerade bei nassen Haaren sollte statt einer groben Bürste eher ein feiner Kamm verwendet werden. Für lange und füllige Haare empfiehlt sich ein großer, breit-zinkiger Kamm. Setzen Sie beim Kämmen vorsichtig im Haar an und gehen in kleinen Schritten von oben nach unten. © Westend61/Imago
Frau trocknet Haare mit Handtuch
Nach dem Waschen die Haare nicht trocken rubbeln, vielmehr zunächst sanft das Wasser auswringen und anschließend mit dem Handtuch trocken tupfen. © Dreamstime/Maksymiv7/Imago
Frau mit Handtuch um die Haare
Gerade langes Haare kann mittels Handtuch-Turban gut vorgetrocknet werden, um die Zeit des Föhnens zu verkürzen. Das schont gerade feines Haar. © Dreamstime/Photoboyk/Imago
Frau föhnt Haare
Die Haare besser nicht zu lange und auf zu hoher Stufe föhnen, da heiße Luft das Haar strapaziert und spröde sowie stumpf aussehen lässt. Es empfiehlt sich, die Temperatur am Gerät nach unten zu regeln – die meisten Geräte verfügen heutzutage über einen entsprechenden Kippschalter. Besser ist es sogar, die Haare so gut es geht an der Luft trocknen zu lassen. © Dreamstime/Citallian/Imago
Frau flechtet Zopf
Gerade bei vollem und langen Haar kann es besser sein, sich diese vor dem Schlafengehen zusammenzubinden. Entweder mit einem Haargummi – Achtung, nicht zu fest, um Haarbruch zu vermeiden – oder mittels lose geflochtenem Zopf. Dadurch können die Haare besser gebändigt werden und lassen sich am nächsten Morgen auch leichter kämmen. © Nakedking/Imago
Haarspitzen schneiden
Um trockene Haarenden, Haarbruch und Spliss zu vermeiden, sollten Sie sich – je nach Frisur – in regelmäßigen Abständen die Spitzen schneiden oder vom Friseur schneiden lassen. © dolgachov/Imago

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Grundsätzlich gilt also: Es reicht, die Haare zweimal pro Woche zu waschen. Zu fettiger Haut und damit auch zu fettigen Haaren neigende Menschen können zwar häufiger ihre Haare waschen, weniger als zwei Tage sollten laut den Experten von Ökotest aber nicht zwischen den Wäschen liegen. Wichtig ist außerdem, das Shampoo gründlich auszuspülen, da Kosmetikrückstände die Kopfhaut reizen können. Und auch den Kalkgehalt und die Temperatur des Wassers im Auge zu behalten.

Regelmäßiges Haarewaschen kann die Haare schädigen. Bei der Pflege sollten daher ein paar Dinge beachtet werden.

Denn sehr kalkhaltiges und heißes Wasser trocknet Haare und Kopfhaut zusätzlich aus. „Zu heißes Wasser strapaziert die Haare, da es ihre Schuppenschicht öffnet. Dem kann man jedoch entgegenwirken, indem man sie am Ende der Wäsche nochmals kalt abbraust. Dadurch schließt sich die Schuppenschicht wieder“, sagt Profi-Friseur Dennis Creuzberg in einer Pressemeldung.

Testsieger bei Öko-Test

Das Hafer Aufbau-Shampoo von Weleda (werblicher Link) gehört zu den Testsiegern des Magazins Öko-Test. Es erhielt die Note ″sehr gut″ erhalten, kräftigt das Haar und sorgt für wunderschönen Glanz. 

Die zehn häufigsten Allergien: Heuschnupfen, Glutenunverträglichkeit bis zu Duftstoff- und Sonnenallergie

Bei einer Pollenallergie reagieren Betroffene mit typischen Symptomen wie Niesen, Schnupfen, brennende und tränende Augen, Husten sowie Atemwegsbeschwerden.
Heuschnupfen oder allgemein Pollenallergie zählt zu den häufigsten Allergien. Die Symptome bei Heuschnupfen werden durch Blütenpollen verschiedener Pflanzen, Getreide und Gräser wie Birke, Erle, Beifuß, Spitzwegerich, Akazie, Ampfer sowie Roggen hervorgerufen. (Symbolbild) © North Rhine Westphalia/Imago
Nicht nur Katzen, auch beispielsweise Pferde, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen und sogar Ziegen können bei sensiblen Menschen allergische Symptome verursachen. Es sind nicht die Haare selbst, sondern bestimmte Eiweiße im Speichel, Schweiß, Talg, Urin, Kot oder in den Hautschuppen der Tiere – sogenannte Allergene – die Ursache für die allergischen Reaktionen beim Menschen.
Intensives Schmusen beispielsweise mit Katzen ist für Menschen mit empfindlichem Immunsystem beschwerdefrei nicht möglich. Selbst, wenn Katzen nicht vor Ort oder in einem Raum sind, aber ihre Haare bzw. Allergene hinterlassen haben, können Menschen mit Tierhaarallergie starke Symptomen wie Niesen und Husten zeigen. Die Überreaktion auf Tierallergene gehört nach Hauschnupfen zu den häufigsten Allergien. (Symbolbild) © Evgenia Sunegina/Imago
Eine Hausstaubmilbenallergie wird im Volksmund auch fälschlicherweise Hausstauballergie genannt. Dabei ist es nicht der Staub, der die Allergie bei Menschen auslösen kann, vielmehr der Kot der Hausstaubmilbe im Staub. Typische Reaktionen darauf sind dann rote Augen, Dauerschnupfen und ständiges Niesen – Vor allem nachts und morgens nach dem Aufstehen treten die Beschwerden auf, die sich nur schwer von anderen Allergien wie Heuschnupfen oder einer Erkältung unterscheiden.
Tränende Augen und Niesen am Morgen im Bett – wenn es kein Infekt ist, könnten Sie möglicherweise auf Hausstaubmilben bzw. deren Kot allergisch reagieren. Milben leben bevorzugt in Betten, da sie sich vorwiegend von menschlichen Hautschuppen ernähren. Grund für die allergische Reaktion bei Menschen sind Eiweiße, die sich im Körper der Hausstaubmilben und deren Ausscheidungen befinden. Gelangen diese über die Luft in die menschlichen Schleimhäute, kann es zu den typischen Symptomen wie Schnupfen, tränende Augen und Niesen kommen. Hausstaubmilben gehören neben Pollen und Nahrungsmitteln zu den häufigsten Allergieauslösern. (Symbolbild) © leungchopan/Imago
Betroffene Hautpartien bei einer Sonnenallergie sind vor allem die Arme und Beine sowie Schultern, das Dekolleté, der Nacken und das Gesicht.
An einer Sonnenallergie leiden mehr als zehn Prozent der Mitteleuropäer – am häufigsten ist die sogenannte „Polymorphe Lichtdermatose“. Die Symptome können sich sehr unterschiedlich äußern, das heißt sind polymorph. Typisch für eine allergische Reaktion nach Sonneneinstrahlung sind Rötungen, Jucken, Schwellungen, Pusteln, Quaddeln und Bläschen. Betroffen sind hiervon vor allem die Schultern, Arme und Beine, das Dekolleté, der Nacken und das Gesicht. Aber auch die Hautflächen, die den Sonnenstrahlen aufgrund von Kleidung nicht direkt ausgesetzt sind, können Hautreaktionen aufweisen. (Symbolbild) © Christine Langer-Püschel/Imago
In der Regel handelt es sich bei einer Duftstoff- und Kosmetikallergie um eine Allergie des Typs IV, auch „Spättyp“ genannt. Wie der Name verrät, treten die Reaktionen also nicht sofort nach Kontakt mit dem Allergen auf, sondern erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung.
Den Lieblingsduft auflegen – und man fühlt sich gleich wohler. Doch was tun Menschen, die auf Parfum und Duftstoffe plötzlich mit starkem Jucken, Ausschlag und Exzemen reagieren? Möglicherweise liegt dann eine Duftstoffallergie vor, die vielen Betroffenen nicht bekannt sind – und das, obwohl die Duftstoff- und Kosmetikallergie zu den verbreitesten Kontaktallergien gehört. Das Ausmaß der Allergie hängt häufig von spezifischen Duftstoffen, deren Rezeptur und Dosierung ab. (Symbolbild) © Arne Trautmann/Imago
Gesunden Menschen fehlt das körpereigene Enzym Laktase, um im Dünndarm Milchzucker aufzuspalten und ihn so über das Blut aufnehmen zu können.
Menschen, die auf Milchzucker mit Beschwerden reagieren, trinken ihren Kaffee am liebsten schwarz oder mit der mittlerweile allseits beliebten Hafermilch. Symptome nach dem Genuss von Kuhmilch sind häufig Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen sowie kalter Schweiß. Etwa 15 Prozent der Menschen in Deutschland sind von einer Laktoseintoleranz betroffen. Eine echte Laktoseallergie kommt sehr selten vor. (Symbolbild) © Thomas Trutschel/photothek.de/Imago
Symptome bei einer Glutenunverträglichkeit sind Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchkrämpfe sowie Darmblutungen mit zum Teil Blut im Stuhl.
Frisch duftendes Brot vom Bäcker, wie herrlich. Doch Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit oder Glutenallergie (Zöliakie) müssen es meiden. Das in Getreiden wie Weizen enthaltene Gluten löst bei ihnen eine entzündliche Reaktion aus, da sich die Antikörper gegen den eigenen Körper richten. In der Folge bilden sich die Darmzotten zurück. Durch die verringerte Oberfläche können Nährstoffe nicht mehr so gut aufgenommen werden und eine Mangelernährung droht. Symptome sind Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchkrämpfe sowie Darmblutungen mit zum Teil Blut im Stuhl. (Symbolbild) © Fleig / Eibner-Pressefoto/Imago
Die Erdnuss gehört wie Soja, Bohnen, Linsen und Erbsen zu den Hülsenfrüchten. Allergiker müssen daher nicht zwangsläufig auf alle Nüsse verzichten, wenn keine Kreuzallergie vorliegt.
„Kann Spuren von Nüssen enthalten.“ – Ein Hinweis, den man häufig auf dem Etikett von Süßspeisen und Aufstrichen lesen kann. Er ist besonders wichtig für Menschen mit einer Erdnussallergie, da der Verzehr von Erdnüssen durch eine Schwellung der Atemwege im akuten Fall lebensbedrohlich werden kann. So gehört in den westlichen Ländern die Erdnussallergie nicht nur zu den am meistverbreiteten Nahrungsmittelallergien – Erdnüsse sind Ursache für die meisten Todesfälle im Bereich der Nahrungsmittelallergien. (Symbolbild) © Gottfried Czepluch/Imago
In Deutschland sind etwa zwei bis vier Millionen Menschen von einer Apfelallergie betroffen.
Herzhaft in einen saftigen Apfel beißen, lecker! Für Menschen mit einer Apfelallergie weniger verführerisch. Denn sie reagieren beim Verzehr mit einem sogenannten oralen Allergiesyndrom (kurz OAS). Eine Person, die von einer Apfelallergie betroffen ist, kann bereits mit dem Verzehr des Obstes Symptome wie Brennen in Mund und Rachen, pelzige Zunge und angeschwollene Lippen entwickeln. In Deutschland sind etwa zwei bis vier Millionen Menschen von einer Apfelallergie betroffen. (Symbolbild)  © Sunsi Albets/Imago
Häufig halten die Symptome länger als 24 Stunden an und werden von Frösteln und einem allgemeinen Krankheitsgefühl begleitet. Im schlimmsten Fall droht sogar ein anaphylaktischer Schock, der lebensbedrohlich sein kann.
So schön der Anblick einer Biene auf der Blume auch sein mag, Menschen mit einer Insektengiftallergie halten hier lieber Abstand. Sie reagieren bei einem Stich häufig nicht nur mit einer allergischen Reaktion wie Juckreiz, Brennen, Rötungen und Schwellungen der Haut rund um die Einstichstelle – im schlimmsten Fall kann es zu einem Allergieschock kommen und es besteht Lebensgefahr. (Symbolbild) © fotogroupmedia/Imago

Tägliches Haarewaschen schädigt die Kopfhaut und die Haarstruktur

Gerade bei trockenen Hauttypen kann häufiges Haarewaschen den natürlichen Feuchtigkeitshaushalt der Kopfhaut durcheinanderbringen. Wer jeden Tag Shampoo benutzt, schadet seinen Haaren und seiner Kopfhaut dann womöglich. Denn obwohl ein mildes Shampoo schützend wirkt, trocknet die Kopfhaut durch tägliches Waschen schneller aus. Es gibt aber Ausnahmen: Wer täglich Haargel oder -spray benutzt, muss die Stylingprodukte abends aus den Haaren waschen. Sonst könnten die Haarwurzeln verkleben, so Creuzberg.

Neben Lebensstil, Styling, individuellen Gewohnheiten und Hauttyp spielt auch die Haarstruktur beim Waschen eine wichtige Rolle. Abhängig vom Haartyp sollten dabei ein paar Schritte eingehalten werden:

  • Schnell fettende Haare: Fettige Haare können öfter gewaschen werden. Trockenshampoo kann helfen, das Fett zu binden und die strähnigen Haare zu verstecken.
  • Trockene Haare: Bei brüchigen Haaren macht sich Spliss schnell bemerkbar. Ständiges Haarewaschen kann der Kopfhaut die natürlichen Fette entziehen. Spülungen helfen, die Spitzen zu pflegen und die Feuchtigkeit in den Haarenden zu bewahren.
  • Feine Haare: Dünnen Haaren schadet zu häufiges Waschen besonders. Da die Haarstruktur sehr fein ist, wirken sie allerdings schnell fettig. Etwa jeden zweiten Tag sollten feine Haare daher gewaschen werden.
  • Lockige Haare: Auch lockige Haare trocknen schnell aus. Milde Shampoos und ein bis zweimal pro Woche Haarewaschen reichen bei den meisten Lockenköpfen aus.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Annette Riedl / dpa

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